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Falkensee Kulturrallye bietet Musik von allen Kontinenten
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11:16 23.09.2019
Musikerin Lasma wurde von Schülerin Michelle auf dem Cello begleitet. Solo schlug sie härtere Töne an. Quelle: Vivien Tharun
Falkensee

Das „Bündnis gegen Rechts“ veranstaltete am Samstag die Kulturrallye in Falkensee. Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jungend, konnten Besucher elf Konzerte gegen eine Spende von fünf Euro besuchen.

Sebastian Hölzel, Leiter des ASB-Jugendklubs „Alte Post“, kündigte die Musikerin Lasma an. Quelle: Vivien Tharun

„Eine einzige Note kann alle Gefühle wiedergeben“, sagte Musikerin Lasma. Das habe sie selber erlebt. Einmal, da spielte sie auf ihrer E-Gitarre nur einen einzigen Ton und eine Zuhörerin konnte vor Rührung die Tränen nicht zurückhalten, erinnerte sich die Musikerin.

Der E-Gitarre verfallen

Lasma ist 36 Jahre alt. Sie lebt seit 2009 in Berlin und stammt aus Weißrussland. Sie war 17 Jahre alt, als sie zum ersten Mal eine E-Gitarre in die Hand nahm. Seitdem sei sie diesem Instrument verfallen. Sie studierte an einer Universität in Minsk von 2000 bis 2005 die E-Gitarre im Fachbereich Jazz und wurde dann als beste E-Gitarristin des Landes im Präsidialorchester als Solistin engagiert. In Berlin habe sie nun ihre eigene Musikschule.

In den ASB-Jugendklub „Alte Post“ brachte sie musikalische Verstärkung mit. Die Schülerin Michelle unterstütze mit ihrem Cello den Auftritt. „Ich begleite Lasma bei vier Stücken“, sagte die Schülerin. Über Michelles Musiklehrerin sei der Kontakt zu Lasma entstanden. Bis zum Auftritt in Finkenkrug musste es dann schnell gehen: „Wir konnten vor dem Auftritt nur einmal für 30 Minuten proben“, sagte Michelle, die im ersten Teil des Konzerts mitwirkte und gemeinsam mit der Gitarristin eine Mischung aus Rock und Klassik, verbunden mit ungewöhnlichen Stilmitteln, zeigte.

„Musik soll nicht banal sein“

„Mir geht es bei meiner Musik darum, Atmosphäre zu schaffen“, sagte Lasma. Die Klänge sollten die Sinne ansprechen und Liebe zur Musik vermitteln. „Meine Stücke sollen zum Denken anregen. Die Musik soll nicht banal sein“, so die Berlinerin. Darum sei es ihr wichtig, auf Veranstaltungen wie dem CSD, oder eben der Falkenseer Kulturrallye, für Liebe und eigenständiges Denken auf- und einzutreten.

Solo schlug die Musikerin härterer Klänge an und erfüllte den Jugendklub mit einer besonderen Atmosphäre.

Falkenseer Band in der Elsterklause

Die Band "Excyle" spielte ihre Lieder in der Elsterklause. Am Mikro: Florian Schrader, Silas Zimmermann und Yannick Herder spielten Gitarre und Bass und Ricki Bruckdorfer saß am Schlagzeug. Quelle: Vivien Tharun

Bereits im vergangenen Jahr hatten Excyle auf dem Falkenseer Stadtfest gespielt und sich bis zur diesjährigen Falkenseer Stadtrallye musikalisch noch einmal weiterentwickelt. Die Soloeinsätze zeigten, dass die Bandmitglieder etwas von Musik verstehen. Sie verzichteten auf Wiederholungen innerhalb eines Stückes und hoben sich so deutlich vom Mainstream ab.

„Es ist schön, so motivierte Musiker im Haus zu haben“, sagte Uwe Abel. Die Elsterklause war bereits zum fünften Mal Auftrittsort bei der Kulturrallye. „Wir möchten damit ein Zeichen für Einigkeit, Toleranz und gegenseitiges Zuhören setzen“, sagte Abel.

Von Vivien Tharun

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