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11:25 23.09.2019
Lange Nacht der Volkshochschule: Das Tanzen unterm Sternenhimmel war besonders beliebt. Christine Grothe und Karsten Schröder zeigten, wie es geht. Quelle: Laura Sander
Falkensee

Unter dem Motto „100 Jahre Wissen teilen“ fand am Freitagabend die Lange Nacht der Volkshochschule (VHS) am Falkenseer Standort in der Poststraße statt. Ein vielfältiges Programm erwartete die Besucher, die sich auf eine Reise in unterschiedlichste Wissensbereiche begeben konnten.

Tanz unterm Sternenhimmel

Besonders beliebt war der Tanz unterm Sternenhimmel: Mit roten Wangen und konzentrierten Blicken wurden Walzer, Disco Fox und Tango Argentino geprobt. „Wir tanzen seit 2013 zusammen und nehmen an internationalen Turnieren teil. Außerdem unterrichten wir in Schönwalde-Glien Standardtanz für die VHS“, sagte Christine Grothe, die gemeinsam mit Partner Karsten Schröder die Tanzwilligen anleitete. „Es ist das schönste Hobby, daher wollen wir unser Wissen weitergeben. Die VHS ist für jeden offen, der sich in verschiedenen Bereichen ausprobieren möchte“, so Grothe weiter.

Unter dem Motto „100 Jahre Wissen teilen“ fand am Freitagabend die Lange Nacht der Volkshochschule (VHS) in Falkensee statt. Ein vielfältiges Programm erwartete die Besucher, die sich auf eine Reise in unterschiedlichste Wissensbereiche begeben konnten.

Für Simone Klemm aus Falkensee sind das vor allem die Gesundheitsangebote. „Ich habe Pilates und Zumba gemacht und belege weiterhin Kurse. Außerdem habe ich italienisch kochen gelernt und einen Kurs für Business Englisch absolviert“, sagte sie am Freitag.

Fünf Referenten teilten ihr Wissen

Wie vielfältig Interessen sein können, zeigten an diesem Abend gleich fünf Referenten, die ihr Wissen, das sie auf ganz unterschiedliche Weise erlangt hatten, weitergaben. Einige waren einst selbst Schüler einer Volkshochschule gewesen. Bernhard Schmidt hatte an der Abendschule sein Abitur gemacht, das ihm den Weg zum Studium ebnete, es wurden gleich zwei: Musik und Religion. Und genau über das Verhältnis von Musik und Religion sprach er am Freitag.

Marlies Schnaibel wiederum setzte sich nach ihrem Abitur auf die VHS-Schulbank in die Kurse Stenografie und Schreibmaschine. Gute Voraussetzungen, um in ihrem angestrebten Journalistenberuf schnell mitschreiben und tippen zu können. „Uns unterrichtete eine ältere, angesäuerte Dame, die Wert darauf legte, mit Fräulein angesprochen zu werden“, erzählte sie. „Volkshochschule wirkte auf mich damals verstaubt und freudlos, erst später habe ich gemerkt, wie frisch, modern, bunt und unterhaltsam so eine Einrichtung ist“, sagte die Referentin.

Am Freitag sprach sie über „Königin Luise – das Covergirl der Preußen“ und staubte den Mythos etwas ab.

Flotte Krabbeltiere

Von der flotten Luise zu flotten Käfern und Krabbeltieren: Carsten Scheibe ist Biologe und die Kamera sein ständiger Begleiter. So entstand eine Vielzahl an Aufnahmen von der Pferdebremse über den gemeinen Ohrenwurm bis hin zum Ammendornfinger, der wohl giftigsten Spinne Europas. Alle Fotos nahm er mit einigen wenigen Ausnahmen in Falkensee und Dallgow-Döberitz auf. In der Gartenstadt avancierte er in den vergangenen Jahren zu einem wahren Insekten-Experten. „Über Facebook bekomme ich immer wieder Anfragen, wenn die Leute nicht weiterkommen“, so Scheibe.

Auf unterhaltsame Wissensvermittlung wurde in der Langen Nacht der Volkshochschule Wert gelegt. Harald Sempf, Dezernent der Stadt Falkensee, hatte aus diesem Grund seine Uniform angezogen und sprach über seine Aufgaben als Reserveoffizier und über seine Zeit bei der Volksmarine. Er erzählte vom Blick auf die dänischen Inseln ebenso wie auf mehr oder weniger offizielle Kontakte zu Russen in Kleipeda. Und er verriet, was er als Ersatzkoch in der Miniküche der Fregatte für die 38-Mann-Besatzung kochte: „Am besten gingen Spaghetti mit Tomatensoße.“

Als letzter Experte des Abends sprach Frank Dittmer, Leiter der VHS, über die Erwachsenenbildung und stellte die Frage: Hat Hänschen wirklich ausgelernt?

Von Laura Sander

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