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Falkensee Kompromiss für Falkenseer Asternplatz gefunden
Lokales Havelland Falkensee Kompromiss für Falkenseer Asternplatz gefunden
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14:14 10.09.2019
Aktueller Anliegerstraßenbau: Die Firma Eurovia setzt zur Zeit die Borde in der Griegallee in Falkensee. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Nils Heibrock war zufrieden: Die Mitglieder des Falkenseer Bauausschusses stimmten am Montagabend für die Ausbauvariante, die auch die Anwohner wollen.

Dabei war dieser Abstimmung ein komplizierter Prozess vorausgegangen. Jahrelang hatten Anwohner und Verwaltung um den bestmöglichen Bau gerungen, die Meinungen lagen anfangs weit auseinander. Die Anwohner von Asternplatz und Asternstraße bildeten die Interessengemeinschaft AST, bündelten ihre Kräfte und Ideen

Verzögerung um ein Jahr

Nils Heibrock und Vanessa Kilian als Sprecher waren die Kontaktleute zu Rathaus und Planern. Der Planer kam dem Vorhaben im vergangenen Jahr auch noch abhanden, als er den Auftrag zurückgab, das Vorhaben verzögerte sich. Der ursprünglich für dieses Jahr geplante Ausbau der Straße musste verschoben werden. Nun steht er für 2020 im Bauprogramm.

Sandstraßen werden zu Wasserstraßen: Hier die Asternstraße. Quelle: Marlies Schnaibel

Die Anwohner hatten sich vor allem dafür eingesetzt, dass möglichst große Teile des Asternplatzes erhalten bleiben und dass die Straßen keine Durchgangsstraße zwischen Bredower Straße und Sonnenstraße wird. Die Einrichtung einer Spielstraße hatte die übergeordnete Verkehrsbehörde abgelehnt, mit Hinweis auf dem dem Spielplatz, der sich auf dem Asternplatz befinde.

Straße wird gekappt

Nun plädierten Anwohner und Abgeordnete für eine Variante, die die Asternstraße im Süden an der Bredower Straße kappt und dort einen Wendehammer einrichtet. „Wir halten diese Variante für eine Bereicherung für alle Einwohner Falkensees, da diese den maximalen Nutzen der Grünanlage und des Spielplatzes Asternplatz und die Verkehrssicherheit sicherstellt“, sagte Nils Heibrock. Der Stadtverwaltung bescheinigte er eine „konstruktive Zusammenarbeit“.

Der Asternplatz ist wegen seines Spielplatzes nicht nur bei Anwohnern beliebt. Quelle: Marlies Schnaibel

Die Entscheidung über Asternplatz und Asternstraße gehörte zu den versöhnlichen Teilen der Bauausschusssitzung. Die Sitzung wurde vom neuen Vorsitzenden Rainer van Raemdonck (AfD) geleitet. Er hatte die schwere Aufgabe, eine Mammutsitzung mit 32 Tagesordnungspunkten zum Anliegerstraßenbau zu leiten.

Straffe Redezeit

Um die Sache straff und konzentriert anzugehen, begrenzte er die Redezeit von Bürgern auf zwei Minuten. Das rief den Protest von Gerd Gunkel (Grüne) hervor, der nach der Rechtsgrundlage für so eine Begrenzung fragte. „Das lege ich so fest“, antwortete der Ausschussvorsitzende.

Freie Wähler für Verschiebung

Nicht der einzige Disput an diesem Abend. Bereits zu Beginn der Debatte hatte Thomas Laduch (Freie Wähler) den Antrag gestellt, vorerst gar nicht über den Anliegerstraßenbau zu beraten. Es fehlen noch die sachkundigen Bürger in den Ausschüssen und die Entscheidung über die Ausrufung des Klimanotstandes. Dieser Sicht wollten sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder aber nicht anschließen.

Protest aus Prenzlauer Straße

Reibereien dann auch bei der folgenden Debatte. Rederecht hatten Anwohner von Straßen, über deren Erschließung zu beraten war. So erhob Dirk Feldmann aus der Prenzlauer Straße schwere Vorwürfe: Die Beschwerden der Bürger werden nicht beantwortet, die geplanten Maßnahmen wurden nicht auf ihre Auswirkungen auf die Umwelt untersucht. Martin Hamann kritisierte, dass nicht alle Varianten zu einer wirtschaftlichen, preiswerten alternativen Bauweise geprüft wurden, dass die Planung in weiten Teilen mangelhaft sei und die Bürgerfragen in der Abwägung unvollständig wiedergegeben wurden. Mit den gegebenen Antworten der Verwaltung zeigten sie sich auch an diesem Abend nicht zufrieden.

Endgültig beschließt über den Ausbau die Stadtverordnetenversammlung, vorgesehen ist das für den 25. September. In einem Masterplan haben die Falkenseer sich 2011 daran gemacht, 100 Kilometer Sandstraßen zu befestigen. Vier Fünftel davon sind bisher geschafft. Für 2020 sind mehr als 20 Straßen vorgesehen.

Von Marlies Schnaibel

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