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Falkensee Seniorenwoche mit Pfiff
Lokales Havelland Falkensee Seniorenwoche mit Pfiff
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07:28 07.06.2018
Heitere Einstimmung auf ein ernstes Thema: Dietmar Späth, Brigitte Römer und Bodo Oehme machen sich dafür älter als sie sind.. Quelle: Tanja M. Marotzke
Schönwalde-Glien

Brigitte Römer sah am Mittwochvormittag ganz schön alt aus. Jedenfalls kurzzeitig, als sie sich mit grauer Perücke und Rollator in den Schwanenkrug aufmachte. Die Vorsitzende des Schönwalder Seniorenrates hatte sich für einen Sketch zurechtgemacht. Mit den Bürgermeistern aus Schönwalde und Muggensturm eröffnete sie die 25. Brandenburgische Seniorenwoche im Havelland.

Schunkeln beim Eröffnungswalzer

Mit ihrem kleinen heiter-bissigen Spiel nahmen sie der offiziellen Festveranstaltung das allzu Offizielle. Zuvor hatten Uta Krieg-Oehme und Susanne Schaack schon mit Musik versucht, die Havelländer Senioren in Schwung zu bringen. Beim Eröffnungswalzer schunkelten auch gleich viele mit, besonders gut gelaunt: der Premnitzer Tisch.

Aus dem ganzen Havelland waren an diesem Vormittag Senioren in den Schönwalder Schwanenkrug gekommen. Auch die Bürgermeister von Falkensee, Nauen und Brieselang, von Premnitz und Milow waren gekommen. Ebenso die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Richstein und Manuela Vollbrecht (SPD), die Vorsitzend des Kreistags.

Vertrautes Umfeld

Vizelandrätin Elke Nermerich (SPD) verwies darauf, wie „zeitgemäß und notwendig“ das Thema der diesjährigen Seniorenwoche sei: Mit „Gut älter werden im vertrauten Umfeld – unser Havelland!“ ist sie überschrieben. „Wir brauchen lebendige und generationsübergreifende Quartiere“, sagte sie. Und es sind Lösungen gefordert, die auf die unterschiedlichen Situationen im Ballungsgebiet oder in berlinfernen Gebieten eingehen.

Vorträge, Reisen, Begegnungen

Der Ketziner Seniorenrat lädt für den 13. Juni in den Gutshof Falkenrehde zu einer Festveranstaltung ein.

Die Premnitzer Senioren haben für den 21. Juni eine Fahrt zum Landtag vorbereitet.

In Falkensee findet am 14. Juni im Becher-Kulturhaus ein unterhaltsamer Kästner-Nachmittag statt.

Zu Fitnessparcours und Vital-Frühstück wird für den 26. Juni ins Nauener Stadtbad geladen.

In Klein Behnitz wird zu einer Wanderung mit der Försterin veranstaltet.

Zum Tanz sind die Rathenower Senioren für den 21. Juni eingeladen. Getanzt wird in der Gaststätte Tivoli.

„Die Gesellschaft ist im Wandel. Ist unser Land darauf vorberietet?“, fragte Bodo Oehme (CDU), der Bürgermeister von Schönwalde, um die Frage auch gleich kritisch zu beantworten. Das was er und seine beiden Mitarbeiter zu Beginn der Veranstaltung spielerisch angemerkt hatten, brachte er jetzt noch einmal deutlich auf den Punkt: Er kritisierte die Landesregierung, die mit dem Landesentwicklungsplan die Entwicklung von Schönwalde ausbremse. So sei Schönwalde kein Mittelzentrum, dürfe also kein Pflegeheim bauen. Aber genau das würde nach in die Gemeinde passen, auch damit die Idee „Gut älter werden im vertrauten Umfeld“ umgesetzt werden könne.

Gesellige Runde in Schönwalde. Quelle: Tanja M. Marotzke

Unterstützung für diese Idee erhielten die Schönwalder am Mittwoch von Dietmar Späth, dem Bürgermeister der Badener Partnergemeinde Muggensturm. „Wir haben lange als Gesellschaft nicht erkannt, welche Aufgaben bei der Seniorenbetreuung auf uns zukommen“, sagte er. Auch bei ihm im Badischen hätte die Regionalpolitik auf Kreispflegeheime gesetzt. Die Muggensturm-Leute wollten sich damit nicht zufrieden geben und sind dagegen Sturm gelaufen. Mit Erfolg: Heute gibt es in der 6000-Einwohner-Gemeinde 90 Plätze für betreutes Wohnen und ein Pflegeheim mit 84 Plätzen. Auch viele Nachbargemeinden haben inzwischen Heime.

Auszeichnung für Havelländer Senioren durch die Vizelandrätin. Quelle: Marlies Schnaibel

Aber Infrastruktur sei das eine, sagte der Gast aus Muggensturm, was zählt sei eben auch Nachbarschaft, sei das ehrenamtliche Engagement. Und für genau das wurden gestern neun Havelländer mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Heinz Golze, der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates, und seine Stellvertreterin Thea Hoedt nahmen die Auszeichnung vor. Geehrt wurden Gabriele Linke und Ines Neidt aus Milow, Hannelore Kamswich aus Schönwalde, Waltraud Lerch aus Rathenow, Lieselotte Reck aus Nauen, Winfried Köhler aus Ketzin, Hannelore Walter aus Nauen und Rolf Schulze aus Premnitz. Als Überraschung gab es schließlich eine Urkunde für die Schönwalderin Brigitte Römer, die bei der Festveranstaltung so vielfältig in Erscheinung getreten war.

Von Marlies Schnaibel

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