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Falkensee Leser spenden 4516 Euro für die Falkenseer Tafel
Lokales Havelland Falkensee Leser spenden 4516 Euro für die Falkenseer Tafel
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11:13 31.12.2019
Die Mitarbeiter der Tafel Falkensee arbeiten auch Heiligabend und Silvester. Ilona Hilker leitet die Tafel. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

Die MAZ-Leser machten es möglich: Sie spendeten bei der diesjährigen Weihnachtsaktion „Sterntaler“ der Lokalredaktion 4516 Euro für die Falkenseer Tafel. Die kann mit dem Geld die dringend erforderliche Umrüstung ihrer Fahrzeuge vornehmen.

„Wir sind sehr dankbar und froh über die Spenden der Havelländer“, sagte Volker Mueller, der Vorsitzende des Vereins Falkenseer Tafel. Hier wird die Essensausgabe an Bedürftige organisiert.

Der Verein gründete sich im Jahr 2000

Angefangen hatte in Falkensee alles mit nicht richtig sortierten Kisten, Äpfel und Möhren war bei diesem Anfang dabei. Der Verein Falkenseer Tafel gründete sich 2000, seine Mitglieder wollten helfen und der Start war eben bescheiden und etwas holprig.

Vier Wochen hat die MAZ-Lokalredaktion die Mitarbeiter der Falkenseer Tafel bei ihrer Arbeit begleitet.

„Wir waren von Anfang an überlaufen“, erinnert sich Vereinsvorsitzender Volker Mueller. Die Tafel begann mit der Ausgabe von Lebensmitteln in der Sozialstation der Volkssolidarität in der Finkenkruger Straße. Die Tafel-Mitarbeiter und Tafel-Helfer lernten schnell, ihre Hilfe zu professionalisieren. Bald kamen eigene Räume in der Potsdamer Straße hinzu, auch eigene Fahrzeuge. Am Anfang stand noch „Hamburger Tafel e.V.“ auf einem der Autos, es war ein Geschenk des Hamburger Vereins.

Mehrmals umgezogen

Inzwischen ist der Verein mehrmals umgezogen. Im vergangenen Jahr drohte fast das Aus, weil das bisherige Domizil nicht mehr genutzt werden konnte. Doch dann fand sich in der Döberitzer Straße 15 eine Lösung auf dem Gelände der ehemaligen Kunststofffabrik. „Wir sind sehr froh über diese Lage und haben ein gutes Verhältnis zum Vermieter“, freut sich Volker Mueller über diese Lösung.

Auf dem picobello aufgeräumten Gelände haben auch die Möbelbörse und die Kleiderkammer ihren Platz. Alle drei Einrichtungen agieren unter dem Dach des Humanistischen Freidenkerbundes.

Immer mehr Bedürftige

„Wir haben bei der Vereinsgründung eigentlich gedacht, wir werden mal überflüssig“, blickt Volker Mueller zurück, aber das ist nicht eingetreten. Immer mehr Bedürftige kommen, in Falkensee werden mehr als 550 Familien und Bedürftige versorgt. Viele Rentner, auch Flüchtlinge.

Gemeinnützig und mildtätig – so der Status des Vereins der Falkenseer Tafel. Und das mit dem „Mildtätigen“ wird von wenigen Hauptamtlichen und einer Schar ehrenamtlicher Helfer Tag für Tag organisiert. Von Anfang an dabei ist Ilona Hilker. Auch sie ist froh über die neuen Räume. Ein bisschen wird noch umgebaut, dann kann im Frühjahr die Kleiderkammer ihren eigenen Raum bekommen.

Weiterhin auf Hilfe angewiesen

Zur Zeit drängen sich Möbelbörse und Kleiderkammer in einen Raum. „Wenn wir mehr Platz haben, nehmen wir auch wieder mehr Sachen an“, sagt Ilona Hilker. Seit die Kleiderkammer des ASB wegen des mehrfachen Wasserschadens geschlossen ist, spüren die Mitarbeiter in der Döberitzer Straße die größere Nachfrage. Vielen kann geholfen werden.

Damit das so bleibt, sind die Falkenseer Tafel, aber auch Möbelbörse und Kleiderkammer auf Hilfe angewiesen. Ilona Hilker kann sich noch an das erste Fahrzeug erinnern. Es war ein Geschenk, aber das Geld für Benzin musste damals schon gesammelt werden. Da hieß es Klinkenputzen. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Spenden kommen gerade recht

Sie brauchen Geld für Miete, Versicherungen, Benzin. Ohne die vielen Helfer könnte der Verein nicht selbst zum Helfer werden. Da kommen die Spenden der MAZ-Sterntaler-Aktion gerade recht. Mit diesem Geld sollen die Fahrzeuge nun sicherheitstechnisch umgerüstet werden.

Aber auch von anderen Seiten kommt immer wieder Hilfe: sei es von der Sparkasse, sei es aus der Aktion Menschenskinder oder seien es Geschäftsleute vor Ort, die helfen. So hat der Friseurladen „Molly’s Struppelshop“ mehrmals den Erlös seiner Weinverkostungsabende dem Verein zur Verfügung gestellt.

Schöne, aber auch schwere Arbeit

Oder seien es Falkenseer, die einfach vorbei kommen und helfen. Und auch mal den ehrenamtlichen Frauen und Männern ein kleines Dankeschön sagen. Die leisten zwischen Äpfeln und Möhren eine schöne, aber auch schwere Arbeit. Auch am Heiligabend oder Silvestertag.

Von Marlies Schnaibel

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