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Friesack Fliegende Oldtimer begeistern in Bienenfarm
Lokales Havelland Friesack Fliegende Oldtimer begeistern in Bienenfarm
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18:48 19.05.2019
Marlies und Burghard Ohlmeier aus Schönwalde waren glücklich nach dem Rundflug mit der Antonov AN-2. Quelle: Ulrich Hansbuer
Bienenfarm

 Die Volkspolizei war da, auch die Nationale Volksarmee (NVA) und die Jungen Pioniere hatten ihre Fahrzeuge geschickt. Vieles erinnerte an früher, als Agrarflugzeuge vom Typ PLZ-106 Kruk, die PLZ M-21 „Dromader“ sowie eine Z-37A Cmelak „Hummel“ in Bienenfarm in die Luft stiegen und die Felder und Äcker im Havelland mit Dünger und Pestiziden besprühten. Zum ersten Treffen der fliegenden Oldtimer aus dem Osten am Wochenende , zu dem der Verein Quax-Flieger geladen hatte, gesellten sich außerdem DDR-Fahrzeuge wie Trabbis und Ladas.

Dieses Treffen soll etabliert werden

Über den gelungenen Auftakt des „Ostblock Flyin“ mit mehr als 25 Maschinen freute sich Alexander Stendel, einer der Eigner des Flugplatzes Bienenfarm: „Wir wollen dieses Zusammentreffen von alten Flugzeugen aus dem Ostblock etablieren“, sagte er.

Alte Ost-Flugzeuge und alte Ostautos

Begeistert vom Flugplatz Bienenfarm und der Atmosphäre am Wochenende war Alexander Poscher, der mit seiner Oldtimer-Yak 11 aus Mönchengladbach angeflogen kam. „Die Strecke ging ganz schön auf den Rücken, aber es hat sich gelohnt,“ so der pensionierte Malermeister aus dem Rheinland. Am Sonntag musste er allerdings früh seinen Rückflug starten, denn die Wettvorhersage für den Westen war nicht gut: „Das geht wieder auf den Rücken.“

Rundflüge waren ausgebucht

Ausgebucht waren die Rundflüge mit einer Antonow AN-2. „Wir hatten zwei Luftlöcher, da rutschte einem das Herz in die Hose“, meinte Burghard Ohlmeier aus Schönwalde, der mit seiner Frau in die Luft ging.

Nervös war der achtjährige Max, der mit Vater Markus Kunstmann aus Hamburg, die Oma und Opa im Havelland besucht hatten, vor dem Start des größten Doppeldeckers der Welt. „Wer wird denn gleich in die Luft gehen“, beruhigte der Vater den Sohn. Und Opa Christian Stahlberg, der früher in der Landwirtschaft tätig war, erzählte seinen Enkelkindern von seinen Erlebnissen mit den Agrarfliegern. „Damit hatte ich beruflich auch zu tun“, sagte der Töplitzer.

Dritter Hangar wird gebaut

Die Parkplätze rund um Bienenfarm waren Samstag schon vormittags voll belegt, der Flugplatz wird immer mehr zum Mekka der Oldtimer-Freunde der Lüfte. Mehr als 3000 Besucher nutzten den Blick in die Vergangenheit. Kennzeichen aus ganz Deutschland zeugten von der Attraktivität des Events.

Sehnsüchtig wartet Quax-Vorstand Alexander Stendel auf die Baugenehmigung für den dritten Hangar. Denn Interessenten, die sich in Bienenfarm mit ihrem Oldtimer-Flugzeug niederlassen wollen, gibt es genügend. „Das Feld für die Halle ist bereits mit Pylonen abgesteckt“, sagt der Flugplatz-Eigner. „Jetzt fehlt noch ein Umweltgutachten. Dann wollen wir ihn schnell fertigstellen.“ Der Verein Quax besitzt 18 eigene Flugzeuge, die mehr als 700 Mitglieder verfügen über 80 Fluggeräte aus den Anfängen der Luftfahrt.

Weitere Veranstaltungen in Bienenfarm

Etwa 50 Flugzeuge starteten und landeten am Wochenende in Bienenfarm, vom 21. bis 23. Juni werden es wohl 150 Maschinen sein. „Unser 36. Pipertreffen wird ein großes Ding,“ freut sich Alexander Stendel schon jetzt auf den nächsten Monat. Im Kalender des Flugplatzes stehen weitere fliegerische Leckerbissen. Vom 5. bis 7 Juli kommen die Freunde des US-Fluggerätes auf ihre Kosten, wenn die dicken, starken Sternmotoren laut aufdrehen. Aber die Flieger von Bienenfarm können auch leise: Vom 7. Bis 11. August sind die Veteranen des Segelfluges im Havelland in der Luft.

Von Ulrich Hansbuer

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