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Havelland Die Gemeinde plant kleines Wohngebiet
Lokales Havelland Die Gemeinde plant kleines Wohngebiet
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00:16 25.07.2017
Am Bahnhof in Hohennauen könnte ein neues, kleines Wohngebiet entstehen.
Am Bahnhof in Hohennauen könnte ein neues, kleines Wohngebiet entstehen. Quelle: Norbert Stein
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Hohennauen

Viel erinnert heute nicht mehr an die ehemalige Bahnstation in Hohennauen. Die Gleise sind aufgenommen und der Gleisschotter entfernt. Im Dezember 2003 wurde die Bahnstrecke Neustadt/Dosse – Rathenow stillgelegt und damit hielt auch in Hohennauen das letzte Mal ein Zug.

Die Bahnstrecke wurde verkauft, ebenso das kleine Bahnhofsgebäude in Hohennauen. Auf dem Vorplatz liegt noch ein Fahrradunterstand „Hohennauen“. Hinter dem Bahnhofgebäude, wo Waggons entladen und Bahngüter gelagert wurden, ist heute eine Grünfläche. Der Bahnhof Hohennauen und sein Umfeld haben ihre einst zugedachte Aufgabe verloren.

Der alte Fahrradunterstand ist noch vorhanden. Quelle: Norbert Stein

Nun könnte das Gebiet eine neue Zukunft bekommen. Dafür lässt die Gemeinde Seeblick vom Bauamt in Rhinow die Möglichkeit einer Bebauung mit Wohnhäusern entlang der Straße „Am Bahnhof“ im Ortsteil Hohennauen prüfen. Entlang der Straße haben mehrere Eigentümer Flächen. Insgesamt sind es 2,1 Hektar für Baugrundstücke bis zu 800 Quadratmeter Größe.

Das Gelände biete sich für eine solche Entwicklung an, sagte Hagen Roßmann auf einer Gemeindevertretersitzung. Der Planer sprach für zwei Investoren, die ihr Interesse bekundet haben, im Bahnhofsumfeld bauen zu wollen. Die ehemalige Bahntrasse soll in die Bebauung des Gesamtgebietes einbezogen werden. Der Eigentümer sei damit einverstanden, erklärte Roßmann den Abgeordneten. Die Bahntrasse und Lagerplatz sind Konversionsflächen. Und gerade solche Flächen sollten dem Planer zufolge entwickelt werden.

Das Bauamt wird für die Gemeinde nun zunächst eine Anfrage an die gemeinsame Landesplanung Berlin/Brandenburg stellen, ob eine Bebauung an der Straße „Am Bahnhof“ in Hohennauen möglich wäre oder ob landesplanerischen Interessen entgegenstehen. Möglich wäre auch eine teilweise Genehmigung, sagt die Rhinower Bauamtsleiterin Birgit Schmidtke, weil zum Beispiel die Fläche im vorderen Bereich an Stallanlagen grenzt.

Stimmt die Landesplanung dem kommunalen Ansinnen zu, müsste die Gemeinde im weiteren Verfahren ihren Flächennutzungsplan anpassen. Erst danach könnte sie den zur Baureife erforderlichen Bebauungsplan aufstellen lassen. Bezahlen müssten den Bebauungsplan die Flächeneigentümer. Der Gemeinde dürften daraus keine Kosten entstehen, erklärt die Bauamtsleiterin zur Finanzierung.

Die Schienen sind längst weg. Quelle: Norbert Stein

Von Norbert Stein