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Falkensee Theaterpremiere: Macbeth meuchelt in Falkensee
Lokales Havelland Falkensee Theaterpremiere: Macbeth meuchelt in Falkensee
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18:05 31.10.2019
Macbeth wurde zum Sinnbild des skrupellosen Machtstrebens. Das Kleine Theater Falkensee zeigt seine Fassung ab 15. November. Quelle: Foto: Theater
Falkensee

Der November ist Premierenmonat. Zumindest für die Theater der Region. Im Havelland und in Spandau zeigen ambitionierte Amateurbühnen ab November neue Stücke.

Dabei geht es meist gewohnt unterhaltsam zu, die Falkenseer wagen sich jedoch erneut an ein ernstes Stück. Sie haben sich Shakespeares „Macbeth“ ausgesucht.

Gewohnt mit Tiefgang

Das Kleine Theater Falkensee hat in seiner Vergangenheit schon mehrmals gezeigt, dass es nicht nur mit Komödien punkten kann. „Faust“, „Phädra“ und „Die Kriegsberichterstatterin“ stehen dafür.

„Don Carlos“, wie ihn das Kleine Theater Falkensee auf die Bühne brachte. Quelle: Regine Buddeke

Das Theater geht auf den Dramatischen Zirkel am Falkenseer Kulturhaus „Johannes R. Becher“ zurück, der 1963 gegründet wurde. Schauspieler Johannes Elchlep führte als erster die Geschicke der Theatertruppe. Die bringt seitdem Jahr für Jahr eine neue Produktion heraus.

Mit Liebe zu Tschechow

Manches Stück von Anton Tschechow war darunter, aber auch Werke von Lessing, Becher, Molière und Kishon standen im Spielplan wie auch Maxi Wanders „Frauenmonologe”. Daneben gab es szenische und literarisch-musikalisch Programme. 1995 sogar eine Eigenproduktion mit „Clown August mit der roten Knollennase”.

Auch das: Spaß mit chaotischen Frauen im Falkenseer Theater. Quelle: Marlies Schnaibel

Das Theater Falkensee will intensives Schauspiel und inhaltlichen Anspruch verbinden. Dabei setzt es auf eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit klassischen Stoffen. Über Jahrzehnte hatte Dietrich Groß das Ensemble mit Begeisterung geführt.

Arbeit mit Redux

Seit 2010 arbeiten die Falkenseer mit dem Berliner Regie-Dramaturgie-Duo „Theater.Redux – mit Leidenschaft ins Wesentliche vordringen“ zusammen. So inszenierte Sebastian Eggers „Einsame Menschen" von Gerhart Hauptmann, damit wurde das Kleine Theater Falkensee 2012 als eine von drei Amateurtheatergruppen deutschlandweit für den Amateurtheaterpreis „Amarena" nominiert.

Kammerspiel bei Macbeth

Nun haben sich die Falkenseer Shakespeares „Macbeth“ herausgesucht. Das wollen sie als hochkonzentriertes Kammerspiel mit psychotischem Sog und politischer Schlagkraft auf die Bühne des Becher-Kulturhauses bringen. Die Schauspieler haben sich ein Jahr vorbereitet – mit viel Körperarbeit und psychologischem Schauspieltraining.  

Theaterpremieren in der Region

Macbeth: Premiere am Freitag, 15. November 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen: 16. November 19.30 Uhr, 17. November 16 Uhr, 18. November 19.30 Uhr, 22. November 19.30 Uhr, 23. November 19.30 Uhr, 25. November 19.30 Uhr. Eintritt 12, Euro, ermäßigt 10 Euro. Kartenreservierung Telefonnummer: 03322 3287 Fax: 03322 12965 23 E-Mail: kulturhaus@falkensee.de

Lauter krumme Dinger: Premiere beim Theater im Glien am 9. November. Gespielt wird im Schwanenkrug Schönwalde, auch am 1. Dezember, 26. Januar, 9. Februar, 15. März und 29. März, jeweils ab 17 Uhr. Reservierung unter 0152/55 32 84 03 oder online über www.theater-im-glien.de.

Irres Diamantenroulette: Premiere bei der Theaterwerkstatt Kladow am 9. November. Weitere Aufführungen am 10., 16., 17., 23. und 24. November, jeweils 17 Uhr, im Festsaal des Ernst-Hoppe-Hauses, Lanzendorfer Weg 30.

Gäste im Garten: Premiere beim Spandauer Volkstheater Varianta am 16. November. Weitere Termine; 17., 24. und 30. November sowie elf Aufführungen im Dezember.

Die Kleinbürgerhochzeit: Premiere für das Brecht-Stück war beim Magma-Theater Spandau im Mai.

Die Theatermacher laden ein zu einem Kammerspiel, zu einem Kräftemessen zwischen Individuum und Schicksal. „Das Hineinwachsen in die Macht steht dem ,schnellen Weg’ der Usurpation und der tödlichen Verlockung durch innere Stimmen gegenüber“, beschreiben sie ihre Sicht auf die Entwicklung des Menschen. Macbeth ist hier ein Psychogramm, ein Thriller, eine Gruselgeschichte, ein Traumgeschehen mit mörderischem Ausklang. „Das Leben – nur ein Schattenspiel größerer Kräfte, die den Menschen wie Marionetten führen?“, wird mit dieser Produktion ganz aktuell gefragt.

Neues in Kladow und Schönwalde

Premiere für das Stück ist im Becher-Kulturhaus am 15. November. Danach wird es noch an sechs weiteren Tagen aufgeführt.

Bereits am 9. November gibt es zwei Theaterpremieren. Die Theaterwerkstatt-Kladow spielt ein „Irres Diamantenroulette“, eine Gaunerkomödie in drei Akten von Martina Röhrich.

Auf die heitere Karte setzen ab 9. November auch das Theater im Glien mit „Lauter krumme Dinger“ und ab 16. November das Volkstheater Varianta in Spandau mit „Gäste im Garten“. Gewohnt wird hier Humor und Unterhaltung ausgelebt.

Von Marlies Schnaibel

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