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Falkensee Neue Falkenseer SVV ist zur Hälfte neu und weniger weiblich
Lokales Havelland Falkensee Neue Falkenseer SVV ist zur Hälfte neu und weniger weiblich
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18:00 28.05.2019
Kann sich freuen: Barbara Richstein zog am Sonntag die meisten Stimmen. Quelle: privat
Falkensee

 Die Falkenseerin Barbara Richstein ist die Quotenkönigin der Kommunalwahl im Havelland. Bei der Kreistagswahl bekam die Christdemokratin mit Abstand die meisten Stimmen: 8531 votierten für sie. Auch bei der Wahl zur Falkenseer Stadtverordnetenversammlung lag sie deutlich vorn und vereint hier 2190 Stimmen auf sich. „Ich freue mich“, sagt die Falkenseerin, die für die CDU auch wieder in den Landtag ziehen will.

Auf drei Ebenen aktiv

Barbara Richstein sitzt in der SVV, im Kreistag und im Landtag. Und sie will alle drei Aufgaben auch weiter wahrnehmen. „Die Verknüpfung der Ebenen von lokal über kreislich bis zur Landesebene hat sich bewährt“, sagt sie. In Falkensee wird sie künftig vielleicht etwas weniger zu tun haben. Die letzten Jahre war sie Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, dieses Amt steht der stärksten Fraktion zu und das ist in der neuen SVV die Fraktion der Grünen.

Neue Player

Rückblickend auf die Wahl freut sich Barbara Richstein über die gestiegene Wahlbeteiligung. Mit Spannung blickt sie auf die Arbeit in der neuen Stadtverordnetenversammlung: „Bei neun Playern wird es mitunter schwierig werden“, vermutet sie, „aber es kommen auch neue Ideen in die Arbeit. Das wird spannend. Ob es auch ergebnisreich wird, wird sich zeigen.“

Wahlkampf mit Hallenbad

Bereden ja, zerreden nein – darauf hofft Ingrid Junge von der SPD. Die 74-Jährige zieht als älteste Abgeordnete in die Stadtverordnetenversammlung ein und wird damit traditionell zur ersten Sitzung des neuen Parlaments kurz sprechen. „Mit liegt am Herzen, dass die Dinge in den Fraktionen und Ausschüssen gründlich diskutiert werden und nicht die ganze Debatte in die SVV schwappt“, sagt sie, „dann kommen wir da nicht weiter.“ Sie selbst hatte einen sehr engagierten Wahlkampf geführt, mit vielen Plakaten, Handzetteln und vielen Gesprächen. Dabei hatte sie sehr auf ihr Thema: Hallenbadbau gesetzt. Sie erreichte 1142 Stimmen.

Zehn Kandidaten mit mehr als 1000 Stimmen

Genauso viele erreichte auch Günter Chodzinski von den Grünen. Insgesamt konnten zehn Kandidaten bei der Wahl am Sonntag mehr als 1000 Stimmen auf sich vereinen. Darunter Rainer van Raemdonck von der AfD mit 1196 Stimmen. Die Fraktion hatte ihre Stellung von vier auf fünf Sitze ausbauen können, darunter sind vier neue SVV-Gesichter. Angesichts der neuen Mischung an Parteien und Listenvereinigungen erwartet van Raemdonck: „Es wird schwieriger, auch für den Bürgermeister.“

Geschrumpfte Linke

Harald Petzold von den Linken dankt den Wählern, die „dazu beigetragen haben, dass Falkensee bunt, vielfältig und weltoffen bleibt. Trotz einem `blauen Auge´ bleibt unserer Stadt dadurch ein rechter Durchmarsch erspart.“ Die Linken ziehen nur noch mit drei Abgeordneten ins Stadtparlament und wollen dort um Mehrheiten für wichtige Themen der Stadtpolitik kämpfen. Harald Petzold gratulierte dem Wahlsieger Bündnis 90/Die Grünen: „Sie werden jetzt ihre Gestaltungs- und Kommunikationsfähigkeit beweisen müssen, wenn sie mit dem Wählerauftrag verantwortungsbewusst umgehen wollen.“

Visionen einer Partei

Gestaltungs- und vor allem Kommunikationsfähigkeit werden wohl alle beweisen müssen. Etwa wenn es um die Vorschläge von Karoline Hintz geht. Die Falkenseer Lehrerin zog für die Satirepartei Die Partei ins Parlament und benannte schon mal Visionen für Falkensee: „Seeüberdachung, Nordumfahrungsumfahrung, bedingungsloser Mindestlaub, Verkehrsberuhigung durch Brummkreisel, irgendwas mit Minderheiten.“

Am 19. Juni kommt die neue Stadtverordnetenversammlung von Falkensee das erste Mal zusammen. Die Hälfte der 36 Abgeordneten ist neu, ein Drittel ist weiblich. Das waren schon mal mehr.

Von Marlies Schnaibel

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