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Friesack Neue Gruppenräume werden bald bezogen
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13:05 30.06.2019
Das macht Spaß: Die Kinder probieren im neuen Bad im Dachgeschoss schon mal die Waschbecken aus. Quelle: Andreas Kaatz
Paulinenaue

Für die Kinder war es schon ziemlich spannend. Sie durften die neuen Gruppenräume im Dachgeschoss ihrer Kita erkunden. Früher waren dort nur dunkle Lagerflächen, jetzt fällt jedoch viel Licht durch die neuen, insgesamt 16 Dachflächenfenster. Und eine Toilette und Waschbecken gab es da früher auch nicht. So wurden die Wasserhähne im Sanitärraum erst einmal ausgiebig getestet. Das machte ordentlich Spaß.

Wann die ersten Kinder in die neuen Räume ziehen werden, steht aber noch nicht fest. Spätestens im September soll es soweit sein. „Baulich sind wir bis auf ein paar Restarbeiten fertig“, sagt Marcel Adlung vom Bauamt der Friesacker Amtsverwaltung. Die Grundreinigung ist ebenfalls schon erfolgt. Allerdings fehlt unter anderem noch die Betriebserlaubnis, die das Bildungsministerium erteilt. Ein Besichtigungstermin fand jetzt statt.

Derzeit 60 Plätze

Offen ist allerdings noch, wie viel Kinder künftig dort zusätzlich betreut werden können. Momentan hat die Kita 60 Plätze, demnächst sollen es etwa 15 mehr sein. Möglicherweise sind es aber auch noch mehr, der Gemeinde käme es jedenfalls entgegen. Denn der Ausbau erfolgte gerade deshalb, weil es momentan zu wenig Kita-Plätze im Ort gibt, die Nachfrage nicht erfüllt werden kann. Mehr als 250 000 Euro hat sich die Kommune das Projekt kosten lassen, ein Teil der Summe wurde gefördert.

Bei den Erzieherinnen kommt das Ergebnis jedenfalls gut an. „Es ist wirklich sehr schön geworden“, sagt Kita-Leiterin Petra Hänsel. Sie findet es gut, dass die Dachbalken sichtbar geblieben sind. „Das hat Flair.“ Und sie hat durchaus schon Ideen, wie man die Stützpfeiler künftig in die Dekoration einbeziehen kann, ohne das Ganze zu überladen. Denn die Balken sollen für sich wirken. „Das wird keinesfalls eine Villa Kunterbunt“, sagt sie schmunzelnd.

Große Herausforderung

Rückblickend meint die Leiterin der Kita „Paulinchen“: „Es war schon eine große Herausforderung, weil die Bauarbeiten im laufenden Betrieb erfolgt sind und weil gleichzeitig auch im Erdgeschoss etwas passiert ist.“ Dort erfolgten unter anderem Durchbrüche, um den Brandschutzauflagen gerecht zu werden.

Die Krippenkinder mussten dazu zeitweise in den Kindergartenbereich umziehen. „Aber das hat letztlich alles gut funktioniert. Das betraf auch die Absprachen mit den Baufirmen.“ Intensive und lautstarke Arbeiten wurden zuvor angekündigt beziehungsweise außerhalb der Mittagsschlafzeit erledigt.

Alle halfen mit

Bei der anschließenden Reinigung halfen auch die Eltern. „Ganz viel Kraft hat aber auch das Team reingesteckt“, sagt die Leiterin, „Für alle war es eine anstrengende Zeit und ich bin froh, dass wir uns jetzt wieder auf das Tagesgeschäft konzentrieren können.“

Paulinenaues neuer Bürgermeister Arne Breder ist ebenfalls vom Ergebnis positiv überrascht. Er hat das Vorhaben noch als Gemeindevertreter mit auf den Weg gebracht, ging früher als Kind selbst in diese Kita. „Es ist sehr schön, dass sich die Bedingungen deutlich verbessert haben. Jetzt muss man sehen, wie sich das einspielt, wenn die Kinder drin sind. Prima, dass das Vorhaben im Zeitplan geblieben ist, auch wenn jetzt noch Jalousien nachgerüstet werden müssen“, sagt er. Ohne Förderung hätte es aber nicht geklappt.

Kita hat im Amt guten Ruf

Für Breder ist die Erweiterung wichtig, weil die Gemeinde ständig neuen Zuwachs zu verzeichnen hat. Immer mehr Familien ziehen dort hin. „Allein im vergangenen Jahr wurden elf neue Häuser im Dorf gebaut“, sagt er. Und es geht weiter. Dies führe zumindest dazu, dass man sich um die Auslastung der Kita in der nächsten Zeit keine Gedanken zu machen braucht. Zumal die Kita auch generell im Amt einen guten Ruf habe und gut angewählt werde.

Bei den Umbauarbeiten wurde unter anderem auch die Küche im Erdgeschoss erneuert. Zudem entstand im Obergeschoss eine Personaltoilette, um die Bedingungen für die Beschäftigten zu verbessern. Zusatzarbeiten betrafen beispielsweise die Alarmmeldeanlage, die umgerüstet werden musste.

Von Andreas Kaatz

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