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Falkensee Graffiti machen graue Wände lebendig – auch in Falkensee
Lokales Havelland Falkensee Graffiti machen graue Wände lebendig – auch in Falkensee
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16:22 10.07.2019
Der 17-jährige Julian aus Seeburg hatte sich am Mittwoch zum ersten Mal als Sprayer versucht. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

Einfach die Dose in die Hand nehmen und drauf los sprühen. Was sonst verboten ist und gerne als Schmiererei bezeichnet wird, konnten rund 40 Kinder und Jugendliche am Mittwoch ganz ohne schlechtes Gewissen machen.

Der Graffiti-Workshop, organisiert von den Jugendklubs Seeburg, Dallgow und Falkensee, Straßensozialarbeitern und dem Dallgower Hort, ist für viele Jugendliche, neben dem Pappbootrennen, einer der Höhepunkte der Sommerferien.

Spaß und Prävention verbinden

„Die Kinder sollen sich einfach kreativ ausleben können und sich mit dem Medium Graffiti ausprobieren“, sagte Dallgows Streetworker Frank Nossack. Auf dem Gelände des Falkenseer Jugendklubs „Saftladen“ konnten die Kinder extra dafür vorgesehene Wände mit ihren Bildern, Logos oder Schriftzügen verzieren.

„Neben Kreativität und Spaß geht es natürlich auch darum, den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, dass Graffiti im öffentlichen Raum verboten sind, außer es gibt Wände, an denen es explizit erlaubt ist, so wie hier“, so Nossack.

Graffiti ist fester Teil der Jugendkultur

Dabei werde den Nachwuchssprayern auch aufgezeigt, welche rechtlichen Konsequenzen das unerlaubte Beschmieren von Hauswänden habe.

Etliche Kisten mit Farbdosen hat Frank Nossack extra für den Workshop in einem Berliner Fachgeschäft besorgt. „Ich habe jährlich ein Budget für Graffiti-Workshops zur Verfügung“, sagte er. Denn das künstlerische Gestalten von Wänden sei nach wie vor ein wichtiger Teil der Jugendkultur.

Für die Seeburger Jugendlichen war der Graffiti-Workshop in Falkensee ein Höhepunkt in den Sommerferien. Quelle: Danilo Hafer

„Fast jeder Jugendliche kommt irgendwann einmal mit Graffiti in Kontakt“, sagte Falkensees Straßensozialarbeiter René Gawron.

Für einige Jugendliche war es am Mittwoch das erste Mal. Auch der 17-Jährige Julian aus Seeburg versuchte sich zum erstem Mal an einem Schriftzug. „Ich bin nicht sonderlich künstlerisch interessiert oder kreativ, aber heute wollte ich es einfach mal ausprobieren“, so der 17-Jährige. So wie ihm, ging es vielen Jugendlichen.

Einmal in der Woche Graffiti-AG

„Heute geht es wirklich einfach darum, sich auszuprobieren", so Gawron. Der Streetworker bietet im Falkenseer Jugendklub Saftladen einmal in der Woche eine Graffiti-AG an. „In dieser Gruppe gehen wir das Ganze schon professioneller an und machen Skizzen, und Konzepte, bevor wir wirklich malen“, erklärte der Streetworker. Dabei sei schnell zu erkennen, wer wirklich ein Talent hat. „Diese Jugendlichen kann man dann auch gut fördern“, so Gawron.

In der Graffiti-Szene gebe übrigens ein Gesetz, das auch die Dallgower und Falkenseer Jugendlichen schon verinnerlicht haben. Eine Auftragsarbeit wird nicht übersprüht. Das sich auch alle daran halten zeigt die Fassade des Jugendklubs.

Seit diese mit einem aufwendigen Schriftzug versehen wurde, gibt es keine anderweitigen Schmierereien mehr. Gute Graffiti-Kunst schützt also auch vor Vandalismus.

Von Danilo Hafer

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