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Friesack Brücke über den Hauptkanal fertiggestellt
Lokales Havelland Friesack Brücke über den Hauptkanal fertiggestellt
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19:08 29.10.2019
Es ist geschafft: Christian Pust (r.), Michael Mey vom Landesamt für ländliche Entwicklung und Bürgermeister Arne Breder (l.). Quelle: Andreas Kaatz
Paulinenaue

Kaum war der Asphalt vor mehr als zwei Wochen drauf, rollten schon die ersten Autos und Fahrräder über das neue Brückenbauwerk zwischen Paulinenaue und Eichberge – illegal. Immer wieder mussten die Sperrelemente zurechtgerückt werden. Am Dienstagnachmittag war es nun aber endlich soweit: Die Brücke konnte für den Verkehr freigegeben werden.

Viele Paulinenauer kamen, wollten den historischen Moment nicht verpassen. Denn es ist schon gut 100 Jahre her, dass man eine Brückeneinweihung an dieser Stelle das letzte Mal erleben konnte. Der Vorgängerbau war aber nun schon so marode, dass er abgerissen werden musste.

Einen Monat früher fertig

„Ich freue mich, dass es bei diesem Bauvorhaben eine Punktlandung gab – zeitlich und finanziell“, sagte Amtsdirektor Christian Pust. „Eigentlich hat die Firma Gerd Müller aus Cottbus noch einen Monat Zeit zum Bauern“, meinte er. Denn der Fertigstellungstermin war ursprünglich für Ende November angesetzt.

Seit Baubeginn wurden unter anderem 35 Tonnen Baustahl und 220 Kubikmeter Beton verbaut sowie auf 80 Quadratmeter Gussasphalt aufgebracht für die 4,50 Meter breite Fahrbahn.

Förderung machte es möglich

Das Ganze kostete rund 837 000 Euro. „Eine Summe, die die Gemeinde nie hätte alleine aufbringen können“, sagte der Amtsdirektor. Nur mit der 75-prozentigen Förderung aus dem Leader-Programm war es möglich geworden. Von dort kamen 627 000 Euro.

Die alte und die neue Brücke: Ein großes Foto von der Einweihung vor rund 100 Jahren ermöglichte den Vergleich mit dem heutigen Bauwerk. Quelle: Andreas Kaatz

Trotzdem war der Eigenanteil von 209 250 Euro immer noch ein großer Happen für die Kommune – bei all dem, was sie noch vorhat. „Wir haben in der Gemeindevertretung lange und heiß diskutiert. Es wurden immer wieder Überlegungen angestellt, wie man den Kostenrahmen senken kann“, sagte Bürgermeister Arne Breder.

Gleich drei Gründe

Dass das Fördergeld vom Landesamt für Ländliche Entwicklung bereitgestellt wurde, hat gleich mehrere Gründe wie Regionalteamleiter Michael Mey sagte. Zum einen geht es um Tourismus, weil die Brücke zum Radweg „Stille Pauline“ gehört. Zum anderen „ist sie für die Erreichbarkeit der landwirtschaftlichen Flächen nötig und sie ermöglicht eine Verbindung zwischen Ortslagen“.

Nunmehr können auch wieder schwere Fahrzeuge das Gewässer an der Stelle überqueren. Dies war viele Jahre nicht so. Weil die Tragfähigkeit der Vorgängerbrücke gelitten hatte, gab es eine Gewichtsbegrenzung von sechs Tonnen.

Auch an die Tiere gedacht

Übrigen wurde beim Neubau auch an die Tiere gedacht. So bekamen die Schwalben Nisthilfen, aber auch der Fischotter soll sich wie zu Hause fühlen. Unterhalb der Brücke erhielt er eigens einen Weg aus feinem Sand, falls er mal nicht schwimmen will.

Neue Zukunft für Nadelwehrhaus

Bürgermeister Breder wies zudem darauf hin, dass es einen engagierten Paulinenauer gibt, der gemeinsam mit dem Kulturverein das Nadelwehrhaus gleich neben der Brücke wieder einer neuen Nutzung zuführen will. Früher diente es für die Lagerung der Holzelemente des Nadelwehres. Mit diesen wurde früher das Wasser aufgestaut. Momentan ist das Gebäude völlig eingewachsen.

Von Andreas Kaatz

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