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Falkensee Neustart für Weltladen
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19:25 09.01.2020
Fair und weltoffen: Der Weltladen in Falkensee soll dafür eine Adresse bleiben. Eine Gruppe von Frauen und Männer macht das ehrenamtlich möglich. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

Am 1. Februar soll der Falkenseer Weltladen wieder seine Pforten öffnen. Möglich wird der Neustart durch den Kirchenkreis Falkensee und ganz viel Ehrenamt.

In diesen Tagen treffen sich die Akteure in dem Laden. Stellen sich vor, nehmen an Workshops teil, bringen Ideen ein. Wildfremde Menschen kommen hier zusammen, um gemeinsam etwas Neues aufzubauen. Sie haben über die Kirche, beim Gottesdienst oder durch die Zeitung davon erfahren, nun wollen sie sich einbringen, den Weltladen, der im August vergangenen Jahres schloss, wieder zum Leben zu erwecken.

Von Kuchenbacken bis Buchhaltung

Auf einer bunten Tafel sind Ideen gesammelt: Wer kann was? Wer kann wann wo mithelfen? Ladendienst, Küche, Handwerk, Dekoration, Bildungsarbeit, Kuchenbacken, Buchhaltung – alles ist gefragt. Einer kann nur dienstags, ein anderer nur abends, einer will mittwochs alle zwei Wochen helfen.

Hilfe für Homepage gesucht

Der Waldheimer Detlef Mohri ist einer der Helfer, er hat aus den Angeboten schon mal eine Art Dienstplan erstellt und sich selbst oft eingeteilt. Auch wenn schon viele mitmachen, um das Geschäft sechs Tage die Woche zu führen, sind mehr Mitstreiter sehr willkommen. Gerade für den Sonnabend ist noch Hilfe nötig. Und auch beim Thema Öffentlichkeitsarbeit sucht das Team Verstärkung, vor allem wenn es um den Aufbau und die Gestaltung einer Homepage geht.

Workshop im Weltladen. Quelle: Marlies Schnaibel

Die Fäden des neuen-alten Weltladens laufen bei Bettina Hegewald zusammen. Sie wurde von Pfarrerin Gisela Dittmer angesprochen, ob sie mitmachen wolle.

Fenster zur Gemeinschaft

Von Gisela Dittmer ging der Impuls aus, den Weltladen weiterzuführen. Unter dem Dach des Kirchenkreises Falkensee. Für die Pfarrerin ist das Café ein guter Ort, sichtbar in der Stadt zu sein. Als Angebot für soziales Wirken und Begegnen. Der Laden in der Bahnhofstraße als Fenster zur Gemeinschaft, das schwebt ihr vor.

Für fairen Handel

Der Weltladen folgt da der Ur-Idee des fairen Handels. „Danach wird sich auch unser Sortiment ausrichten“, sagt Bettina Hegewald. Für sie ist der Laden mit dem Café ein guter und fairer Ort, um sich mit wichtigen Themen zu befassen und sich bewusst zu machen, dass nicht alle Menschen auf der Welt so wohlsituiert leben. Ein Ort zum Einkaufen, Essen, Bilden und Diskutieren soll es sein.

„Wir müssen unseren Konsum überdenken“, sagt Bettina Hegewald, auch dazu ist das Café ein guter Raum. Trotz dieses ernsten Hintergrunds soll der Laden aber ein freundlicher, froher Begegnungsort sein. „Da knüpfen wir an die positiven Dinge an, die die Menschen in der Vergangenheit mit dem Weltladen verbunden haben“, sagt Bettina Hegewald. In der ersten Zeit wird auch mit der bisherigen Betreiberin Angela Eder zusammengearbeitet, die froh ist, dass die Idee des Weltladens weitergeführt wird.

Defekter Spüler

Das Mobiliar wurde übernommen, bloß für einen defekten Geschirrspüler ist noch keine Lösung gefunden worden.

Hier wie an anderer Stelle gilt: Die Kosten müssen getragen werden, das Geld ist nicht einfach aufzubringen. Auch wenn der Kirchenkreis das Unternehmen „Weltladen“ finanziell unterstützt, müssen die Mitstreiter nötige Einnahmen erzielen. In dieser Woche haben sich die Frauen und Männer schon mal in mehreren Workshops informiert. Das reichte von dem Vortrag eines Projektes aus Sri Lanka bis zu Grundlagen der Betriebsführung.

Von Marlies Schnaibel

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