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Falkensee Grundsteinlegung für neue Häuser in Falkensee: Riesiger Run auf die Wohnungen
Lokales Havelland Falkensee Grundsteinlegung für neue Häuser in Falkensee: Riesiger Run auf die Wohnungen
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14:40 13.12.2019
So soll das Wohngebiet einmal aussehen. Quelle: Galandi Schirmer Architekten + Ingenieure GmbH
Falkensee

Die erste Bodenplatte ist schon fertig, weitere werden folgen. Zwei Krane sind aufgebaut, die Bagger rollen. Insgesamt fünf Wohnblocks mit 55 Wohnungen entstehen an der Falkenseer Friedensstraße. Am Freitag gab es dazu einen symbolischen Akt: Es wurde der Grundstein gelegt.

Die Gegefa-Geschäftsführer Ralf Haase und Dirk Albrecht versenkten eine Kartusche, in die sie zuvor Fotos von der Baustelle, Bauunterlagen, eine MAZ vom Tage und etwas Geld gefüllt hatten.

Zeitzeugnisse für die Kartusche. Quelle: Tanja M. Marotzke

„Wenn es nach den Voranmeldungen geht, könnten wir jede Wohnung schon zweimal vermieten“, sagte Gegefa-Chef Ralf Haase, „man sieht: Das Vorhaben ist nötig, der Bedarf ist da.“ So argumentierte auch Bürgermeister Heiko Müller (SPD).

Wohnungsmarkt hat sich gedreht

Er erinnerte daran, dass vor Jahren die Lage auf dem Wohnungsmarkt ganz anders war: Vorhaben im Falkenhorst wurden nicht umgesetzt, Falkensees Städtische Wohnungsgesellschaft Gegefa selbst hatte mit 14 Prozent Leerstand zu kämpfen. „Aber die Situation hat sich komplett gedreht, und das in großer Geschwindigkeit“, sagte Müller. Die Wohnungsgenossenschaft Falkenhorst hat darauf vor einigen Jahren mit dem Neubau von zwei Häusern reagiert, nun zieht die Gegefa nach.

Neuer Vorsitzender

„Der Bau steht auch für die wirtschaftlich solide Lage des Unternehmens“, sagte Peter Kissing (SPD), der Mittwochabend zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gegefa gewählt worden war, bei der Grundsteinlegung. Zu der waren am Freitag neben Bauleuten und Planern auch Falkenseer Abgeordnete von SPD, CDU, AfD und Linke gekommen.

Neubau nach 25 Jahren

Die Gegefa baut damit erstmals seit den 90er-Jahren wieder. Die neuen Mehrfamilienhäuser entstehen neben dem WBS-70-Block an der Friedensstraße. Für das Vorhaben war ein dort wild gewachsenes Wäldchen abgeholzt worden.

11,7 Millionen Euro Kosten

Die Gesamtkosten für den Bau werden mit stattlichen 11,7 Millionen Euro angegeben, dabei kommen von der Gegefa selbst 2,7 Millionen Euro an Eigenmitteln, 7,73 Millionen Euro werden als Förderdarlehen und 1,26 Millionen Euro als Förderzuschuss aufgebracht. Ein entsprechender Fördervertrag war im Frühsommer unterzeichnet worden.

Grundsteinlegung. Quelle: E-Mail-MVD

Bei dem Projekt arbeitet die Gegefa mit den Berliner Galandi-Schirmer-Architekten zusammen, die als Generalplaner fungieren. Sie planten eine Anlage mit fünf viergeschossigen Häusern, bei denen das Obergeschoss zurückgesetzt ist.

Mit Gründach und Fahrstuhl

Die Häuser haben Gründächer und Fahrstühle, alle Wohnungen sind barrierearm und energieeffizient geplant. Sechs Wohnungen sind rollstuhlgerecht vorgesehen. Auch eine E-Ladestation für Autos und in den Kellern Ladestationen für E-Bikes sind möglich. 55 Wohnungen und 71 Pkw-Stellplätze sind vorgesehen.

Die Bauherren rechnen damit, dass die Anlage Ende 2021 fertiggestellt wird. Bis dahin wird auch an anderen Stellen geplant und gebaut – mit sozialer Bindung oder auf dem freien Markt. „Dieser Mix ist gut“, sagte Heiko Müller, „so können Wohnungen in verschiedenen Preissegmenten entstehen.“

Von Marlies Schnaibel

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