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Falkensee Filmfestival der Generationen: Startschuss für neues Kreativzentrum
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19:09 15.10.2019
Ellen Urban schafft einen Raum für Kreative in Falkensee. Quelle: Laura Sander
Falkensee

Die Bauarbeiten in den ehemaligen Büroräumen der Biobäckerei Leib in der Falkenseer Bahnhofstraße sind in vollem Gange. Pünktlich zum Start des Europäischen Filmfestivals der Generationen soll im „Tryambakam“, einem Raum für Kreative und Entspannung, alles fertig sein. „Das haben wir uns zum Ziel gesetzt. Das Filmfestival ist eine gute Gelegenheit, die Räume kennenzulernen und mehr über unser Konzept zu erfahren“, sagt Artistin und Yoga-Lehrerin Ellen Urban.

Filmfestival im Falkenseer Zentrum

Gemeinsam mit Ivonne Henning und Manuela Dietzsch, die im kommenden Jahr ihre Buchhandlung „Kaptitel 8“ im Erdgeschoss des ehemaligen Bäckerei-Standortes eröffnen wollen, holt sie das Festival ins Falkenseer Zentrum.

Ivonne Henning und Manuela Dietzsch übernehmen die Buch- und Notenhandlung in Falkensee Quelle: Danilo Hafer

Zum dritten Mal findet es im Landkreis Havelland statt, insgesamt werden im „Tryambakam“ vom 31. Oktober bis zum 10. November fünf Filme gezeigt. Alle handeln vom Älterwerden. „Das Thema beschäftigt jeden und es sind fast alles Filme, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Ich habe versucht, eine gute Mischung aus Information und Unterhaltung hinzubekommen“, so Ellen Urban.

Referenten leiten Filmgespräche

Die Galeristin Annette Schneeweiß, die in der Demenzbetreuung arbeitet, und Schauspieler Heiner Hardt werden als Referenten die anschließenden Filmgespräche leiten. In der Galerie Schneeweiß in der Falkenseer Poststraße malt Annette Schneeweiß regelmäßig mit Demenzkranken, einige Werke werden im Rahmen der Filmvorführungen im „Tryambakam“ ausgestellt.

Annette Schneeweiß leitet Filmgespräche. Quelle: Judith Meisner

„Ratgeber, Unterhaltung und sonstige Werke zum Thema ,Älterwerden’ – wir sind mit einem Büchertisch vertreten und haben eine bunte Mischung zusammengestellt“, sagt Ivonne Henning, die das Filmfestival als Startschuss für den Standort sieht. „Wir stecken zwar noch mitten im Umbau, aber es geht gut voran. Die Besucher können einen ersten Eindruck bekommen und sich von der Entwicklung des Geländes überzeugen“, sagt Henning, die die enge Zusammenarbeit in der Falkenseer Kreativszene schätzt. „An solchen Abenden kommen wir zusammen, verbringen eine schöne Zeit und tauschen uns aus. So entstehen die besten Ideen“, sagt Ivonne Henning.

Ätherische Öle und Popcorn

Auch für das Filmfestival haben bereits weitere Falkenseer Akteure ihre Unterstützung zugesagt. „Helen Venzke wird ätherische Öle für Menschen vorstellen, die zum Beispiel an Demenz erkrankt sind. Außerdem ist – passend zum Kinoabend – Nina Quade von der Popcorn Bakery vor Ort“, sagt Ellen Urban, die gemeinsam mit ihren Projektpartnern in den Startlöchern steht. „Nach den Herbstferien können die ersten Kurse in den Räumen stattfinden. Bis dahin sind dir gröbsten Bauarbeiten erledigt“, so die Falkenseerin.

Nina Quade ist mit ihrem Popcorn vor Ort. Quelle: Andreas Kaatz

Neben Yoga, Meditation, Aromatherapie, intuitives Malen oder Singen entwickelt sich das Angebot in der alten Backstube laufend. „Die Leute kommen auf mich zu und wollen Teil des Projektes werden. Diese Entwicklung zu sehen, macht mich glücklich“, so die Yoga-Lehrerin. So können künftig schon die ganz Kleinen Entspannungstechniken praktizieren, Jugendliche können beim Yoga am Freitagnachmittag vom Schulalltag abschalten.

Filmfestival in der alten Bäckerei

Das „Tryambakam“ und die Buchhandlung „Kapitel 8“ zeigen fünf Filme in der Falkenseer Bahnhofstraße 6-8 (über dem Bio-Backhaus).

Der Dokumentarfilm „Alive inside“ wird am 31. Oktober um 18 Uhr gespielt. „Monsieur Pierre geht online“ läuft am 2. November um 19 Uhr.

Am 3. November wird um 16 Uhr „Honig im Kopf“ gezeigt, „Eine bretonische Liebe“ am 9. November um 19 Uhr.

„Sein letztes Rennen“ läuft am 10. November um 18 Uhr.

Weitere Filme im Kulturhaus

Neben den Vorstellungen im „Tryambakam“ werden im Rahmen des Europäischen Filmfestivals auch im Falkenseer Kulturhaus „Johannes R. Becher“ zwei Filme gezeigt.

Von Laura Sander

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