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Falkensee Falkenhagener See mit Zement verunreinigt
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12:18 16.11.2019
Die Zementschlemme im Uferbereich des Falkenhagener Sees wurde mittlerweile entfernt. Quelle: Danilo Hafer
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Falkensee

Eine Verschmutzung der besonderen Art sorgte bei vielen Bürgern rund um den Falkenhagener See in Falkensee jüngst für Entsetzen. Der Uferbereich auf Höhe der Mozartallee war mit einem Gemisch aus Sand und Beton verunreinigt.

Baustelle im Niederneuendorfer Weg

Verursacht wurde das bei Arbeiten auf einer Baustelle am Niederneuendorfer Weg, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte. Dort wurde in den vergangenen Wochen der Grundwasserspiegel abgesenkt und das Wasser in den Falkenhagener See geleitet.

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Bei der Einleitung sei jedoch auch Sand und Boden ins Wasser gelangt, wie der Bauleiter dem Fachbereich Grünflächen der Stadt Falkensee mitgeteilt habe.

Verschmutzung Beton Falkenhagener See Falkensee Quelle: privat

Da der Falkenhagener See zum Landschaftsschutzgebiet „Nauen-Brieselang-Krämer“ gehört, wurde die Untere Naturschutzbehörde über die Verschmutzung informiert. Sie wurde von der Stadt um die Einleitung entsprechender Maßnahmen zur Beseitigung der Verunreinigung gebeten.

Nach Auskunft der Unteren Naturschutzbehörde habe der Filter, der das abgeleitete Grundwasser reinigen sollte, versagt. Die Bauleitung habe den Vorfall selbst bei der Behörde angezeigt.

Da Zement nach Kontakt mit Wasser aushärtet, sei für den See jedoch keine nachhaltige Beeinträchtigung zu erwarten. „Für die örtliche Vegetation sind aber nachteilige Auswirkungen, unter anderem durch die Entfernung des eingetragenen zementhaltigen Gemisches, zu erwarten“, schreibt Landkreissprecher Norman Giese auf Anfrage. Das Umweltamt habe gemeinsam mit dem Verursacher vor Ort die entsprechenden Maßnahmen zur Beseitigung der Zementreste besprochen. Diese wurden in dieser Woche bereits umgesetzt, bis auf kleine noch erforderliche Nacharbeiten.

Anwohner hatten mehrfach Behörden informiert

Seit Anfang an beobachtete Thomas Wohinz die „Wild-West-Baustelle“, wie er sie nennt. Der Falkenseer wohnt in der Mozartallee und hatte mehrfach die Behörde über Missstände informiert und diese zur Anzeige gebracht. Die Verschmutzung des Sees sei der erschreckende Höhepunkt einer Reihe von Versuchen, das Grundwasser der Baugrube abzusenken.

„Als am 12. Oktober scheinbar das Wasser erstmals zu viel wurde, haben sie es einfach den nahe gelegenen Wald gepumpt. Nachdem wir dies angezeigt hatten, wurde es von der Forstbehörde umgehend unterbunden“, erzählt Thomas Wohinz. Zwei Wochen hätte die Baufirma das gleiche noch einmal versucht. Erneut schaltete Wohinz die Forstbehörde ein. Andere behördliche Stellen hätten zunächst nicht reagiert.

Dann sei erst einmal zwei Wochen Ruhe gewesen. „Danach entdeckten wir plötzlich diesen langen Schlauch, der quer durch die Mozartallee zum See führte“, erinnert sich Wohinz. Die Stadt habe ihm auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Einleitung genehmigt sei. Der Ausgang der Sache ist bekannt.

Verursacher erwartet ein Bußgeld

Aus Sicht der Anwohner hätten die Behörden zu zaghaft reagiert. „Außerdem fragen wir uns, wie solch eine Einleitung in den See überhaupt genehmigt werden kann“, so Wohinz.

An den Vorfall schließt sich ein ordnungsrechtliches Verfahren gegen den Verursacher an. In diesem werde die Untere Naturschutzbehörde Kompensationsmaßnahmen festlegen. „Gegen den Verursacher wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet“, so Giese.

Von Danilo Hafer

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