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Falkensee Open Stage in der Elsterklause: Hier bekommt jeder Applaus
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18:24 08.02.2020
Sängerin Bibi holte sich spontan Unterstützung von Hoa Olliges und würfelte eine Band zusammen. Quelle: Danilo Hafer
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Falkensee

„Die drei lustigen vier“ wirkten wie eine eingespielte Band, als sie Donnerstagabend die Bühne der Open Stage in der Falkenseer „Elsterklause“ rockten. Dabei hat sich die Gruppe um Hoa Olliges, Tom Bellée, Jörg Günzel und Marcel Scheiter erst vor einer Woche zusammengetan. Das besondere: alle vier arbeiten als Musiklehrer am Nauener Campus.

„Eigentlich wollte ich alleine auftreten, aber meine Frau sagte: Warum fragst du nicht deine Kollegen, ob sie mitmachen?“, erzählte Hoa Olliges. Und schon war die Gruppe geboren, die erst in der „Elsterklause“ von Moderator und Organisator Uwe Abel den Namen „Die drei lustigen vier“ verpasst bekam. Dieser passe aber eigentlich ganz gut. „Es geht natürlich darum, Spaß zu haben und vielleicht entsteht ja eine Regelmäßigkeit“, sagte Olliges.

Open Stage Elsterklause Falkensee Quelle: Danilo Hafer

Seit etwa acht Jahren gibt es die Open Stage in der „Elsterklause“. Hier können Musiker aller Stilrichtungen auftreten. Amateure, Semiprofis und Berufsmusiker. Jeder bekommt eine Chance. Dabei stand die Stage zuletzt auf der Kippe. „Es gab einen Besitzerwechsel in der ’Elsterklause’, aber die neuen Betreiber haben nun signalisiert, dass es weiter geht und sogar noch einmal richtig investiert“, sagte Uwe Abel, der die Offene Bühne gemeinsam mit Michael Benz und Michael O’Connor Kelly organisiert. So wurde etwa ein neues Schlagzeug angeschafft. „Was wir noch gebrauchen könnten, wäre mehr Licht und ein Verstärker“, so Abel.

Drei Songs oder 15 Minuten darf jeder Musiker spielen. Ohne Zugabe kam am Donnerstag niemand von der Bühne. Den Auftakt machte der Falkenseer Kay Moritz mit seinem Schlagzeuger Mario Ihm. „Ich bin von Haus aus Pfarrer. Durch eine Krankheit bin ich zum Gitarrespielen gekommen. Das ist für mich wie eine Therapie“, erzählte Moritz. Insbesondere Songs von Johnny Cash berühren ihn. Da war es nicht verwunderlich, dass er an diesem Abend auch zwei Titel des „alten Meisters“ spielte. Ganz reduziert, mit Gitarre, Gesang und Schlagzeug.

Sängerin bekam spontan Unterstützung

Beim Auftritt der eben noch namenlosen Band um Sänger und Gitarrist Hoa Olliges gesellten sich spontan weitere Musiker dazu. So packte Django Reinhardt seine Mundharmonika aus. Beim dritten Act des Abends wurde dann noch einmal alles neu gemischt, als Sängerin Bibi um die Unterstützung der Musiker bat. Die ließen sich nicht lange bitten und spielten spontan weit mehr als drei Stücke. Bei der nächsten Open Stage am 5. März tritt Sängerin Bibi dann mit ihrer eigenen Band „Second Sample“ auf.

Beim Publikum kam diese Spontanität gut an. Die „Elsterklause“ war gegen 21 Uhr mehr als gut besucht. In der ersten Reihe saßen Ulrike Ludwig und Kirsten Kluger, die schon von Anfang an dabei sind, wie sie sagen. „Mittlerweile ist das hier wie eine kleine Familie geworden“, so Ulrike Ludwig. Es würden aber auch jedes Mal neue Leute kommen. Dennoch lebt die Open Stage von den vielen Stammgästen, die jedem Interpreten die gleiche Chance geben. „Ausgebuht wird niemand“, betonte Ulrike Ludwig, die extra aus Spandau zur Open Stage nach Falkensee fährt.

Michael O’Connor Kelly übernahm die Pausenunterhaltung. Quelle: Danilo Hafer

Für die Zukunft hat sich Michael O’Connor Kelly etwas besonderes ausgedacht: „Wer in 15 Minuten auf der Open Stage überzeugt, bekommt die Chance, auch mal ein ganzes Konzert in der ’Elsterklause’ zu spielen“, erzählt er.

Von Danilo Hafer

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