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Falkensee Kunst und Natur genießen
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18:11 03.05.2018
Die Ateliers im Havelland laden am Wochenende zum Besuch ein. Quelle: Marlies Schnaibel
Havelland

Der Falkenseer Maler Herrmann Lüddecke öffnet am Sonnabend nicht sein Atelier, er geht ins Museum der Stadt. Am Nachmittag ist er von 14 bis 16 Uhr in der aktuellen Ausstellung, um mit Besuchern über seine hier gezeigten Bilder, über Malerei und die Kunst zu sprechen. Das Museum beteiligt sich an der jährlichen Aktion der offenen Ateliers, indem es zu Kunstgesprächen in die Galerie des Hauses einlädt. Selbst bietet es Sonderöffnungszeiten an, am Sonnabend und am Sonntag ist das Haus in der Falkenhagener Straße 77 länger geöffnet – und zwar von 11 bis 18 Uhr.

Mehr als 700 Künstler beteiligen sich

So die allgemeinen Zeiten, zu denen die meisten Atelies an diesem Wochenende im Lande öffnen. In ganz Brandenburg sind es mehr als 700. Künstlerinnen und Künstler aus vierzehn brandenburgischen Landkreisen und den beiden Städten Potsdam und Cottbus beteiligen sich an der Aktion. Hier sind Interessierte eingeladen, den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, ins Gespräch zu kommen oder sich auch selbst künstlerisch zu erproben – um dann nicht nur die Erinnerungen an besondere Erlebnisse und Begegnungen, sondern auch Kunstwerke und Kunsthandwerk mit nach Hause zu nehmen.

Falkensee als Kulturhochburg

Im Landkreis Havelland gewähren mehr als einhundert Maler, Grafiker, Bildhauer und Keramiker Einblick in 59 Ateliers und in ihr künstlerisches Schaffen. Hauptkunstort ist dabei wieder Falkensee, hier hatte die Aktion der offenen Ateliers ja überhaupt Anfang der 90er-Jahre ihren Anfang gehabt. An diesem Maiwochenende machen allein in Falkensee 21 kunstvolle Stationen mit. Neben dem Museum auch die Galerie Schneeweiß, in der am Sonnabend eine neue Ausstellung mit Arbeiten von Karin Viesel eröffnet wird. Am Sonntagnachmittag führt sie in die Kunst der Tischmalerei mit ihrer asiatischen Tradition ein.

Buchillustration ausprobiert

Neben Museum und Galerie öffnen viele private Ateliers und Gärten, so der von Dorothea Flechsig in Waldheim. „Die Besucher können erfahren, wie ein Kinderbuch entsteht“, erzählt die Autorin. Am Sonnabend um 14.30 Uhr liest sie aus ihrem Kinderbuch „Ritter Kahlbutz – Besuch aus der Vergangenheit“ und am Sonntag zur gleichen Zeit aus „Petronella Glückschuh“. Dabei beantwortet sie nicht alleine die Fragen der kleinen und großen Besucher. „Als Gast ist die Illustratorin Katrin Inzinger da, mit der ich seit vielen Jahren zusammenarbeite. Sie malt mit Kindern kleine Buchillustrationen. Hier können die Besucher selbst kreativ werden und eine Erinnerung mit nach Hause nehmen.“

Metall in Bewegung

Wer sich mehr zutraut, der kann nach Lietzow fahren. Bei Frantek P. Riedel sind nicht nur Metallgegenstände und Metallbilder unter dem Motto „Metall in Bewegung“ zu sehen, hier kann unter Anleitung auch ein Kunstwerk geschweißt werden.

Kulturmühle Perwenitz geöffnet

Viele Besucher nutzen erfahrungsgemäß die Tage des offenen Ateliers auch als Ausflug ins Grüne. Wer mag kann dabei gleich geballt Kunst und Natur genießen. Etwa auf der Reise in die Kulturmühle nach Perwenitz. „Das Café hat geöffnet und eine Gruppe von befreundeten Künstlern stellt sich in den großen Räumen der Kulturmühle vor“, sagt Gudrun Venter, die selbst mit ihrer Malerei vertreten ist. Malerei, Objektkunst und Fotografie von Heinz Bert Dreckmann, Katharina Kulpok, Ingo Kuzia, Eva Paul, Susanne Pomerance, Susann Schaer und anderen ist am Ortsrand von Perwenitz zu sehen.

Mitten im Grünen, gleich hinter Seeburg liegt das Atelierhaus Panzerhalle in Groß Glienicke. Hier hat die Falkenseer Malerein Monika Funke-Stern ihr Atelier und lädt für Sonntag zum Besuch und zum Gespräch über ihre Videokunst ein.

Von Marlies Schnaibel

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