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Falkensee Streit um Franziskusgärten
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12:57 27.08.2018
Die Brieselang Bürgerversammlung zu dem Vorhaben Franziskusgärten war sehr gut bescuht. Quelle: Gemeinde/Rachner
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Brieselang/Falkensee

Rund 150 Brieselanger waren zu einer Diskussionsveranstaltung über das Projekt „Franziskusgärten“ gekommen. Fazit nach zwei Stunden: Die Resonanz war negativ wie positiv, es herrscht weiterhin Gesprächsbedarf.

Falkenseer Pläne für Brieselang

 Vor Monaten war das Projekt öffentlich geworden. Nun kochten die Emotionen erneut hoch. Vor allem die Anwohner warteten mit kritischen Fragen auf. Während manche das Projekt vor ihrer Haustür kategorisch ablehnen, wurden jedoch auch positive Stimmen laut. Die evangelische Kirchengemeinde Falkensee-Seegefeld, ihr gehört das Grundstück an der Lange Straße, will bekanntermaßen mit Projektpartnern ein generationenübergreifendes Wohnprojekt realisieren, darunter eine Bio-Wäscherei, Grünanlagen und eine Inklusionskita.

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Experten stellen das Projekt vor 

Die Experten hatten es am Freitagabend nicht leicht. Gisela Dittmer (Pfarrerin der Kirchengemeinde Falkensee-Seegefeld), Carsten Glöckner (Vorstandsreferent Soziales Wohnen, Johannesstift) und Axel Budzinski (Regionalleitung Fliedners Werkstätten), hatten sich vorbereitet, um die Gründe für das Projekt „Franziskusgärten“ aus ihrer Sicht darzulegen. Sie warteten unter anderem mit Zahlen, Daten und weiteren Fakten auf, die zuweilen mit Blick auf künftige Pflegebedürftigkeiten oder bezahlbaren und altersgerechten Wohnraum oder Orte der Begegnung offenbar für zu allgemein gehalten wurden.  

Unruhe unter den Zuhörern

Die Unruhe wuchs, weil die Hintergrundinformationen manchen offenbar zu langatmig erschienen. Moderator Klaus Otto von der „Fachstelle Altern und Pflege im Quartier“ (FAPIQ) im Land Brandenburg musste genauso mehrfach das Wort erheben wie Bürgermeister Wilhelm Garn, um die Wogen wieder zu glätten. Auf Papierbögen konnten die Bewohner ihre Anregungen festhalten. Und sie wollten natürlich selbst das Wort ergreifen. Vor allem vor dem Hintergrund einer zu sehr verdichteten Bebauungsstruktur mit hohen Gebäuden gab es Befürchtungen. Applaus für kritische Töne gab es indes genauso wie für positive Anmerkungen, etwa mit Blick in die Zukunft, schließlich wird jeder einmal alt oder muss aus privaten Gründen, wie Krankheit, Scheidung und andere Veränderungen umdenken.  

Klar ist aber auch, so Bürgermeister Wilhelm Garn : „Die Gemeindevertretung bestimmt die Rahmenbedingungen für all das, was möglicherweise folgen könnte. Das wird auch in einem Städtebaulichen Vertrag geregelt, darunter der Verkehr, Geschosshöhen von Gebäuden und vieles mehr.“

Von MAZ-online

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