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Falkensee Mit einem Malzbier fing es an: Ehepaar Strache feiert Diamantene Hochzeit
Lokales Havelland Falkensee Mit einem Malzbier fing es an: Ehepaar Strache feiert Diamantene Hochzeit
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10:54 15.08.2019
Waltraud und Werner Strache sind seit 60 Jahren verheiratet. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

In einem Tanzlokal in Finkenkrug fing für Werner und Waltraud Strache alles an. Der heute 86-Jährige kam gerade vom Herrentagsausflug aus Werder zurück, als er Waltraud traf, die er schon ein paar Mal im Zug von Falkensee nach Berlin gesehen hatte.

Werner hatte an diesem Tag aber kein Geld mehr und da habe ich ihn auf ein Malzbier eingeladen, dann haben wir getanzt“, erinnert sich die 82-Jährige. Am Donnerstag feiert das Falkenseer Ehepaar nun schon seinen 60. Hochzeitstag und scheint verliebt, wie am ersten Tag.

Dem Partner Freiraum lassen

„Das Wichtigste ist, dem anderen genügend Freiraum zu lassen und ihm nie die Würde zu nehmen, selbst wenn man sich mal streitet“, sagt Werner Strache. Im Streiten waren die beiden eh nicht sehr gut.

„Während befreundete Paare manchmal wochenlang nicht mit einander sprachen, konnten wir uns schon nach ein paar Stunden nicht mehr böse sein“, erzählt Waltraud Strache.

In ihren 60 Ehejahren haben die beiden viel erlebt und einige Umbrüche mitgemacht. So mussten sie mit ihren Familien wegen des Zweiten Weltkriegs Berlin verlassen. Werner Strache zog mit seinen Eltern und dem Bruder nach Falkensee. Waltraud verschlug es nach Brieselang. „Als wir hier ankamen, gab es nur einen Pferdestall auf dem Hof“, erinnert sich Werner Strache.

Mauerbau hat das Ehepaar schockiert

Der Traum seines Vater war es immer, ein Haus auf dem Grundstück zu bauen. Er starb jedoch schon 1956 an den Folgen einer Verletzung aus dem Ersten Weltkrieg. Und so kümmerte sich Werner Strache schon als junger Mann um seine Mutter und baute später, gemeinsam mit seiner Frau, das Haus weiter, in dem sie noch heute wohnen.

Ein herber Einschnitt war für das Paar der Bau der Mauer. „Wir waren wirklich schockiert und mussten unser Leben neu ordnen“, erzählt Werner Strache. Seiner Frau kommen noch heute die Tränen, wenn sie an diese Zeit zurück denkt.

Umzug in den Westen kam nicht in Frage

Der gelernte Fernmeldemeister arbeitete damals in West-Berlin und verlor von einen auf den anderen Tag seine Anstellung. „Ich wurde Hilfsarbeiter in Nauen und habe jeden Tag Schächte ausgehoben und Kabel verlegt.“ Seine Frau arbeitete als Schneiderin. Das Ehepaar arrangierte sich mit der neuen Situation.

Ein Wegzug in den Westen, wie es viele im Umfeld des Mauerbaus noch machten, kam für Werner und Waltraud Strache nie infrage. „Ich hatte meinem Vater am Grab versprochen sein Lebenswerk, das Haus, zu vollenden und hätte auch meine Mutter nicht alleine lassen können. Mit dem System konnten wir uns aber überhaupt nicht anfreunden“, sagt Werner Strache. Dennoch blieben sie.

Die Hochzeit fiel ins Wasser

Das Paar bekam zwei Kinder und richtete sich immer weiter in Falkensee ein. Noch heute verbringen sie viel Zeit im großen Garten. Die Wiedervereinigung nutzte das Paar schließlich um die Welt zu erkunden. „Wir haben fast ganz Europa gesehen und haben auch schon Kanada und Nordafrika bereist“, so Strache. Dafür haben sie auch nach dem Renteneintritt noch acht weitere Jahre gearbeitet.

Die Hochzeit vor 60 Jahren fiel übrigens komplett ins Wasser. Nach der Trauung im Brieselanger Standesamt und der kirchlichen Zeremonie begann es, wie aus Eimern zu schütten. „Wir hatten das ganze Grundstück meiner Eltern mit schönen Lampions dekoriert, mussten dann aber in den Wohnraum ausweichen. Wir haben so lange gefeiert, bis wir die Farbe vom Boden abgetanzt hatten“, erinnert sich Waltraud Strache.

Von Danilo Hafer

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