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Friesack Wasser- und Bodenverband Nauen: Ab 2021 sollen gestaffelte Beiträge gelten
Lokales Havelland Friesack Wasser- und Bodenverband Nauen: Ab 2021 sollen gestaffelte Beiträge gelten
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17:27 14.11.2019
Das Krauten von Gräben gehört zu den Aufgaben des Wasser- und Bodenverbandes Nauen. Quelle: privat
Havelland

Dass ab Januar die Beiträge für den Wasser- und Bodenverband „Großer Havelländischer Hauptkanal, Havelkanal, Havelseen“ steigen – von 11,36 Euro je Hektar auf 13,26 Euro – damit haben sich die Grundstückseigentümer, Kommunen und Waldbesitzer abgefunden. Der Beschluss wurde ja bereits im Juni gefasst. Doch schon ab 2021 droht neuer Ärger wegen der Beiträge. Wie Verbandsvorsitzender Sven Balmer am Ende der jüngsten Mitgliederversammlung in Paaren im Glien informierte, sei die Einführung gestaffelter Beiträge geplant.

Neue Verteilung der Beiträge

Im Klartext: Bisher zahlen alle Grundstückseigentümer im Verbandsgebiet einen einheitlichen Beitragssatz. Ab 2021 soll unterschieden werden. Der Vorschlag des Brandenburger Umweltministeriums sieht vor: für Wald wären 7,29 Euro je Hektar fällig, für landwirtschaftliche Flächen 14,58 Euro und für Siedlungsflächen 21,06 Euro. „Das ist so verteilt, dass unterm Strich wieder 13,26 Euro je Hektar rauskommen sollen“, so Sven Balmer.

Kritik von Brieselangs Bürgermeister

Ein Gegenvorschlag von bestimmten Fachverbänden sieht noch eine andere Aufteilung vor, die Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn zu der Aussage trieb: „Schwachsinn“. Demnach müssten für Waldflächen 4,49 Euro je Hektar, für landwirtschaftliche Flächen 11,42 Euro und für Siedlungsflächen 44,89 Euro gezahlt werden. „Das wäre für Kommunen und private Grundstücksbesitzer eine Vervierfachung des Beitrages gegenüber 2018. Das kann man niemandem vermitteln“, schimpfte Garn.

Verbandsvorsitzender Sven Balmer stellte klar, dass „der Nauener Wasser- und Bodenverband diese Sache nicht angestoßen hat und auch mit der prozentualen Verteilung der Beiträge nichts zu tun hat.“ Es seien Vorgaben des Umweltministeriums. Aber dabei sei das letzte Wort ja noch nicht gesprochen.

Verband zahlt Schöpfwerksbetrieb allein

Die im Januar 2020 anstehende Beitragserhöhung ist nötig, weil das Land Brandenburg sich nicht mehr an den Kosten für den Betrieb der Schöpfwerke an Gewässern II. Ordnung beteiligt, sagt Verbandsgeschäftsführer Peter Hacke. Ohne diese Schöpfwerke würden mehr Flächen überflutet, was sich vor allem für Landwirte und Waldbesitzer negativ auswirken würde. Aber auch in tief gelegenen Wohngebieten würde das öfter mal für feuchte Keller sorgen. Bei 34 Schöpfwerken dieser Art im Verbandsgebiet kommen etwa 160 000 Euro zusammen.

Bisamratten zerstören Deiche

Außerdem müsse der Verband auch die Kosten für die Bisamjagd nun selbst tragen. Die Tiere beschädigen die Deichanlagen, sodass etwa 500 bis 600 pro Jahr im Bereich des Nauener Verbandes eingefangen werden müssen. Rund 30000 Euro sind dafür einzuplanen.

Zu den Mitgliedern des Nauener Wasser-und Bodenverbandes gehören neben privaten Grundstückeigentümern und Waldbesitzern auch Kommunen aus den Kreisen Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark und die Stadt Brandenburg/Havel.

Von Jens Wegener

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