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Falkensee Volkshochschule wird 100 und sucht Fotos für eine Festschrift
Lokales Havelland Falkensee Volkshochschule wird 100 und sucht Fotos für eine Festschrift
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06:26 04.03.2019
Marion Altendorf leitet die VHS Spandau. Quelle: Judith Meisner
Spandau

Die Volkshochschule Spandau wird 100 Jahre alt. Im September soll der runde Geburtstag gefeiert werden. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte der Bildungsstätte mit einer Ausstellung und private Erlebnisse der Schüler in den Kursen. Dazu sucht die VHS ehemalige Schüler, die Witziges, Spannendes oder Interessantes zu berichten haben.

Wissenschaftliche Forschung

Die Historie des Spandauer Instituts untersuchen derzeit Studenten der Humboldt-Universität Berlin in einer Kooperation mit der VHS. Die Resultate der wissenschaftlichen Forschung fließen in eine Festschrift ein. Die 100-jährige Geschichte dokumentiert eine Schau vom 16. bis 19. September. Auch die Kursbesucher sollen zu Wort kommen.

Launige Erinnerungen

Mit einem Aufruf wendet sich Marion Altendorf, Direktorin der VHS, an die ehemaligen und gegenwärtigen Teilnehmer von Kursen: „Wir suchen deshalb Fotos, interessante Geschichten, Begebenheiten, Kuriositäten, Lustiges.“ Launige Erinnerungen steuerte schon vor Jahren ein Herr Lieblang bei, der von 1946 an Englisch lernte. Und zwar so gut, dass er später Prinz Charles durch die Berliner Königliche Porzellanmanufaktur führen konnte. Die VHS erwies sich für den Spandauer als Kontaktbörse: Er heiratete „das hübsche dunkelhaarige Mädchen aus der ersten Reihe“.

Anfang in der Cecilienschule

1919 wurden die Volkshochschulen im Kontext der Weimarer Verfassung erstmals als tragende Säule der Erwachsenenbildung genannt. In der Spandauer Cecilienschule, heute Lily-Braun-Oberschule, fanden die Kurse statt. Damals standen vier Vortragsreihen an jeweils zehn Abenden zur Auswahl, die sich mit Bildung, Kultur, Literatur und Volkswirtschaft beschäftigten. Eine Hörerkarte für eine Reihe kostete drei Mark. Das entspricht heute etwa zwölf Euro.

Vorbild Wilhelm Liebknecht

Vor 100 Jahren, kurz nach Kriegsende, lebten die Reformideen der Vorkriegszeit wieder auf. Bildungsvereine stillten den Hunger nach geistiger Nahrung. Sie folgten dem Vorbild der Arbeiter-Bildungsschule des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die der Sozialdemokrat Wilhelm Liebknecht, Vater des später berühmten Karl Liebknecht, 1891 in Berlin gründete. Da es ein unpolitischer Verein war, durften von Anfang an Frauen am Unterricht teilnehmen.

Frauen waren eingeladen

An der Pichelsdorfer Straße 39 in Spandau wurde eine Arbeiter-Bildungsschule am 12. Januar 1902 ins Leben gerufen. Frauen und Mädchen wurden ausdrücklich eingeladen. Den Eröffnungsvortrag hielt Rosa Luxemburg.

Rudolf Steiner in Spandau

Der erste Lehrer in Spandau war Rudolf Steiner, der schon in Berlin Geschichte unterrichtete und später als Begründer der Waldorfschulbewegung bekannt wurde. Seine Diskussion mit der Politikerin nach ihrem Referat soll sehr spannend und amüsant gewesen sein, erzählen die Quellen.

Wer Fotos besitzt oder einen anderen besonderen Bezug zur VHS hat, kann schreiben per Mail an 100Jahre@vhs-spandau.de oder anrufen unter 030/902795016.

Von Judith Meisner

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