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Falkensee Gaffer stehen Falkenseer Feuerwehr im Weg
Lokales Havelland Falkensee Gaffer stehen Falkenseer Feuerwehr im Weg
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16:22 23.04.2019
Am Sonnabend brannte das Wohnhaus nahe der Falkenseer Stadthalle, am Dienstag stand dort bereits ein Baugerüst. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

So etwas, wie beim Brand des Wohnhauses am vergangenen Sonnabend, hatte Falkensees Feuerwehrchef Daniel Brose noch nicht erlebt. „Dass Leute stehen bleiben und gucken, wenn es irgendwo brennt, ist normal, aber dieses Ausmaß war für Falkensee völlig neu“, so Brose.

Leute haben mit ihren Handys gefilmt

Mit 45 Einsatzkräften aus Falkensee, Schönwalde-Siedlung und Dallgow-Döberitz war die Feuerwehr am Sonnabend beim Brand eines Wohnhauses nahe der Falkenseer Stadthalle vor Ort. Schon beim Eintreffen der Kameraden standen zahlreiche Schaulustige in der Bahnhofstraße und der kleinen Zuwegung zur Stadthalle, um das Geschehen zu beobachten. „Viele haben auch ihr Handy rausgeholt und gefilmt, das geht einfach zu weit“, sagt Brose.

Das Feuer brach in einem Schuppen aus und griff dann auf die Fassade über. Quelle: Julian Stähle

Hinzu kommt, dass die Gaffer der Feuerwehr immer wieder im Weg standen. Kommt die Feuerwehr an einem Einsatzort an, geht es zunächst darum, eine sogenannte Raumordnung herzustellen. Es wird festgelegt, wo eine Wasserleitung gelegt und die anrückenden Einsatzfahrzeuge abgestellt werden.

Feuerwehrchef musste sich um die Gaffer kümmern

„Dabei sind uns die Leute aber immer wieder in die Quere gekommen, sodass wir gezwungen waren, alles erst einmal weiträumig mit Flatterband abzusperren. Das hat allein 15 Minuten gedauert, Zeit, die wir eigentlich nicht haben“, betont Brose. Der Feuerwehrchef hatte sich am Sonnabend persönlich um die Gaffer gekümmert, damit sich seine Kameraden auf ihren eigentlichen Job, die Brandbekämpfung, konzentrieren konnten.

Rein rechtlich hat die Feuerwehr die Möglichkeit Gaffer, die sie an der Arbeit behindern anzuzeigen. Im Alltag erweist sich dies aber als eher schwierig. „Wir müssten die Personalien der Leute feststellen, dazu haben wir aber keine Zeit im Einsatz“, so Brose. Der Feuerwehrchef appelliert daher an die Vernunft der Menschen. „Stellen sie sich nur vor, es ist ihr Haus, dass dort brennt, dann wollen sie auch nicht, dass das gefilmt und die Feuerwehr behindert wird.“

Brandursache weiter unklar

Warum das Feuer am Wochenende ausbracht, war auch am Dienstag weiter unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. „Bislang konnte als Brandausbruchsort ein Schuppen an dem Haus ermittelt werden“, erklärt Daniel Keip von der Polizeidirektion West. Bei Bränden ermittelt grundsätzlich immer die Polizei. Solange es jedoch keine Anhaltspunkte für eine Vorsatztat gebe, gehen die Ermittler von fahrlässiger Brandstiftung aus.

„Im vorliegenden Fall gibt es bislang keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung und mithin auch keine Anhaltspunkte für ein gegebenenfalls fremdenfeindliches Motiv“, so Keip. Das Haus gehört einer vietnamesischen Familie, die im Erdgeschoss einen Asia-Imbiss betreibt.

Von Danilo Hafer

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