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Havelland Richtfest für Feuerwache
Lokales Havelland Richtfest für Feuerwache
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18:25 04.03.2018
Aktiv dabei: Bauleiter, Stadtbrandmeister, Bürgermeister, Landrat (v.l.) Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Auf den Zimmermannsspruch mussten die Falkenseer am Donnerstag verzichten: Es wurde ein Bauleiterspruch, den Jörg Tauchnitz beim Richtfest des Gebäudes aus Beton und Stahl aufsagte. Er hatte sich einen besonders langen zurechtgelegt, aber die Dimension des gereimten Spruches passte zur Größe des Baus. In Falkensee konnte Richtfest für die neue Feuer- und Rettungswache gefeiert werden.

Der Bau ist imposante 59 Meter lang. Auf 1570 Quadratmeter werden künftig die Falkenseer Feuerwehr und die Rettungswache des Landkreises Havelland Platz finden. 5,3 Millionen Euro kostet der Bau, mehr als zehn Prozent steuert der Landkreis bei. Vor einem Jahr war noch damit gerechnet worden, dass der Bau für 4,5 Millionen Euro errichtet werden kann.

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Fahrzeughalle, Waschhalle, Umkleideräume, Toiletten, Waschräume, Lager, Büros, Sportraum, Ruheräume, Seminar- und Aufenthaltsraum werden in dem Gebäude Platz finden.

Noch steht der Bau im schlichten Betongrau nahe der Rathauskreuzung, bald jedoch wird er sein markantes Dunkelrot erhalten. Wann die Feuerwehrleute genau einziehen können, steht noch nicht fest. Wohl erst in einem Jahr, aber das Datum hängt von weiteren Ausschreibungen ab. Wegen der Kostenexplosion auf dem Baumarkt hat sich die Stadt entschieden, einige Ausschreibungen in kleineren Losen zu wiederholen, sagte Bürgermeister Heiko Müller (SPD). Auch er war in dunkelblauer Uniform erschienen und wurde so zu Kamerad Ehrenbrandmeister Müller. Als solcher wurde er von Hans-Peter Kröger, dem Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, begrüßt. Er war zum Richtfest nach Falkensee gekommen und sah das Ereignis trotz der zeitlichen Verschiebung als einen guten Tag für die Feuerwehr. Kröger forderte die Falkenseer Feuerwehrleute auf, sich weiter als weltoffen und stark zu zeigen, und er freute sich auf 2017. Dann ist Falkensee Gastgeber des Deutschen Jugendfeuerwehrtages.

Zur Berufsfeuerwehr der Stadt gehören eine starke freiwillige Abteilung, eine aktive Jugendfeuerwehr und auch ein starker Förderverein. Dessen Vorsitzender Udo Appenzeller freute sich über das neue, moderne Gebäude, das nach jahrelangem Ringen endlich entsteht, er bat aber alle Verantwortlichen, über das neue Haus die Technik nicht zu vergessen. „Die Fahrzeuge sind super gepflegt, aber zum Teil veraltet“, sagte Appenzeller. Deshalb seine Bitte, nicht nachzulassen bei der Unterstützung der Feuerwehr.

Auch wenn es sich um einen Bau aus Stahl und Beton handelt, die symbolischen Nägel mussten die Bauherren dann doch in einen bereitgelegten Balken schlagen. Heiko Müller gelang das mühelos, Landrat Burkhard Schröder benötigte ein paar Schläge mehr und Stadtbrandmeister Daniel Brose hämmerte und hämmerte. Das sorgte immerhin für den Schuss Heiterkeit, mit dem es sich gut zum gemütlichen Teil des Richtfestes übergehen ließ.

Von Marlies Schnaibel

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