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Friesack Wechsel an der Spitze der Feuerwehr
Lokales Havelland Friesack Wechsel an der Spitze der Feuerwehr
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20:15 09.07.2019
Leben für die Feuerwehr (v.l.): Christian Gnewikow, Sebastian Milde und Arne Breder. Quelle: Andreas Kaatz
Paulinenaue

An der Spitze der Paulinenauer Feuerwehr mit ihren 25 aktiven Kameraden fand jetzt ein Wechsel statt. Nach zehn Jahren gab Arne Breder den Posten des Ortswehrführers ab, bleibt aber der Feuerwehr erhalten.

An seine Stelle trat zum 1. Juli Christian Gnewikow, bisher stellvertretender Ortswehrführer. Diese Position wiederum nimmt nun der 29-jährige Sebastian Milde ein.

Traum geht in Erfüllung

Für Christian Gnewikow geht mit der Ernennung zum Ortswehrführer ein Herzenswunsch in Erfüllung. Für ihn war es keine Frage, dass er es macht, wenn er gebraucht wird. „Davon habe ich durchaus schon geträumt“, räumt er ein.

Der 34-Jährige tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters Gerd Gnewikow, der 29 Jahre lang der Paulinenauer Wehr vorstand – bis zum 31. Dezember 2008. Anfang März 2010 verstarb er dann unerwartet.

Eine echte Feuerwehr-Familie

Christian Gnewikow stammt aus einer echten Feuerwehr-Familie. Nicht nur der Vater war in der Wehr, auch die Mutter, die Großeltern und der Uropa. Und heute tragen auch seine Frau und die Kinder die Feuerwehruniform.

Personalwechsel in der Feuerwehr

Der Wechsel an der Paulinenauer Wehrspitze ist der dritte in diesem Jahr innerhalb der Friesacker Amtsfeuerwehr.

So haben bereits zum 1. Januar in Senzke der Ortswehrführer und sein Stellvertreter die Posten getauscht. Zum 1. April gab es den gleichen Wechsel im Wiesenauer Ortsteil Warsow.

In Senzke ist jetzt Fabian Katterwe Ortswehrführer. Als sein Stellvertreter fungiert Dirk Füllgraf-Weidemann.

In Warsow leitet nun Stephen Puhl die Wehr, sein Stellvertreter ist Reiner Kutscher.

„Die Familie hält mir immer ordentlich den Rücken frei, ohne diese Unterstützung kann man es auch nicht schaffen“, sagt er. Denn neben dem ehrenamtlichen Job in der Wehrleitung ist er seit ein paar Jahren auch Vorsitzender des Feuerwehrfördervereins.

Hoffnung auf Anbau

Als einen Schwerpunkt in der kommenden Zeit sieht er die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, um die Platzprobleme zu beheben. „Das Thema steht weiterhin im Raum und wir hoffen, dass die Verwaltung das Vorhaben umsetzt“, sagt Christian Gnewikow. Seit Jahren werde der Anbau den Paulinenauern versprochen.

Darüber hinaus möchte Gnewikow noch mehr für die Ausbildung der Kameraden tun. „Vielleicht kann man die Ausbildung hier am Standort weiter forcieren“, sagt er. Dabei gehe es ihm insbesondere um das praxisorientierte Training direkt am Fahrzeug – ergänzend zu den Ganztagsausbildungen, die mehrere Male im Jahr von Seiten der Amtsfeuerwehr organisiert werden.

„Super Zusammenhalt“

Mit Sebastian Milde haben die Kameraden einen neuen stellvertretenden Ortswehrführer, der noch nicht lange in Paulinenaue lebt. Er zog vor ein paar Jahren aus einem Dorf bei Sangerhausen ins Havelland.

Zwar ist er seit Kindertagen Mitglied in der Feuerwehr, in Paulinenaue aber erst das zweite Jahr. „Es war mir klar, dass ich auch hier eintreten werde. Seit dem ersten Tag habe ich einen super Zusammenhalt erlebt“, sagt er. Das erleichterte ihm auch die Entscheidung, den Posten zu übernehmen.

Kein leichter Anfang

Für Arne Breder indes ist eine teils intensive Zeit zu Ende gegangen. Er übernahm den Posten damals von Gerd Gnewikow, der gerne noch seine 30 Jahre voll gemacht hätte, es aber nicht durfte. „Das hatte den Anfang nicht leicht gemacht“, so Breder.

Hinzu kamen im Laufe der Jahre Spannungen innerhalb der Feuerwehr, Grabenkämpfe und persönliche Anfeindungen ihm gegenüber. „Wir waren sehr viel mit uns selbst beschäftigt.“ Doch das ist seit mehr als sechs Jahren Geschichte. „Jetzt können wir gut nach vorne schauen“, so Arne Breder, der nun etwas mehr Zeit hat, um seinen neuen Ehrenamtsjob als Bürgermeister auszufüllen.

Guter Nachfolger

Lob gibt es für ihn von Amtswehrführer Stefan Scharschmidt: „Arne Breder hat eine gute Arbeit gemacht, obwohl wir damals nicht die beste Ausgangslage hatten.“ Er ist froh, dass er der Feuerwehr als Kamerad und Atemschutzgeräteträger weiterhin erhalten bleibt.

Zudem denkt Scharschmidt, dass mit Christian Gnewikow ein guter Nachfolger gefunden worden ist. „Er ist bei den Kameraden anerkannt – auch wegen seiner Ausbildertätigkeit bei den Ganztagsausbildungen“, sagt er. Zudem sei die Feuerwehr auch mit Sebastian Milde und Stefan Lange, Leiter der Jugendfeuerwehr, gut aufgestellt.

Von Andreas Kaatz

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