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Falkensee Falkenseer Skaterpark gleicht einer Müllhalde
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19:32 04.06.2019
Zwischen Glasscherben und Einkaufswagen ist ans Fahren mit Skateboard und Co. kaum zu denken. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

 Zerbrochene Bierflaschen, Plastikbecher und Müll in allen Ecken. In der Mitte des Platzes ein Einkaufswagen. Nach einem Wochenende gleicht der Skaterpark am Rosentunnel in Falkensee regelmäßig einer Müllhalde. „Für anständige Leute ist dort kein Platz mehr“, schreibt eine genervte Falkenseerin auf Facebook. Und ans Fahren mit Skateboard oder Inlinern ist gar nicht zu denken.

Der zunehmende Vandalismus geht vielen Falkenseerin gewaltig gegen den Strich. In den sozialen Netzwerken machen sie ihrem Unmut Luft. „Die Jugend lernt es erst, wenn es gar keine Möglichkeiten mehr gibt, irgendwo hin zu gehen“, schreibt ein Facebook-User. Ein anderer fragt sich, warum die Stadt keine ortsansässigen Sicherheitsfirmen mit der Kontrolle des Skaterparks beauftragt. Andere wollen die Sache selbst in die Hand und mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen.

Zum Skaten lädt der Skaterpark in der Rosenstraße nicht ein. Quelle: Danilo Hafer

Der Skaterpark ist nicht der einzige Ort in Falkensee, der sich bei Jugendlichen zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt hat. Auch der Campusplatz sowie die Bereiche um die Bahnhöfe in Falkensee und Finkenkrug werden regelmäßig verwüstet. Auch die Brücke über den Schlaggraben am Gutspark hat es jüngst wieder erwischt. Dort wurde ein Geländer zerbrochen. Blinde Zerstörungswut wie in diesem Fall sei aber die Ausnahme. „Es geht vor allem um eine massive Vermüllung“, erklärt Pressesprecherin Luisa Bellack von der Stadt Falkensee.

Vermüllung hat zugenommen

Die Vermüllung am Skaterpark habe in den vergangenen Jahren tatsächlich zugenommen. Seither wurden weitere Mülltonnen aufgestellt, das Problem wurde damit jedoch nicht gelöst. Insbesondere das vergangene Himmelfahrtswochenende habe nun noch einmal seine Spuren auf vielen Plätzen in Falkensee hinterlassen. „Da mehrere Spielplätze über das Himmelfahrtswochenende deutlich mehr Müll aufwiesen, musste am Montag eine zweite Gruppe des Grünpflegeteams für Sonderreinigungen eingesetzt werden“, so Bellack. Grundsätzlich werde der Skaterpark montags und freitags gereinigt, aktuell zuletzt vor Himmelfahrt.

Des Problems Herr zu werden ist jedoch gar nicht einfach. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes würden bereits regelmäßige Kontrollgänge durchführen, um die Schäden festzustellen und schnellstmöglich zu beheben. Eine präventive Wirkung hat dies jedoch nicht. Die Hauptvermüllung entstehe gerade in den Abendstunden. „Eine Einzäunung der Anlage würde aber nicht helfen, da ja die Anlage auch spät abends und an den Feiertagen frei zugänglich bleiben soll“, heißt es aus der Verwaltung.

Die Reste einer Partynacht. Quelle: Danilo Hafer

Die Stadt möchte nun prüfen, ob auch der Skaterplatz von Wachschutzunternehmen betreut werden kann, wie es schon auf dem Campusplatz der Fall ist. Derartige Kontrollen seien notwendig, führten häufig aber nur zu einer Verlagerung des Problems.

Stadt: Einige der Jugendlichen kommen nicht aus Falkensee

Es gebe nun mal Jugendliche, die respektlos im Umgang mit öffentlichem und privatem Eigentum seien und gedankenlos vermüllen und zerstören. „Die große Mehrheit der Jugendlichen in Falkensee verurteilt ein solches Verhalten wohl aber genauso wie die Stadtverwaltung“, betont Bellack. Nach Wahrnehmung der Verwaltung handele es sich bei den Gruppen, denen Vandalismus zuzuordnen sei, auch oft um Jugendliche, die gar nicht aus Falkensee kommen.

Aufgrund des aktuell schönen Wetters soll der Skaterpark am Rosentunnel täglich zur Kontrolle durch das Grünpflegeteam angefahren werden.

Von Danilo Hafer

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