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Falkensee Lokale Hilfsnetzwerke wachsen
Lokales Havelland Falkensee Lokale Hilfsnetzwerke wachsen
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17:16 23.03.2020
Hilfe beim Einkaufen. Quelle: imago/Jochen Tack
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Schönwalde/Falkensee

Im Havelland entstehen immer mehr Netzwerke für Hilfsangebote in der Corona-Krise. In Falkensee hatten sich das Jugendforum, das Netzwerk „Fahrradfreundliches Falkensee“ und die Interkulturelle Begegnungsstätte B 84 sehr schnell mit ihren Hilfsangeboten an die Öffentlichkeit gewandt. Dazu kommen jetzt auch andere Angebote.

Seniorenrat hilft

So bietet der Schönwalder Seniorenrat zusätzliche Unterstützung an. Seit mehreren Jahren organisiert die Seniorenbeauftragte von Schönwalde-Glien, Brigitte Römer, unterstützt durch den Seniorenrat, Hilfsangebote für seh- und gehbehinderte Schönwalder Seniorinnen und Senioren.

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„Ehrenamtliche Helfer holen sie von Zuhause ab und begleiten sie zu Arztbesuchen, zum Friseur oder zum Einkaufen. Im Wartezimmer nicht mehr allein zu sitzen oder sich im Supermarkt das Joghurt selbst aussuchen zu können, das wird gern angenommen“, berichtet Brigitte Römer von ihren guten Erfahrungen.

Hilfe in allen Ortsteilen

An diese guten Erfahrungen wollen die Schönwalder in diesen schwierigen Corona-Tagen anknüpfen und das Angebot noch einmal ausweiten. Wer also in der Gemeinde Hilfe beim Einkaufen benötigt oder für wen eingekauft werden soll, möge sich an die Seniorenbeauftragte der Gemeinde wenden. Das geht telefonisch unter 0176/813112771 oder per E-Mail seniorenbeauftragte@gemeinde-schoenwalde-glien.de „In allen sieben Ortsteilen stehen Helfer und Helferinnen bereit, um zu unterstützen“, sagt Brigitte Römer.

SPD Falkensee mit Hilfstruppe

Nachbarschaftliche Unterstützung gibt es auch von der SPD in Falkensee. Damit soll Menschen in Quarantäne oder aus Risikogruppen wie Personen mit Vorerkrankungen, mit Behinderungen oder einfach älteren Menschen geholfen werden. Die Helfer wollen Besorgungen erledigen, damit potenziell Gefährdete zu Hause bleiben können. Dazu gehören der Einkauf im Supermarkt oder in der Apotheke, die Rezeptabholung beim Arzt oder ähnliches.

Frühzeitig beginnen

„Es ist wichtig, unterstützende Netzwerke früh aufzubauen. So können Betroffene, wenn nötig, sicher zu Hause bleiben“, sagt Julia Haebler,Vorstandsmitglied der SPD Falkensee.

Hilfstelefone in Falkensee

Das Sorgentelefon in Falkensee ist von montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr unter folgenden Rufnummern zu erreichen: 03322/ 2818-01, -02, -03 und -04.

Das interkulturelle Zentrum B84 bietet ein Hilfstelefon unter der Nummer 03322/2938901 für Hilfsbedürftige an, es ist montags bis samstags von 10 bis 14 Uhr zu erreichen.

Das BBZ am Gutspark hat montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr ein Sorgentelefon für alle Anliegen der Bürgerinnen und Bürger geschaltet. Dieses ist unter den Telefonnummern 03322- 3265 oder 03322-214657 zu erreichen.

Der Stadtverband der Linken bietet eine Telefon-Hilfe-Hotline am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr und am Dienstag von 16 bis 18 Uhr direkt unter der Rufnummer 03322-423139 an. Daneben ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

Die Teilhabe-Beratungsstelle der EUTB berät vorzugsweise telefonisch unter 03322-4227167 oder 0176 76657133 oder per E-Mail an uta.lauer@behinderte-eltern.de.

Die Heilig-Geist-Kirchengemeinde hat ein Seelsorgetelefon eingerichtet. Unter der Telefonnummer 03322-235443 können Anfragen zu konkreten Hilfeleistungen gestellt werden.

„Es ist uns wichtig, sowohl die zu Unterstützenden als auch die Helfenden zu schützen. Deshalb achten wir darauf, allen Regulierungen zur Wahrung der physischen Distanz zu entsprechen“, so Günter Wallbaum, Schatzmeister der SPD Falkensee. Zwölf Helfer hat er bereits auf seiner Liste. „Wenn die Hilfe notwendig sind, wollen wir vorbereitet sein“, sagt er.

Bargeldlose Hilfe

Über den Ablauf der Hilfsleistungen haben sich die Sozialdemokraten schon genaue Gedanken gemacht: Wer Hilfe wünscht, kann seine Besorgungsliste (bis zu einem Wert von 100 Euro) von Montag bis Sonntag zwischen 9 und 15 Uhr per Telefon 0172- 8078381 oder per E-Mail unter coronahilfe@spd-falkensee.de durchgeben. Die Einkäufe werden vor der Tür abgestellt, ein Besuch in der Wohnung wird vermieden. Die Bezahlung soll bargeldlos erfolgen. Wie das funktioniert, können die Helfer per Mail oder Telefon erklären.

Von Marlies Schnaibel