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Falkensee Rathausgelände wird umgebaut
Lokales Havelland Falkensee Rathausgelände wird umgebaut
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15:57 18.05.2018
Hinter dem Rathaus sieht es schmucklos aus: Das Gelände soll neu entwickelt und bebaut werden.
Hinter dem Rathaus sieht es schmucklos aus: Das Gelände soll neu entwickelt und bebaut werden. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Das Falkenseer Rathaus ist 100 Jahre alt. Zumindest im rechten Gebäudeteil. Der linke – optisch geschickt angepasste Anbau – kam zehn Jahre später hinzu. Und Stück für Stück wurden noch die beiden Nachbarhäuser und Gebäude auf dem Hof hinzugenommen. So ist manches eng, provisorisch und arg in die Jahre gekommen. Ein Rathausentwicklungskonzept muss her.

Die historischen Gebäude bleiben erhalten. Quelle: Marlies Schnaibel

Die Vorarbeit – ein Standortkonzept – haben die Mitarbeiter des Büros Krekeler aus Brandenburg an der Havel jetzt erstellt. „Die Personalentwicklung an dem Standort ist nicht genau abzuschätzen“, sagte Bürgermeister Heiko Müller (SPD).

Wachsende Aufgaben

Da ist zum einen die wachsende Stadt mit wachsenden Aufgaben, da ist zum anderen aber auch die Möglichkeit, dass den Kommunen künftig weitere Aufgaben übertragen werden, die derzeit etwa noch vom Landkreis zu bewältigen sind.

Zurzeit arbeiten 104 Frauen und Männer auf dem Gelände rund um das alte Rathaus mit seinen unübersichtlich drapierten und benannten Häusern. Und die Mitarbeiter drängen sich, akut fehlt der Platz für 16 Angestellte, die nicht entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen untergebracht werden können.

Architektin Sandra Nehiba entwarf jetzt ein Standortkonzept, das vor allem auf Flexibilität setzte. Sie nahm dazu die vorgegebene Situation auf: Das Rathaus liegt am Falkenhagener Anger mit seiner eher kleinteiligen Bebauung. Das Rathaus und die beiden links und rechts stehenden Häuser sind denkmalgeschützt.

Platz für bis zu 50 Arbeitsplätzen

Die Perspektive könnte so aussehen: Abriss der alten Baracken, Häuser und Garagen auf dem Hof und Bau von vier neuen Gebäuden – und das in einem Staffelsystem nach Bedarf. 20 bis 50 neue Arbeitsplätze wären so künftig möglich.

Viele Parkplätze geplant

Um das Konzept umzusetzen, sähe sie die künftigen Parkplätze auf einer angrenzenden noch freien Wiese. Immerhin 133 Pkw-Stellplätze, 15 Fuhrpark-Plätze und 44 Fahrradstellplätze hat die Frau aus Brandenburg nach Vorgabe aus dem Rathaus geplant. Das Vorhaben hatte schon mal für Diskussionen im Hauptausschuss gesorgt und die Frage nach einer Tiefgarage aufgeworfen. Immerhin war die Wiese auch schon einmal als Potenzialfläche für Wohnungsbau im Gespräch gewesen. Angesichts der enormen Kosten für eine Tiefgarage schreckten jedoch die meisten Volksvertreter davor zurück, diese Idee ernsthaft weiter zu verfolgen.

Von Marlies Schnaibel