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Falkensee Quarantäne vorbei, Katzenhaus wieder offen
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16:33 02.11.2018
Jetzt ist wieder alles gut: Die Katzen aus dem Tierheim Falkensee können wieder auf ein neues Zuhause hoffen. Quelle: Privat
Falkensee

Nach sechswöchiger Quarantäne ist das Katzenhaus im Tierheim Falkensee wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Der Bereich musste gesperrt beziehungsweise unter Quarantäne gesetzt werden, nachdem die feline Panleukopenie (Katzenseuche) ausgebrochen war. Die Tierheimleitung hatte die Maßnahme angeordnet, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Dies zeigte auch sofort Wirkung: Danach sind dann keine weiteren Erkrankungen mehr aufgetreten, wie von Rico Lange, 1.Vorsitzender des Vereins, zu erfahren war. „Ein voller Erfolg für alle Katzen, jedoch eine sehr hohe Belastung für den Verein“, sagte er.

Einnahmen sind weggefallen

Denn einerseits seien die Einnahmen durch Abgabe- und Vermittlungsgebühren sowie Besucherspenden im Katzenhaus weggefallen, andererseits seien durch die notwendige medizinische Behandlung der betroffenen Katzen Tierarztrechnungen im mittleren vierstelligen Bereich entstanden.

Ein wenig konnten die finanziellen Folgen der zeitweisen Schließung des Katzenhauses durch die Sachspendenbereitschaft der Bevölkerung abgemildert werden. „Die war wirklich unglaublich“, so Lange. Fast täglich kamen und kommen immer noch die dringend benötigten Materialien wie Schutzanzüge, Einmalhandschuhe und anderes im Katzenhaus an. Ein kleiner Junge kaufte von seinem gesparten Taschengeld Futter und brachte es vorbei. Ein kompletter Einkaufswagen mit Sanitärartikeln wurde gespendet.

Seuche im September eingeschleppt

Die Seuche war in der zweiten Septemberhälfte mit einem Wurf freilebender Kätzchen in das Katzenhaus eingeschleppt worden. Zwei Kätzchen fielen ihr zum Opfer, vier weitere erkrankten, konnten jedoch dank des schnellen Handelns der Katzenhausleitung gerettet werden. Nachdem die Quarantäne verhängt worden war, mussten auch sofort alle Streichelpaten ihre Aktivitäten einstellen.

Externe Besucher durften das Katzenhaus nicht mehr betreten. Zudem wurden die ohnehin strikten Hygienevorschriften noch einmal verschärft, die Versorgung der Katzen durfte teilweise nur in kompletter Schutzkleidung durchgeführt werden, die vor Betreten jedes Katzenzimmers gewechselt werden musste.

Desinfektor wurde bestellt

Um auch wirklich auf Nummer sicher zu gehen, dass der Virus tatsächlich das Katzenhaus verlassen hat, wurde zum Ende der Quarantänezeit ein Desinfektor bestellt – eine besonders ausgebildete und staatlich geprüfte Person. Diese hat befallene Räume mit einer speziellen Prozedur von dem Virus befreit. Dabei wird eine Lösung vernebelt, die sich im Raum verteilt und Viren und Bakterien abtötet. So können nun Katzen wieder unbesorgt aufgenommen werden.

„Es gibt jetzt schon sehr viele Anfragen zu den Katzen, die aufgrund der Quarantäne nicht vermittelt werden konnten“, freut sich Heike Wegner, Leiterin des Katzenhauses. Am Samstag geht es wieder los mit der Vermittlung, wobei die Mitarbeiter mit einem Besucheransturm an diesem Tag rechnen.

Die ersten Katzen konnten in ihr neues Zuhause

Wer aktuell nicht nach einer Katze sucht, sondern sich nur beraten lassen will, der sollte daher lieber in der darauffolgenden Woche vorbeikommen, um lange Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt Heike Wegner.

Noch bevor die ersten Besucher das Katzenhaus wieder betreten dürfen, konnten die ersten Katzen in ein neues Zuhause ausziehen. Hierbei handelt es sich um Tiere, die schon vor Verhängung der Quarantäne Interessenten hatten, jedoch wegen der Quarantäne nicht herausgegeben werden konnten.

Von Andreas Kaatz

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