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Falkensee Happy End im Tierheim
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16:40 30.06.2019
Happy End für ein Sorgenkind: Berti (links) hat ein Handicap und wurde adoptiert. Quelle: Enrico Berg
Falkensee/Dallgow

 „Berti, wir haben dich so vermisst”, hörte man am Sonnabend oft. Berti war zu Besuch beim Sommerfest des Tierheims Falkensee, gelegen an der Stadtgrenze zu Dallgow.

Der Hund kennt sich dort gut aus, war er doch im letzten Jahr selbst ein Bewohner dieser Stätte. Vor zwölf Monaten noch ein Sorgenkind, heute ein Glückskind, denn er hat eine neue Familie gefunden, bei der er sich pudelwohl fühlt. Nein, Berti ist kein Pudel, sondern ein „Mix aus allem”, wie Rico Lange, 1. Vorsitzender des Tierschutzvereins Tierheim Falkensee, beim Sommerfest 2018 erklärt hatte. Das Tier galt als entspannter, verschmuster Traumhund, an dem viele Menschen auch Interesse zeigten, aber letztendlich Abstand von ihm nahmen.

Wenn der Tierschutzverein des Falkenseer Tierheimes zum Sommerfest lädt, kommen Tierfreunde aus nah und fern.

Bertis Handicap ist seine Inkontinenz. „Das war für uns kein Grund, Berti nicht zu adoptieren”, sagt Petra Schnellbacher aus Ketzin. Seit einem Jahr gehört Berti nun zur Familie von Petra Schnellbacher, Matthias Götsch und Mops Charky. „Charky hat Berti voll und ganz akzeptiert, beide lieben sich heiß und innig”, sagt Matthias Götsch.

Nicht bereut

Die Ketziner haben es nicht bereut, sich für Berti entschieden zu haben, er sei so ein liebevoller, entspannter, pflegeleichter und verschmuster Hund. „Und in der Wohnung bekommt er eine Windel um, so kann auch nichts passieren, wenn es wieder tröpfelt”, so Bertis Frauchen.

Katzenhaus erweitert

Beim Sommerfest am Sonnabend wurde im Tierheim Falkensee das zweite Katzenhaus eingeweiht. Neben vielen Besuchern des Sommerfestes fand sich auch Burkhard Wendland, 2. Vorsitzender vom Landestierschutzverband Brandenburg e.V., ein. Das Katzenhaus 2 befinde sich in der Endausbauphase, so Rico Lange, es werde Step by Step fertiggestellt, der Ausbau stehe in Abhängigkeit vom aktuellen Finanzstatus des Vereins. „Wir sind begeistert”, schwärmt Lange, „trotz der heutigen hohen Temperaturen sind viele Tierfreunde zu unserem Sommerfest gekommen, es sind deutlich mehr Besucher als im letzten Jahr.” Viele der Besucher kamen mit ihrem tierischen Liebling zum Fest.

Vegetarische Speisen

So konnte man sich über den Tierschutz informieren, gemütlich bei Kaffee und Kuchen plaudern oder bei einem kühlen Getränk und vegetarischen Speisen den schönen Nachmittag im Kreise Gleichgesinnter genießen.

Auf dem Hof des Tierheims konnte man ganz entspannt stöbern. Am Trödelstand und im Trödelcontainer war das eine oder andere Schnäppchen zu bekommen. So wurde Upcycling Schmuck aus Knöpfen angeboten. Die Jugendgruppe des Tierheims war ebenfalls wieder kreativ. „Wir haben aus Dosen und Hölzern Insektenhotels gebaut und Bienentränken hergestellt. Für die Bienentränken haben wir die Öffnung eines Glas mit einen Stück Stoff bespannt, das wird dann mit Wasser gefüllt und kopfüber mit einer Schnur aufgehängt”, berichtet die zwölfjährige Sarah Sausen. Außerdem haben die Jugendlichen noch Katzenspielzeug gefertigt und aus Tetrapacks sind Portemonnaies entstanden.

Paddys Dosenwerfen

Paddys Dosenwerfen war bei den Besuchern sehr beliebt. Mit Paddy, einem 13 Jahre alten Irish Setter, der bereits seit 2015 im Tierheim lebt, konnte man allerdings nicht Dosen werfen. Den Namen habe man gewählt, da man die leeren Futterdosen des rotbraunen Seniors für dieses Spiel verwendete.

Ansturm auf Tombola

Großen Ansturm hatte, wie bei jedem Fest des Tierheims, die Tombola. Hier war jedes Los ein Gewinn, Nieten gab es nicht. Alle Einnahmen kommen ausnahmslos den Tieren zugute. „Ich finde das richtig gut, was der Tierschutzverein hier im Tierheim Falkensee auf die Beine gestellt hat”, sagt Britta Kreutzer aus Spandau, „mir gefällt die ganze Anlage. Das Sommerfest ist auch toll, vor allem kann man sich über verschiedene Themen des Tierschutzes informieren.”

Kritik an Tierversuchen

Der Verein „Tote Hunde e.V.” informierte über seine Arbeit. Er hilft bei der Identifikation tot aufgefundener Hunde, die ansonsten in Deutschland gemäß Tiergesundheitsgesetz „entsorgt“, werden, oft leider ohne einen Versuch, den Halter zu finden. Notmeerschweinchen e.V. war bereits zum vierten Mal beim Sommerfest dabei und informierte über die Arbeit mit den kleinen Nagern.

Ohne Ehrenamt geht nichts

Der 2007 gegründete Tierschutzvereins Tierheim Falkensee und Umgebung arbeitet ehrenamtlich. Seine Hauptaufgabe besteht darin, besonders Fundtieren aber auch Abgabetieren ein vorübergehendes Zuhause zu geben. Die Vermittlung in liebevolle und verantwortungsbewusste Hände ist eines der wichtigsten Ziele. Auch Urlaubsbetreuung für Kleintiere werden angeboten.

Im Verein leisten viele Mitglieder ehrenamtliche Arbeit. Vereinsvorsitzender Rico Lange ist selbst einer von ihnen. Auf dem Sommerfest dankte er allen Besuchern, Sponsoren und Spendern für die rege Teilnahme am Sommerfest.

Der besondere Dank galt den ehrenamtlichen Helfern, die bei der Vor- und Nachbereitung sowie während des Sommerfests mit Engagement, Elan und Freude bei der Sache waren. „Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer könnten wir das Fest und die Arbeit hier im Tierheim nicht leisten, deshalb sind wir froh, so tolle Leute an unserer Seite zu haben”, erklärte Rico Lange.

Im Jahr 2017 wurde eine Jugendgruppe im Verein gegründet.

Das Tierheim hat seinen Sitz in der Dallgower Straße 104 von Falkensee, auf der Gemarkung Dallgow-Döberitz.

Zum ersten Mal nahmen „Ärzte gegen Tierversuche e.V.” am Sommerfest teil. Tierversuche müssten nicht sein, es gäbe andere Alternativen, erklärten Marc Schlösser und Thomas Lau den Tierfreunden. „Forschung ist wichtig, Tierversuche sind der falsche Weg”, so das Credo des Vereins. Man müsse tierversuchsfreie Methoden in der Forschung gezielt fördern, um Tierversuche zu vermindern. Über die Todesliste von 13 Hunderassen in Dänemark klärte Ingo Rösike vom Verein „Fair Dog” auf.

Von Hannelore Berg

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