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Falkensee Kritik an Akustik in der Stadthalle
Lokales Havelland Falkensee Kritik an Akustik in der Stadthalle
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16:58 29.03.2019
Die Männer von Lizard spielen am 12. April bei Spreewilders Konzerte in der Falkenseer Stadthalle. Der Veranstalter stellt für die MAZ-Leser drei mal zwei Freikarten zur Verfügung. Sie werden unter den Zuschriften mit dem Kennwort „Stadthalle“ an havelland@maz-online.de verlost. Quelle: promo
Falkensee

Torsten Starke zieht die Reißleine: „Wir gehen mit dem Spreewilder-Programm nicht mehr in den großen Saal der Falkenseer Stadthalle.“ Negativrekord für den Falkenseer Konzertorganisator war der Auftritt der Blues-Brothers-Show am 1. März. Mit 150 Zuhörern im Saal ist das Ganze weder künstlerisch noch betriebswirtschaftlich zu vertreten.

Foyer-Konzerte funkionieren

„Wir konzentrieren uns auf unsere Foyer-Konzerte“, sagt Torsten Starke, der viele Veranstaltungen für die Firma Falkensee Events von Heiko Richter auf die Beine stellt. Der 54-Jährige aus Burg verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Branche, seit zehn Jahren lebt der Marketing- und Eventmanager in Falkensee und bringt sich da mit seinem Know-how und seiner Begeisterung für Musik mit ein.

Torsten Starke plant die Reihe der Spreewilder Konzerte. Quelle: pirvat

Von den Foyer-Konzerten hat es bisher zehn gegeben. „Die Reihe wächst“, sagt Torsten Starke. Hier lässt sich mit viel Aufwand eine Klubatmosphäre schaffen, gute Musiker gehören dazu, um das Niveau der Veranstaltung zu gewährleisten. Das nächste Mal wieder am 12. April, dann kommen die Rockmusiker von Lizard und die Florian-Lohoff-Band mit Modern Soul Funk und mit Jam-Rock.

Aber den großen Saal sieht Torsten Starke kritisch. „Die Stadthalle wird so von den Falkenseer nicht angenommen“, meint er. Akustik und Atmosphäre sind dabei die Hauptkritikpunkte.

Im Grunde kein Konzertsaal

„Die Stadthalle ist ja nix anderes als eine Neuinterpretation der DDR-Kulturhäuser der 50er-Jahre, gepaart mit einer Neuinterpretation der alten Stadthalle Falkensees“, mokiert sich Andreas Pick in den Sozialen Netzwerken.

Martina Freisinger fügt an: „Es ist ja auch im Grunde kein Konzertsaal. Die Akustik ist so schlecht, dass man Musiker bzw. Redner dort nur mit großer technischer Verstärkung hören kann. Als Sängerin dreht sich mir da der Magen um.“

Torsten Starke kennt die Diskussionen. Er hofft, dass die Halle verbessert werden kann. Natürlich weiß er auch, dass die Halle manchmal ausverkauft ist: Große Namen wie der Kriminalbiologe Mark Benecke oder die großen Ost-Rockbands wie City und Karat finden ihr Publikum. Aber er will für die Besucher auch gute Bedingungen, wenn der Raum etwa geteilt ist. Dann ist die Akustik aber mies, weil Trennwand und Lautsprecher auf diese Situation nicht eingestellt sind.

Marketing geht besser

Auch die Öffentlichkeitsarbeit für der Halle ist ausbaubar. Das fängt bei einer angestaubten Internetseite an. „Für Marketing, Dekoration, Material und Online-Arbeit sollte eine Budget von 50 000 bis 70 000 Euro geschaffen werden“, regt er an. Wenn sich die Bedingungen für Veranstaltungen nicht bessern, sagt er „eine desaströse Entwicklung für unsere Stadthalle“ voraus.

Hoher Zuschuss

Er hofft, dass er eine Debatte in der Stadtverwaltung und in der Stadtverordnetenversammlung anstoßen kann.

Die nächsten Termine

12. April: Spreewilders Konzerte mit Lizard und Florian-Lohoff-Band im Foyer der Stadthalle. 20.30 Uhr

13. April: Maria Crohn – Festival der Travestie: Revue mit Witz, Gesang, großen Kostümen, Starparodien, Illusionen und Stand UP Comedy. 19 Uhr

14. April: Operettengala „Die große Johann-Strauß-Gala“, ab 15.30 Uhr

20. April: Karat akustisch: die legendären Ostrocker gehen auf Tour. 20 Uhr

Die Stadthalle Falkensee braucht jetzt bereits einen jährlichen Unterhaltungszuschuss von mehr als einer Million Euro.

Von Marlies Schnaibel

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