Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Falkensee Falkenseer Rikscha-Fahrer stehen in den Startlöchern
Lokales Havelland Falkensee Falkenseer Rikscha-Fahrer stehen in den Startlöchern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:54 17.05.2019
Susanne Dudenhöfer und Jörg Stegemann engagieren sich ehrenamtlich beim ASB -Projekt "Fahrtwind schenken" in Falkensee. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

Unermüdlich hat Wolfgang Biernath in den vergangenen Wochen die Werbetrommel für das Rikscha-Projekt des ASB Falkensee getrommelt. Unter dem Motto „Fahrtwind schenken“ sollen insbesondere ältere Menschen mit und ohne Demenz, die nicht mehr selbst mit dem Rad fahren können, die Möglichkeit erhalten, mit der Rikscha durch Falkensee zu fahren.

„Wir haben jetzt schon 15 Männer und Frauen gefunden, die sich ehrenamtlich als Fahrer engagieren wollen, bisher fehlen uns nur die Fahrgäste“, sagt Biernath. Einige Fahrten habe es in der Vergangenheit schon gegeben, doch das große Interesse blieb bisher aus. „Ich denke das Angebot ist noch nicht jedem bekannt und viele ältere Menschen haben auch eine Hemmschwelle“, sagt Jörg Stegemann. Der 60-Jährige ist einer der ehrenamtlichen Fahrer. Der leidenschaftliche Radfahrer hatte über eine Freundin von dem Rikscha-Projekt erfahren.

Etwas für andere Menschen tun

„Ich hatte in meinem Leben viel Glück und möchte jetzt etwas an andere Menschen zurückgeben“, erklärt Stegemann seine Motivation. Viele ehrenamtliche Fahrer haben über persönliche Kontakt von diesem speziellen Ehrenamt erfahren. Einige hat Wolfgang Biernath auch direkt auf der Straße angesprochen. Zu ihnen gehört auch Susanne Dudenhöfer.

„Ich war gerade in Falkensee unterwegs, als ich die Rikscha vor einem Geschäft stehen sah. Ich habe mir sie genau angeschaut, als Wolfgang mich sah und sofort aufsprang, um mir von seiner Idee zu erzählen“, erinnert sich die 56-Jährige. Von da an war sie Teil des Teams.

Die Fahrt mit der Rikscha ist kostenlos

Eine Fahrt kann jeder in Anspruch nehmen, der in die Zielgruppe des ASB passt. „Das sind vor allem ältere, aber auch junge Menschen mit einer Beeinträchtigung“, erklärt Wolfgang Biernath. Eine Fahrt dauert dann in der Regel eine Stunde und ist für die Fahrgäste kostenlos. „Wir bitten lediglich um eine kleine Spende“, so Biernath.

Theoretisch kann man mit der Rikscha sogar bis ans Krankenbett fahren, denn das Gefährt ist vorne absenkbar und somit barrierefrei. Nach Möglichkeit sollte bei der Fahrt immer eine Begleitperson dabei sein. „Gerade Menschen mit Demenz fahren wir aus Sicherheitsgründen nur, wenn ein Betreuer dabei ist“, erklärt Biernath.

Projekt ist noch nicht bekannt genug

Darüber hinaus kann die Rikscha gegen eine Gebühr auch von jedem anderen Falkenseer genutzt werden. So können sich auch Familien die Rikscha für einen Ausflug leihen. Wer das Gefährt und das Projekt etwas genauer kennenlernen möchte, hat dazu auf dem Kinderfest am 1. Juni im Familiencafé im Falkenhorst die Gelegenheit. „Dort werden wir Fahrten für Kinder anbieten“, so Biernath.

Das wichtigste sei nun zwar erstmal, das Projekt weiter bekannt zu machen, dennoch hat Wolfgang Biernath schon weitere Pläne. „Unser Traum wäre es eigentlich, wenn wir noch ein oder zwei weitere Rikschas anschaffen könnten, um auch mal Ausflüge zu machen“, sagt er.

Einfach Kontakt aufnehmen

Biernath hat bereits mit verschiedenen Einrichtungen in Falkensee Kontakt aufgenommen, um das Angebot bekannter zu machen.

Wer das Angebot einer Rikschafahrt in Anspruch nehmen möchte oder einfach nur mehr über das Projekt erfahren möchte kann unter der Telefonnummer 0151-10944236 oder per E-Mail an wolfgang.biernath@asb-falkensee.de wenden.

Von Danilo Hafer

Ein 48-jähriger Berliner lotste seine Fahrerin in immer einsamere Straßen in Falkensee. Als er ihren Geldbeutel stehlen will, verliert er seinen eigenen. Das wird ihm zum Verhängnis.

16.05.2019

Mit Lauchzwiebeln fing alles an. Heute hat der Falkenseer Thomas Vogel einen großen Nutzgarten, einen Keller voller Einweckgläser, Bienenvölker und einen eigenen Youtube-Kanal.

16.05.2019

Henrietta muss nachsitzen und rund 300 Falkenseer Grundschüler mit ihr. Zauberer Banano Banini und Kochlöffel Quassel sorgen für Unterhaltung auf der Strafbank und vermitteln dabei das Vitamin-Abc der gesunden Ernährung.

15.05.2019