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Falkensee Karat mit allen Hits in der Stadthalle
Lokales Havelland Falkensee Karat mit allen Hits in der Stadthalle
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17:20 21.04.2019
Alle großen Hits ließ Karat in der Stadthalle Falkensee wieder aufleben. Quelle: Enrico Berg
Falkensee

Sie feiern nächstes Jahr ihr 45-jähriges Band-Bestehen: Karat, eine der bekanntesten Ostrock-Gruppen, ist 2019 wieder auf Tour. Mit ihrem Programm „Karat akustisch” gastierten sie Samstagabend in der Stadthalle Falkensee – vor fast ausverkauftem Haus.

Das meisten Leute im Publikum, deutlich jenseits der 40, sind mit der Band und deren Songs aufgewachsen. „Wir sind quasi Fans der ersten Stunde”, erzählten Volker und Kathrin Schulze aus Nauen. Seit 1980 begeistern sie sich für Karat. „Es gab damals im Prinzip zwei Lager”, lacht Volker Schulze. „Entweder war man für die Puhdys oder für Karat.“

Tränen der Rührung

Schon beim Betreten der Bühne, noch bevor ein einziger Ton gesungen war, bedachten die Karat-Anhänger ihre Idole mit großem Applaus. Die Band legte los mit etwas ruhigeren und besinnlicheren Stücken. Schon früh kullerten bei so manch einem Fan Tränen der Rührung, sei es wegen der Erinnerung an vergangene Zeiten oder weil die Texte teils melancholisch waren.

Gitarrist Bernd Römer und Sänger Claudius Dreilich Quelle: Enrico Berg

Frontmann Claudius Dreilich verstand es, das Publikum zwischen den Songs mit der einen oder anderen Anekdote zu erheitern.

Nach den ersten Liedern machte Dreilich sich auf den Weg ins Publikum. Die treuen Anhänger konnten den Frontmann ganz nah erleben. Mit glänzenden Augen schauten sie ihre Idole an.

Seite 2005 anderer Sänger

Bei dem Titel „Blumen aus Eis“ hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Stühlen. Die Fans standen, klatschen, sangen mit und tanzten zu dem Song. Besinnlicher ging es beim „Schwanenkönig“ zu. Der Mix aus ruhigen und rockigen Titeln kam gut an.

Ein schweres Erbe hat Dreilich nach dem Tod seines Vaters Herbert Dreilich, dem Leadsänger von Karat, angetreten. Seit 2005 ist er der Sänger von Karat.

Beim „Blauen Planet“ gab es passendes Licht. Quelle: Enrico Berg

Und er wusste, bei wem er sich bedanken musste: „Dank Euch gibt es uns noch”, rief der Sänger zu den Fans.

Bei dem Song „Der blaue Planet“ gab es kein Halten mehr. Die Leute tanzten zwischen den Reihen und sangen jede Textzeile mit. Handys wurden gezückt, es wurde fotografiert und gefilmt. Jeder wollte den ganz speziellen Moment für sich unvergessen machen und festhalten.

Gäsehaut-Moment zum Abschluss

Zum Abschluss erlebte das Publikum bei „Über sieben Brücken”, den wohl bekanntesten Hit, einen absoluten Gänsehaut-Moment. „Wir sind sehr stolz darauf, dass dieser Song von sehr vielen Künstlern gecovert wurde, wobei uns nicht jedes Cover gut gefällt”, erklärte Dreilich und ergänzte: „Aber das Original ist von uns, und das ist das Beste”. So sahen es die eingefleischten Fans auch.

„Es war mein erstes Live-Konzert von Karat und es war sagenhaft”, sagte Renate Zimmermann aus Falkensee. Mit ihrem Mann Klaus-Peter, ihrem Bruder Gerd Lindner und dessen Frau Conny war sie gekommen. „Ich bin mit dieser Musik groß geworden”, erzählte Conny Lindner. Sie war froh, dass Claudius als Sohn das Erbe des Vaters Herbert angenommen hat. „Die Klangfarbe seiner Stimme ist die seines Vaters sehr ähnlich“, so die Mahlsdorferin.

Gruppenfoto mit Band

Die Lindners ließen es sich nicht nehmen und nahmen an der Autogrammstunde teil, die im Anschluss an das Konzert begann.

Endlich haben die Lindners das langersehnte Bandfoto mit Karat bekommen. Von vorn links:. Gerd Lindner, Renate Zimmermann, Conny Lindner Quelle: Enrico Berg

„Endlich habe ich das langersehnte Foto mit der gesamten Band bekommen, das rundet den Abend für mich ab,” strahlte eine glückliche Conny Lindner.

Ein kleines Manko gab es an diesem Abend aus Sicht einiger Besucher trotzdem. Sie bemängelten den Sound in der Halle, wofür aber die Band nichts konnte. Das liege an der Musikanlage, hieß es.

Von Hannelore Berg

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