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Falkensee Landrat zwischen BMX und Bogenschießen
Lokales Havelland Falkensee Landrat zwischen BMX und Bogenschießen
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18:41 25.07.2019
Landrat, Vereinsvorsitzende und Bürgermeister (v.r.) auf der BMX-Anlage, die Mathias auch bei fast 40 Grad sportlich nutzt. Quelle: Foto: Marlies Schnaibel
Falkensee

Mehr als 15 Stationen hatte sich Landrat Roger Lewandowski (CDU) für seine Havellandreise in dieser Woche vorgenommen. „Ich will in die Orte und zu den Menschen“, sagte er. Am Donnerstag machte er in Falkensee Station.

Der Terminplan reichte vom Gespräch beim Verein Eintracht Falkensee und bei FAM Hausmeister Dienste GmbH bis zur Kaffeerösterei. Zwischendurch hatte er zwei Vereine besucht, die sich mit Kinder- und Jugendarbeit befassen.

Besuch bei BMX-Fahrern

Erst einmal erklommen Landrat und Bürgermeister Heiko Müller (SPD) den Starthügel der BMX- und MTB-Anlage des Vereins Pic Trail Raiders. Von hier zeigte ihnen der 15-jährige Mathias, was er drauf hat. Auch, wenn Lewandowski und Müller Radfahrer sind, den BMX-Künstlern brachten sie erstmal grenzenlose Bewunderung entgegen.

Ideales Hobby

Mathias nahm es gelassen. Für ihn ist es das ideale Hobby. „Als Kind wollte ich mit dem Fahrrad fliegen“, erzählt er, mit dem BMX ist das sozusagen in Erfüllung gegangen. Wenn man einen Trick landet oder einem als Erstem in der Gruppe ein Sprung gelingt, das sind die schönen Momente für ihn.

Kraft und Geschicklichkeit

Kraft und Geschicklichkeit sind gefragt. Und das nicht nur, wenn die Jungs mit ihren BMX oder Mountainbikes auf die Strecke gehen. Kraft und Geschicklichkeit sind auch gefragt, wenn sie sich ihre Anlage selbst bauen. „Das ist ja auch das Schöne an dieser Anlage“, erklärt Ulrike Legner-Bundschuh, sie hatte den Verein vor mehr als zehn Jahren ins Leben gerufen, sie hält die Vereinsstruktur zusammen und begleitet den Verein durch manchen personellen Wechsel, manches Auf und Ab. Viel Geld steht dem Verein nicht zur Verfügung, große Sprünge können die Jungs nur auf der Anlage mit dem Rad machen. Aber die Stadt unterstützt das Projekt. Sie stellt die Fläche und leistet auch manchmal unkomplizierte Hilfe. „Die jungen Leute bekommen hier nichts Fertiges vorgesetzt, sie erhalten hier die Möglichkeit, selbst etwas zu gestalten“, sagt sie.

Debatte über Einzäunen

Der Landrat will wissen, wer die Anlage nutzt, wie sieht es mit Vandalismus aus? Ja, gelegentlich wird der Container mit Werkzeugen aufgebrochen, manchmal zerfahren Moped- oder Motorradfahrer die mühsam angelegten Hügel. „Aber Einzäunen ist für uns keine Lösung und keine Option“, sagte Bürgermeister Heiko Müller. Es soll eine offene Anlage und ein Angebot für junge Leute sein.

Angebote im Saftladen

Ähnlich sieht man das auch am Jugendklub Saftladen im Gutspark. Auch hier kann das Gelände am Wochenende genutzt werden, können junge Leute Basketball spielen oder schwatzen. Räumlich und inhaltlich offen – so das Credo des Jugendklubs, für den die Stadt Falkensee das Haus stellt und der Verein Mikado das Fachpersonal. Karen Voigtle leitet den Klub und führte den Landrat durch die Räume. Der war erstmal überrascht, wie „ordentlich“ es überall aussah. „Nach dem Brand vor fünf Jahren hatten wir die Jugendlichen gefragt, wie sie die Einrichtung wollen“, erzählt Karen Voigtle, „und die wollten es modern.“

Fast sachlich sieht es in den Räumen aus. Hier können die Besucher zum einen an dem betreuten Hausaufgabenprojekt teilnehmen, die älteren in der unteren Etage kommen zum Billardspielen, Schwatzen, Chillen.

Bürgermeister und Landrat werden aufs Bogenschießen vorbereitet. Quelle: Marlies Schnaibel

Draußen sind auch an dem heißen Donnerstag die Graffiti-Experten an der großen Wand in Aktion, unter Anleitung von Björn Sickel können die Mädchen und Jungen sich im Bogenschießen versuchen. Auch Landrat und Bürgermeister müssen an diesem Tag ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

Von Marlies Schnaibel

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