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Falkensee Fortsetzung der Falkenseer Musiktage auf der Kippe
Lokales Havelland Falkensee Fortsetzung der Falkenseer Musiktage auf der Kippe
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14:33 13.05.2019
Mit Witz, Tempo und ein bisschen Klamauk: Sonja Godowska, Gabriella Strümpel und Isabelle Engelmann (v.l.) als Trio „Les Troizettes“ bei ihrem Auftritt bei den Falkenseer Musiktagen. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

 Die Zukunft der Falkenseer Musiktage ist ungewiss. Über die Fortsetzung der Konzertreihe wird im Herbst entschieden.

Kirchengemeinde veranstaltet Musikreihe

Veranstalter der Konzertreihe ist die evangelische Kirchengemeinde Falkensee-Falkenhagen. Im nächsten Jahr geht Pfarrer Olaf Schmidt in Rente. „Der Gemeindekirchenrat wird im Herbst entscheiden, ob und wie es weitergeht“, sagte Olaf Schmidt. Die Zukunft hängt dabei auch davon ab, wie sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin zu der Konzertreihe steht. Diese hat von Pfarrer und anderen Kirchenmitglieder viel Ehrenamt gefordert, das oft im Hintergrund geleistet wurde.

Anfang im Jahr 2000

Olaf Schmidt hatte die Falkenseer Musiktage gewissermaßen von seinem Vorgänger geerbt. Pfarrer Burkhard Berg hatte sie im Jahr 2000 ins Leben gerufen.

Als Olaf Schmidt 2004 aus dem Oderbruch ins Havelland kam, war es damals seine größte Überraschung, dass eine Kirchengemeinde eine Konzertreihe veranstaltet. „Das war alles nur zu schaffen, weil viele mitmachten”, hat er immer wieder betont. Für den März 2020 sind nun schon einmal die 21. Falkenseer Musiktage angekündigt, aber es wird sich zeigen, wie es weitergeht.

Gut besuchte Konzerte

Zum Resümee gehört dann auch die Tatsache, dass die Konzertreihe bei dem Falkenseer Publikum gut ankommt. Die Jubiläumssaison brachte besonders gute Besucherzahlen, mehr als 750 Zuhörer fanden zu den sechs Konzerten.

Mit Chopin und Klamauk

Zu den ausverkauften Veranstaltungen gehörte dabei der Auftritt des Trios „Les Troizettes“ im Rathaussaal. Die drei Damen haben mit Musik von Tschaikowski, Rimski-Korsakow, Chopin und Vivaldi einen turbulenten Auftritt hingelegt. Mit witziger Moderation, Tänzen und Kostümen war das Ganze eine heitere Angelegenheit, bei der die Musik der exzellenten Musikerinnen fast ein bisschen zu kurz gekommen.

Erinnerung an Dresdner Musiker

Pianistin Isabelle Engelmann war hier als Künstlerin zu erleben. 2014 hatte sie die künstlerische Leitung des Festivals von Helmut Degner übernommen. „Ich würde mich freuen, wenn die Musiktage fortgeführt werden“, sagte sie, „ich habe Lust, das Festival weiter zu gestalten.“ Sie hat die Falkenseer als besonders treues Publikum erlebt. Es reagierte mit Begeisterung auf Musiker, die immer wiederkamen, aber auch auf neue Solisten.

Das Auftaktkonzert der Konzertreihe im Juni 2000 hatten Kurt Sandau, Solotrompeter der Sächsischen Staatskapelle Dresden, und Klaus Bender, Organist der Semperoper Dresden mit der Sopranistin Eva Kirchner gegeben. Die Dresdner Musiker waren auch danach oft gehörte Gäste der Falkenseer Musiktage, die den Zusatz „International“ nach ein paar Jahren gestrichen hatten.

Lohnendes Konzertangebot

„Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es sich lohnt, diese Konzerte in Falkensee anzubieten“, sagte Isabelle Engelmann. Sie weiß aber auch um die viele Arbeit im Hintergrund, um die Vorplanungen, die Sponsorensuche und die Abstimmungen mit der Stadtverwaltung und dem Haus am Anger, die das Festival unterstützen.

Von Marlies Schnaibel

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