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Falkensee Debatte über Klimawandel und Migration
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18:14 19.12.2019
Kira Vinke (li.) vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung war in Falkensee zu Gast und sprach im B84. Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Kira Vinke hat schon viel von der Welt gesehen. Geboren in den USA, studierte sie in Berlin, Madrid, Honolulu und Paris internationale Beziehungen. Nun war sie zum ersten Mal in Falkensee. Auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung und der Willkommensinitiative Falkensee sprach sie im offenen Begegnungsraum B84 über „Klimawandel und Migration“. Fast 40 Zuhörer drängten sich in den Raum, um dem Vortrag der Wissenschaftlerin zu folgen, in dem zwei große Themen der Gegenwart verknüpft wurden.

Ausgezeichneter Nachwuchs

Kira Vinke ist Projektleiterin am Potsdamer Institut für Klimaforschung und Ko-Vorsitzende im Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung der Bundesregierung, sie hat an der Humboldt-Universität Berlin zum Thema Klima und Migration promoviert und wurde gerade mit dem Potsdamer Nachwuchs-Wissenschaftler-Preis ausgezeichnet.

Naturwissenschaft und Soziales

In ihrer Arbeit verbindet Kira Vinke naturwissenschaftliche und soziale Forschungen. In ihrem Vortrag wurde diese Verbindung anschaulich gemacht. Viele Tabellen, Grafiken und Zahlen, sie machen Tempo und Ausmaß des Klimawandels greifbar. Erderwärmung, steigende Wasserstände, Vernichtung von Lebensraum sind die Folgen der heutigen Lebensweise. Dabei leiden vor allem die Menschen unter den Folgen des Klimawandels, die ihn am wenigsten verursacht haben.

Fallbeispiele aus Asien

Was das konkret bedeutet, machte Kira Vinke an zwei Fallbeispielen deutlich. Sie selbst hat für ihre Arbeit auf den Marshall-Inseln und im Süden von Bangladesch geforscht und dort Interviews mit Betroffenen und Bedrohten geführt. Wie erklären sie sich die Klimaveränderungen? Wo suchen sie Hilfe? Welche Hoffnungen hegen sie? Welche Ängste haben sie?

Die diskussionsfreudige Zuhörerschaft im B84 wollte im Anschluss von dem Vortrag vieles wissen oder sich zu Positionen austauschen. Das reichte von historischen CO2-Daten bis zur Frage, ob Marktwirtschaft und Aufhalten der Klimakrise vereinbar wären.

Das B84 lädt regelmäßig zum Gedankenaustausch ein. Für den 18. Januar hat die Heinrich-Böll-Stiftung unter der Falkenseer Adresse zu einem Tagesseminar „Rassismuskritisch denken und handeln“ eingeladen.

Von Marlies Schnaibel

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