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17:32 28.04.2019
Pflanzaktion in Falkensee: Elisabeth, Carla und Annabell legten nach dem Einsetzen der Pflanze eine Schutzhülse um den zarten Stamm. Quelle: Enrico Berg
Falkensee

Es war unruhig am Sonnabend im Falkenseer Kinderstadtwald. Unter dem Motto „Saturday for Future“ hatte die Baumschutzgruppe Finkenkrug Kinder eingeladen, um dort Bäume zu pflanzen.

Seit fünf Jahren

Im Oktober 2014 war hier in Zusammenarbeit mit der Organisation „Plant for the planet” mehr als 100 Bäumchen gepflanzt. Seitdem werden im Kinderstadtwald zweimal jährlich junge Bäume gesetzt und gepflegt.

Aufmerksam hören die Kids den Erklärungen von Ralf Gruner (Mitte) zu Quelle: Enrico Berg

Zur Zeit sind die Böden extrem trocken und sehr staubig. Das stellte auch Tobias Schneider aus Falkensee fest. Mit seinem Vater Markus hob er ein Loch aus, um einen kleinen Baum dort zu pflanzen. In dem Erdreich befanden sich reichlich Steine, so dass es ein wenig Mühe kostete, bis die Mulde schließlich groß und vor allem tief genug war.

Wurzelballen beachtet

Tobias hatte zuvor sehr gut zugehört, als Forstingenieur Ralf Gruner, Leiter der Forstschule Finkenkrug, den Kindern erklärte, worauf beim pflanzen zu achten ist. „Das Loch soll mindestens zehn Zentimeter tiefer sein als der Wurzelballen groß ist, hat Herr Gruner uns erklärt”, berichtete Tobias, „und dass man auf die Wurzeln aufpassen muss, die dürfen nicht beschädigt werden.”

Tobias Schneider und sein Vater Markus setzen ihren ersten Baum an diesem Tag Quelle: Enrico Berg

Angehörige der Baumschutzgruppe Finkenkrug standen an diesem Aktionstag den Kindern mit Rat und Tat zur Seite. So wurde den Kids erklärt, dass man die Jungpflanzen bitte nicht in Reih und Glied setzen solle, sondern verteilt über das gesamte Areal, denn die Natur lässt auch nichts in akkuraten Reihen wachsen. „Am 25. April ist der Tag des Baumes”, sagte Gisela Gunkel von der Baumschutzgruppe, „und aus diesem Anlass treffen wir uns an dem darauf folgenden Samstag hier und pflanzen im Kinderstadtwald wieder neue Bäume.“ Die Pflanzen wurden zum größten Teil von den Teilnehmern mitgebracht.

Unterstützung durch Stadt und Feuerwehr

„Ich möchte mich hier noch einmal bei der Stadt Falkensee, besonders beim Grünflächenamt, für den Mutterboden bedanken und dass für Wasser hier vor Ort gesorgt wird. Ganz toll finde ich, dass die Feuerwehr Falkensee uns ebenfalls unterstützt und unseren Wassertank regelmäßig befüllen wird“, sagte Gisela Gunkel.

Abschluss für Schulklasse

Fleißig haben die Kids, teils mit Hilfe der Erwachsenen, die Bäumchen gepflanzt. Für einige war es auch eine Gemeinschaftsarbeit. „Für uns ist es heute auch so etwas wie eine Abschlussveranstaltung unserer Schulklasse“, erklärten Elisabeth, Carla und Annabell. Denn sie wechseln nach den Sommerferien die Schule und dies ist eine der wahrscheinlich letzten gemeinsamen Aktionen als Klassengemeinschaft.

Nähe zu BMX-Platz

Für die jungen Menschen war dies aber keine Pflichtveranstaltung, sie hatten richtig gehend Freude daran, die Pflanzen in den Erdboden zu bringen. Auch die Brüder Sebastian und Lukas Balaci aus Falkensee waren mit Feuereifer bei der Sache. „Mir macht das großen Spaß”, so der 12-jährige Lukas, „zuhause mache ich auch Gartenarbeit, ich arbeite gerne im Freien.“ Er kenne den Kinderstadtwald gut, denn in der Nähe befindet sich der BMX-Platz und dort verbringt er mit seinen Freunden viel Zeit.

Blick auf Bäume richten

„Wir wollen die Kinder für Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit sensibilisieren”, erläuterte Ralf Gruner, „Bäume spielen nicht nur für uns Menschen eine wichtige Rolle.” So sind Bäume nicht nur Sauerstoffspender und Kohlenstoffspeicher. Jeder Wald und jede Baumgruppe sei ein Biotop, so Gruner, und wichtig für unseren Lebensraum.

Saturday for Future war das Motto im Kinderstadtwald Falkensee. v.l.: Udo Appenzeller, Gisela Gunkel und Ralf Gruner von der Baumschutzgruppe Finkenkrug Quelle: Enrico Berg

„Knapp zwanzig Jungpflanzen aus der Pflanzaktion im Herbst haben es leider nicht geschafft. Bedenkt man jedoch, wie trocken der letzte Sommer und auch der Winter waren, ist das recht akzeptabel”, erwähnte Udo Appenzeller, passionierter Jäger und Waldbesitzer, ebenfalls aktiv in der Baumschutzgruppe Finkenkrug. Nach der Neupflanzung bräuchten die Bäume kaum Pflege.

Weltweite Aktion

Am 27. November 1951 wurde er Tag des Baumes von den Vereinten Nationen beschlossen.

Der deutsche „Tag des Baumes“ fand zum erstem Mal am 25. April 1952 statt.

2019 steht die Flatterulme als Baum des Jahres im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen.

„Die Pflanzscheiben werden in regelmäßigen Abständen von Unterwuchs befreit und gewässert”, sagte Martina Dahms, auch sie in der Baumschutzgruppe aktiv.

Aktive Baumschutzgruppe

Das Wichtigste für die Gewächse ist eben das Wasser. Gerade in der trockeneren Zeit ist das überlebenswichtig. Damit das Bewässern gewährleistet werden kann, hat die Baumschutzgruppe Finkenkrug um Unterstützung gebeten. In einem Kalender konnten die Anwesenden sich eintragen und somit diese Aufgabe für jeweils eine Woche übernehmen.

Von Hannelore Berg

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