Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Falkensee Jäger und Sammler beim Finkenkruger Stadtteilflohmarkt
Lokales Havelland Falkensee Jäger und Sammler beim Finkenkruger Stadtteilflohmarkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:53 16.06.2019
Musiker Robert Bolze (rechts) verkauft gerade eine Konzert-Gitarre an Thomas Wagner. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Die Menschheit besteht zu großen Teilen aus Jägern und Sammlern – immer noch. Früher ging es dabei ums Überleben; man jagte Bären und sammelte Beeren. Heute hat sich zumindest in einigen Regionen der Welt die Motivation deutlich geändert. Man jagt, was man eigentlich nicht braucht und sammelt, um sich daran zu erfreuen. Wenn man richtig Glück hat, hat der Nachbar, was man selbst gern möchte und ist bereit, es günstig zu verkaufen. Das Konzept nennt man dann Stadtteilflohmarkt.

Der vierte Flohmarkt

Die meisten Flohmarkt-Besucher kamen mit dem Fahrrad. Quelle: Tanja M. Marotzke

Menschen zusammenbringen

Genau das sei auch das Prinzip von Stadtteilflohmärkten, so Matthias Arndt, Initiator des Finkenkruger Stadtteilflohmarktes. „Wir möchten Menschen zusammenbringen und Gelegenheit zum zwanglosen Austausch geben“, erklärte der gebürtige Sachsen-Anhalter. Arndt hat die Idee aus Greifswald mitgebracht, wo er studiert hat. Gerade in einer Stadt wie Greifswald, mit größeren Häusern, in denen mehrere Parteien wohnen, sei die Anonymität oft groß und der gemeinsame Flohmarkt eine Möglichkeit, sich kennenzulernen.

Verkauf auf den Grundstücken

Viel Besuch in der Käthe-Kollwitz-Straße. Quelle: Tanja M. Marotzke

Viel „Stehrumsel“ im Angebot

Etwas los war auch bei Robert Bolze. Der junge Musiker verkaufte unter anderem Musikinstrumente. „Es sammelt sich in kurzer Zeit so viel an, einiges davon brauche ich nicht mehr“, sagte Bolze, verpackte fachmännisch eine Konzertgitarre und drückte sie Thomas Wagner in die Hand. Der stiegt aufs Rad und fuhr glücklich davon.

Musikinstrumente sind eher die Ausnahme im Gesamtangebot. Gängig sind dagegen Kinderanziehsachen, Videospiele oder auch sogenannte „Stehrumsel“. Gemeint sind Dinge, deren Nutzwert überschaubar ist und die einfach nur schön anzusehen sind und irgendwo rumstehen.

Schatz in der Holzkiste

Am Stand von Matthias Boehnke in der Ludwig-Richter-Straße wurde die Kiste des Urgroßonkels geöffnet Quelle: Tanja M. Marotzke

Von Tanja M. Marotzke

Zu einem Fahrzeugbrand wurde die Falkenseer Feuerwehr Freitagabend an die L20 gerufen. Verletzt wurde niemand.

15.06.2019

Offenbar zu schnell unterwegs war ein 18-Jähriger mit einem Pkw in Falkensee, als er in einer Kurve mit einem Transporter zusammenstieß.

15.06.2019

Vier junge Sänger aus Falkensee und Berlin haben ein erfolgreiches Vokalquartett gegründet. Jüngst haben sie auf dem A-Capella-Festival in Leipzig gleich drei Preise abgeräumt.

15.06.2019