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Falkensee Neue Schule ohne Grenzen
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11:35 27.08.2018
Offizieller Auftakt mit Spatenstich. Quelle: Juliane Lindner
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Spandau

Der Schuljahresbeginn war für das Evangelische Johannesstift in Spandau auch Schulbaubeginn. Auf dem Stiftsgelände entsteht eine „Schule ohne Grenzen“. Mit einem beherzten Spatenstich stachen der Stiftsvorsteher Pfarrer Martin von Essen und Frank Olie, Vorstandtsvorsitzender der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO, gemeinsam für die gute Sache in die Erde und huben das erste Loch aus.

Schule für 200 Mädchen und Jungen

Das einzigartige Modell inklusiven Lernens zur Integration schwerst- und mehrfach behinderter Kinder in ein alltägliches Leben von Kindern ohne Behinderung wird künftig rund 200 Schülerinnen und Schüler einschließen.

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Recht auf soziale Teilhabe

Gemeinsam setzen die August-Herman-Francke-Schule des Evangelischen Johannesstifts und die Grundschule der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO ein Zeichen gegen die Ausgrenzung von Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. „Damit erfüllen wir den Kindern, die oft sehr intensive sozialpädagogische, medizinische und pflegerische Betreuung benötigen, ihr Recht auf soziale Teilhabe. Gleichzeitig betrachten wir es für die Kinder ohne Lerneinschränkung als Chance, einen unbefangenen Umgang mit dem Anderssein zu erlernen“, erklärte Stiftsvorsteher Pfarrer Martin von Essen. Frank Olie von der Evangelischen Schulstiftung dazu: „Inklusion gehört zum Selbstverständnis der gesamten Stiftungsfamilie. Das Sozial-Diakonische-Lernen ist bei uns sogar ein eigenes Schulfach. Darum freuen wir uns, die 70 Kinder der August-Hermann-Franke-Schule nun noch umfassender als bisher in die Schule ohne Grenzen inkludieren zu können.“ Schon seit zwanzig Jahren arbeiten die Evangelische Schule Spandau und die AHFS in verschiedenen Projekten zusammen. Allein das Lernmodell „Schule ohne Grenzen“ wird schon zehn Jahre erfolgreich praktiziert.

Viele Spendengelder

Bau- und Erschließungskosten belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro und finanzieren sich, wie auch der dazugehörige Sportplatz, fast allein aus Spendengeldern.

Moderne Diakonie

Das Evangelische Johannesstift zählt zu den traditionsreichsten diakonischen Einrichtungen in Berlin. Es wurde 1858 vom Vater der modernen Diakonie, Johann Hinrich Wichern, gegründet und ist neben dem Rauhen Haus in Hamburg sein zweites großes diakonisches Werk. Der Hauptsitz der Stiftung ist ein 75 Hektar großes Gelände in Berlin-Spandau, auf dem etwa 1600 Menschen leben. Seit 2017 ist die Stiftung Evangelisches Johannesstift alleinige Aktionärin der Paul Gerhardt Diakonie gAG mit etwa 9000 Mitarbeitenden. Das soziale Engagement der Stiftung wendet sich an Kinder und Jugendliche mit ihren Familien, an kranke, ältere und sterbende Menschen, an Menschen mit Behinderung, Langzeitarbeitslose und Strafgefangene sowie an Geflüchtete. Das stiftseigene Wichern-Kolleg ermöglicht die Ausbildung von Diakoninnen und Diakonen.

Von MAZ-online

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