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Havelland Frühstück im Schatten der Eiche
Lokales Havelland Frühstück im Schatten der Eiche
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17:04 19.07.2019
Gemeinsames Frühstück von Mitgliedern des Kirchenfördervereins Hohennauen und Baumpflanzern im Schatten einer Roteiche. Quelle: Norbert Stein
Albertsheim

Der Ort war schon etwas ungewöhnlich für den Anlass, damit hatte es aber auch eine besondere Bewandtnis. Viele Jahre war eine Stieleiche ein besonderer Hingucker auf dem Feldschlag. Ihre grünen Blätter sorgten besonders zum blühenden Raps oder reifenden Getreide für einen sehenswerten und wohltuenden farblichen Kontrast in der Landschaft.

Beliebtes Fotomotiv

Die Stieleiche auf dem Acker neben dem Jederitzer Mittelgraben war für Havelländer, Urlauber und Gäste in begehrtes Fotomotiv. Künstler malten die Landschaft gerne. Eines Tages fiel die Eiche um. Das Alter und ein Unwetter hatten dem Baum zugesetzt.

Neuer Baum

Die Agrargenossenschaft Hohennauen bearbeitet die Fläche und räumte den entwurzelten Baum vom Acker. Es dauerte auch nicht lange, bis die Landwirte im Jahr 2009 gemeinsam mit Jägern und Förstern aus der Region neben dem Baumstumpen eine kleine Amerikanische Roteiche pflanzten.

Bei dem Picknick. Quelle: Norbert Stein

Sie versprachen sich, sich um den jungen Baum zu kümmern, ihn zu pflegen und in langen Trockenperioden mit Wasser aus dem Jederitzer Mittelgraben zu versorgen. Und sie haben ihr Versprechen eingehalten.1999 gründete in Hohennauen auch Monika Pickenhahn mit engagierten Einwohnern den Förderverein zum Erhalt der Dorfkirche.

Im Förderverein

Einige Baumpflanzer von damals wurden Mitglied im Kirchenförderverein. Ein Jahrzehnt ist inzwischen vergangen. Der Kirchenförderverein kann auf zehn erfolgreiche Jahre zurückblicken und nutzte dafür auch das Gemeinschaftspicknick mit Akteuren der Baumpflanzung in seinem Gründungsjahr.

Erinnerungen

Bei belegten Broten, Würstchen, Sekt, Bier, Saft und Kaffee im Schatten der Amerikanischen Stieleiche berichtete die Vorsitzende des Fördervereins, Monika Pickenhahn, von guten Fortschritten zur umfangreichen Sanierung der Dorfkirche.

Die Kirche in Hohennauen wird saniert. Quelle: Norbert Stein

Die Dacheindeckung sei abgeschlossen und im Inneren der Kirche werde nunmehr der Fußboden erneuert, sagte die Fördervereinsvorsitzende. Sie machte Hoffnung auf einen Weihnachtsgottesdienst in der sanierten Dorfkirche Hohennauen.

Gedicht verfasst

Der Jäger Gerhard Pionscheck hatte am Abend vor dem Frühstück im Grünen auf einem Ansitz ein Gedicht verfasst und dem Eichenstandort auf dem FeldschlagHavelknick“ gewidmet. Die Eiche sei gut gewachsen und habe mittlerweile schon einen etwa 15 Zentimeter starken Stammdurchmesser, sagte Klaus Reinhardt bei dem von Gerhard Stackebrandt und Ernst-Dietrich Wille organisierten Treffen.

Beitrag zum Klimaschutz

Reinhardt war bis zu seinem beruflichen Ruhestand Förster und er war ebenfalls an der Pflanzung der neuen Eiche beteiligt. Er plädierte beim Frühstück für die Anpflanzung weiterer Wälder und Einzelbäume in der Landschaft, in Städten und Dörfern, als einen Beitrag zum Klimaschutz.

Von Norbert Stein

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