Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Falkensee Stabile Wasserpreise, neue Leitungen
Lokales Havelland Falkensee Stabile Wasserpreise, neue Leitungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:40 27.12.2018
Für das Wasserwerk Staaken werden im kommenden Jahr zwei neue Brunnen gebohrt. Quelle: Danilo Hafer
Anzeige
Falkensee

Als Geschäftsmann ist Günter Fredrich mit dem Supersommer 2018 zufrieden: „Wir haben fast eine Millionen Kubikmeter mehr Wasser verkauft als im Vorjahr“, sagt der Chef der Owa GmbH, der Osthavelländischen Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH. Insgesamt wurden es 7,4 Millionen Kubikmeter. Das ist gut fürs betriebswirtschaftliche Ergebnis. „Die Wasserpreise bleiben stabil“, sagt Fredrich. 1,50 Euro je Kubikmeter im gesamten Owa-Universum. „Seit dem Jahr 2000 haben wir stabile Preise“, sagt Fredrich nicht ohne Stolz.

Stabile Gebühren

Auch für die Abwasserentsorgung bleiben die Gebühren stabil, für Dallgow werden sie ab Jahresanfang von 2,30 auf dann 2,21 Euro je Kubikmeter Abwasser gesenkt. Fast 3200 Kunden hat die Owa in Dallgow-Döberitz. In Falkensee sind es 13803, die zahlen bereits die 2,21 Euro. Die Gebühren werden im Zwei-Jahres-Rhythmus neu berechnet.

Anzeige

Protest über Gestank

Für das kommende Jahr hat sich die Gesellschaft einiges vorgenommen. Im Abwasserbereich soll etwas an der Finkenkruger Straße in Falkensee passieren. Die Anwohner können aufatmen: Die Ursache für die häufige Geruchsbelästigung wird beseitigt. Der Bau einer neuen unterirdischen Abwasserdruckleitung vom Bereich an der Rudolf-Breitscheid-Straße bis zum Pumpwerk auf Höhe der Polizeiwache wird verhindern, dass Abwasser in offene Schächte geleitet wird und es dadurch stinkt. Insgesamt 1250 Meter misst die neue Leitung. „Das ist die größte Einzelmaßnahme im Abwasserbereich“, sagt Günter Fredrich.

Verbindung mit Straßenbau

Wesentlich mehr wird im Wasser-Bereich aufgewendet. Wie bereits seit Jahren wird in neue Leitungen investiert – und genau da, wo der Anliegerstraßenbau geplant ist. „Mit den Straßen für 2019 sind wir fertig“, sagt der Geschäftsführer. Im kommenden Jahr wird dann der Vorlauf für den Straßenbau 2020 geschaffen. „Bei manchen Straßen müssen wir schauen, ob sie gebaut werden, wie die Solinger Straße, und wir schauen, wo unsere Leitungen liegen“, erklärt der Owa-Chef. Liegen die Leitungen deutlich neben der geplanten Straße, könnten sie auch später erneuert werden, ohne die neue Straße aufzureißen.

Austausch alter Rohre

Denn neben dem Anliegerstraßenbau gibt es einen weiteren Grund für die systematische Arbeit am Rohrnetz. Die alten Stahlrohre sind rund 80 Jahre alt und sie sind rohrbruch-gefährdet. Auch die Asbestzementrohre aus den 60er- und 70er-Jahren sind störanfällig. „Schritt für Schritt werden wir sie erneuern“, sagt Günter Fredrich. Heute werden zumeist PE-Rohre verlegt, Kunststoffrohre aus Polyethylen. Und wenn, dann werden die Rohre auch tiefer gelegt als bisher. Statt 1,20 Meter auf eine Tiefe, dass sie von 1,45 Meter Erdreich überdeckt sind. Fredrich erinnert sich mit Unbehagen daran, wie es war, als im Winter 1997/97 eine Hauptleitung zugefroren war.

Neue Brunnen im Havelland

Aber nicht nur der Frost lässt die Fachleute in Aktion treten. Auch der Super-Sommer beeinflusst die Planung. Auch wenn die Owa gut über den Sommer gekommen ist und es keine Probleme mit dem „Grundwasserdargebot“ gab, soll das System durch mehr Reserven stabilisiert werden. „Wir wollen in Friesack einen vierten Brunnen bohren“, erklärt er, „für das Wasserwerk Staaken kommen zu den mehr als 20 Brunnen zwei neue hinzu.“

Von Marlies Schnaibel