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Falkensee Neuruppiner räumen beim Ribbecker Contest ab
Lokales Havelland Falkensee Neuruppiner räumen beim Ribbecker Contest ab
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17:24 03.06.2019
Die Neuruppiner Band Joker gewann den Contest mit dem Song „So lieb, so lieb“.. Quelle: Tanja M. Marotzke
Ribbeck

Die Band Joker der Neuruppiner Jugendkunstschule gewann den erstmals ausgetragenen Contest „Sing den Theo“. Zu dem hatten die Havelländischen Musikfestspiele für Sonntag in den Schlossgarten von Ribbeck eingeladen.

Teilnehmer aus Neuruppin, Falkensee, Rathenow, Berlin, Oranienburg, Hohen Neuendorf und Angermünde nahmen am Contest der Havelländischen Musikfestspiele teil.

Die Schülerband überzeugte mit dem Lied „So lieb, so lieb“, für das die Jungmusiker einen Text über Fontanes Frauen schrieben und ihm einen zwingenden Mit-Klatsch-Rhythmus verpassten. Sie schilderten das Schicksal einer Frau aus der Novelle „Grete Minde“. 1000 Euro Siegerprämie gingen an die jungen Musiker im Alter ab zwölf Jahren.

Ein kurzfristig gestifteter Sonderpreis in Höhe von 200 Euro ging an die Grundschule „Karl LiebknechtNeuruppin, die Schüler hatten sich Fontanes berühmte Ribbeck-Ballade vorgenommen und diese sympathisch umgesetzt.

Jury und Publikum entschieden

Über die Preisvergabe entschieden eine Jury und das Publikum. Sie waren sich dabei recht einig. Die rund 150 Zuhörer honorierten aber auch die Auftritte der anderen Musiker mit viel Applaus. Darunter die Berlin-Rathenower Band Vor Rotterdam, die das surrealistisch-makabere Gedicht „Zwei Raben“ in einen anspruchsvollen Deutschpop steckte, und der Falkenseer Liedermacher Felix von Boxberg, der sich auf die nicht konfliktlose Beziehung zwischen Theodor und Emilie Fontane seinen Reim gemacht hatte.

Breites Teilnehmerfeld

Madleen Fox, Geschäftsführerin der Havelländischen Musikfestspiele, hatte den Wettbewerb moderiert und war sichtlich erleichtert, dass der Contest nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten doch so ein großes und interessantes Teilnehmerfeld gefunden hatte.

Ausprobieren auf großer Bühne

Marianne Neumann, Sängerin des deutschsprachigen Singer-Songwriter-Duos Berge, gehörte mit zur Jury. „Ich weiß selbst, wie wichtig es ist, dass es solche Veranstaltungen wie diese gibt“, sagte sie, „wo sich Kinder und Jugendliche ausprobieren können.“ Hier stand ihnen eine professionelle Bühne an einem der renommiertesten Konzertorte des Havellandes zur Verfügung. Und die Sängerin rief den jungen Teilnehmern in Ribbeck zu: „Hört nicht auf, Musik zu machen. Schaut nicht nur aufs Handy.“

Kulturstiftung Havelland

Die Kulturstiftung Havelland hatte die Veranstaltung gefördert. Deren Geschäftsführer Bruno Kämmerling lobte den Musikwettbewerb, auch wenn die Havelländer Teilnehmer nicht gewonnen haben. Der Contest stehe für die kulturelle Vielfalt im Havelland.

Das Publikum hatte ein bisher ungewöhnliches Konzert der Havelländischen Musikfestspiele erlebt, die sonst eher auf Klassik setzen, sich hier aber Kindern und Jugendlichen geöffnet haben.

Ein Zuhörer hielt an diesem Sonntag fast drei Stunden stoisch in der ersten sonnenreichen Reihe aus und wich nicht auf die Schattenplätze aus. Dietrich von Ribbeck verfolgte genau, was auf der Bühne vor sich ging. Er freute sich darüber, dass junge Leute sich auf so vielfältige Weise mit Fontane auseinandersetzten. Und er freute sich, dass seine persönlichen Favoriten einen Sonderpreis erhalten hatten.

Warten auf Münchner Freiheit

Schloss Ribbeck rüstet derweil für das nächste Wochenende: Am 8. Juni kommen Giganten der Popmusik aus den 80er-Jahren. Mehr als 1000 Karten wurden für die Münchner Freiheit verkauft.

Von Marlies Schnaibel

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