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Falkensee Herzlich und beherzt: Das sind die Helfer der Falkenseer Tafel
Lokales Havelland Falkensee Herzlich und beherzt: Das sind die Helfer der Falkenseer Tafel
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11:42 06.12.2019
Ehrenamtlich für andere in Aktion: Nicole Grosser von der Falkenseer Tafel. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

„Man darf sich nicht ekeln“, sagt Brigitte Kunle. Sie hilft seit Jahren ehrenamtlich bei der Falkenseer Tafel. Eine gewisse Alltagstauglichkeit ist da von Vorteil, die Arbeit hier ist nichts für empfindliche Gemüter.

Schimmel und Matsch

„Da ist eben auch mal eine Mandarine verschimmelt, eine Banane ganz matschig. Da greift man manchmal auch rein“, sagt sie. Das Schimmlige und das Matschige wird ausrangiert, ohne großes Gewese zu machen. Viel Zeit haben die Frauen sowieso nicht. Wenn Ausgabetag ist haben sie viel zu tun und es muss schnell gehen.

Obst und Gemüse gibt es an de Tafeltagen. Brigitte Kunle hat die Schwachstellen im Blick. Quelle: Danilo Hafer

Dienstag, Donnerstag und Sonnabend werden Lebensmittel bei den Supermärkten eingesammelt, die Frauen müssen alles schnell in die halle bringen, sortieren und portionsweise für die Ausgabe vorbereiten. „Das ist auch noch körperlich anstrengend“, weiß Brigitte Kunle. Und trotz allem sagt sie: „Das ist eine schöne Arbeit.“

Unter Leuten

Sie ist gern hier. „Mir ist zu Hause die Decke auf den Kopf gefallen, da habe ich gesucht, was ich ehrenamtlich machen kann“, erzählt sie. So kam die Rohrbeckerin zur Falkenseer Tafel und ist gern hier. „Es ist schön hier, man kommt unter Leute und lernt sich kennen“, sagt sie.

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Liebe Leser, Sie können auch im Jahr 2019 wieder dafür sorgen, dass die MAZ-Weihnachtsaktion ein Erfolg wird.

Wenn Sie spenden wollen, nutzen Sie bitte das Konto der Falkenseer Tafel bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse DE29 1605 0000 3812 0062 34.

Bitte das Kennwort „Sterntaler“ nicht vergessen.

Alle Spenden fließen in voller Höhe dem Verein der Falkenseer Tafel zu.

Falls Sie eine Spendenquittung benötigen, vermerken Sie das bitte beim Überweisen.

Die Frauen sind ein eingespieltes Team, jede weiß, wo sie anpacken, auspacken oder umpacken muss. „Das macht hier Spaß, obwohl es körperlich und auch menschlich oft schwer ist“, sagt auch Nicole Grosser. Die Falkenseerin kam über einen Freund zur Kleiderkammer, die gemeinsam mit Möbelbörse und Falkenseer Tafel vom Humanistischen Freidenkerbund betrieben wird.

Zuhören gehört dazu

Von der Kleiderkammer kam die ehemalige Kellnerin zur Tafel. Die Arbeit mit Menschen liegt ihr, das Schöne und das Schwere liegen hier nah beieinander. Hier werden nicht nur Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben, hier wird auch geredet. „Man hört sich viel an“, sagt sie. Das kann das neue Enkelkind sein, das kann aber auch der Kummer von einer Frau sein, deren Mutter gerade gestorben ist.

Gutes Gefühl

„Gerade mit unseren Stammkunden kommen wir ins Gespräch“, sagt Nicole Grosser, „da erzähle ich manchmal auch was von mir und bekomme Ratschläge.“ Sie mag diese menschliche Seite der Tafel-Arbeit. Für sie ist es ein gutes Gefühl, anderen zu helfen.

Deshalb wünscht sie sich: „Dass viele uns unterstützen.“ Monat für Monat müssen Spenden gesammelt werden, damit die Tafel den Bedürftigen helfen kann, die MAZ-Weihnachtsaktion ist ein Teil dieser Hilfe. Und auch das wünscht sie sich: „Dass die Leute verstehen, was das für eine schwere Arbeit ist.“ Schwer im körperlichen und psychischen Sinne.

Drei Tage geöffnet

Mehr ehrenamtliche Mitstreiter und Mitstreiterinnen kann das Tafel-Team dabei noch gebrauchen. Denn die Aufgabe mit dem Auspacken und Sortieren bleibt gleich groß, auch wenn Leute krank sind oder die Schicht aus anderen Gründen unterbesetzt ist. Die Tafel in Falkensee hat an drei Tagen in der Woche geöffnet.

Auch die Feiertage sind für die Helfer kein Grund zum Ausruhen. „Wir haben auch Heiligabend, der diesmal auf einen Dienstag fällt, offen“, sagt Ilona Hilker, Leiterin des Falkenseer Tafel-Standortes. Das ist hier keine Aufgabe fürs Schönwetter-Ehrenamt.

Von Marlies Schnaibel

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