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Havelland Gemeindevertretung vertagt Regeln für Blühstreifenprojekte
Lokales Havelland Gemeindevertretung vertagt Regeln für Blühstreifenprojekte
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15:02 24.05.2019
Auf der Streuobstwiese Spaatz wurden Blühstreifen angelegt. Quelle: Norbert Stein
Havelaue

In den Dörfern und in der Landschaft der Gemeinde Havelaue sollen Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co wieder einen besseren Lebensraum vorfinden. Die Regionalgruppe „Blühendes Ländchen“ im Netzwerk „Blühende Landschaft“ engagiert sich seit ihrer Gründung im März für mehr Vielfalt in der Natur.

Erste Erfolge

Die Gruppe um Udo Schäfer und Christina Wolff kann auch schon erste Erfolge vorweisen. Vor allem aber hat sie einen Diskussionsprozess zu blühenden, insektenfreundlichen Blühflächen in der Region beflügelt. Der Diskussion sind auch bereits erste Taten gefolgt.

400 Quadratmeter

In Prietzen wurde eine Blühfläche geschaffen, auch in Spaatz und Wolsier hat sich in dieser Hinsicht schon einiges getan. Auf der Streuobstwiese des Vereins „Gesund in die Zukunft“ wurden Blühstreifen angelegt. In Gülpe wurden am Wochenenden 400 Quadratmeter als Bienenwiese hergerichtet. Eigentümerin der Fläche ist die Gemeinde.

Die Details

„Wir sind mit unterer Aktion am Wochenende wohl etwas vorgeprescht“, sagte der Gülper Ortsvorsteher Wolfgang Radtke am Mittwoch in einer Gemeindevertretersitzung und die Diskussion bewies, dass in der Kommunalpolitik bei weitem nicht alles einfach ist. Die Abgeordneten hatten über einen Beschluss zur weiteren Verfahrensweise zu befinden. Es geht darum, wo und wie Blühstreifen auf öffentlichen Flächen und gemeindeeigenen Flächen angelegt werden sollen.

Auch in der Kreiserntefeststadt Premnitz legten der Kreisbauernverband und die Stadtverwaltung einen Blühstreifen an. Quelle: Bernd Geske

Wenn Blühfelder angelegt werden, müsse dies mit einer Lageskizze der Fläche, einer Kurzbeschreibung samt einem verantwortlichen Ansprechpartner dem jeweils zuständigen Ortsbeirat angezeigt werden – hieß es in der Beschlussvorlage. Angelegt werden dürfe ein Blühstreifen aber erst nach Zustimmung durch den Ortsbeirat und wenn das Ordnungsamtes das Projekt zur Kenntnis genommen hat.

Mehr Gespräche notwendig

Ein zur Fahrbahn einzuhaltender Mindestabstand von zwei Metern war ein weiterer Beschlussvorschlag, wie auch der Ausschluss von Friedhöfen, Spielplätzen und Wäldern. Ob in jedem Fall zwei Meter zur Fahrbahn einzuhalten sind, bezweifelte Udo Schäfer und er sah auch noch weiteren Gesprächsbedarf zur Beschlussvorlage.

Alle stimmen zu

Schäfer bat die Abgeordneten um weitere Beratungen. Dafür wird es nun auch Gelegenheit geben. Bürgermeister Guido Quadfasel gab die Vorlage nicht zur Abstimmung frei. Seinem Vorschlag, die Entscheidung zu vertagen, stimmten alle Abgeordneten zu.

Was man noch tut

Auch der Vorschlag von Silvio März, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich die Gegebenheiten in den Dörfern ansieht und mit dem jeweiligen Ortsbeirat erörtert, fand die die Zustimmung der Abgeordneten.

Bienen soll es besser gehen. Quelle: Nicolas Armer/dpa

Gemeindevertreterin Dorit Stawecki plädierte dafür, hintere Ortslagen für Blühflächen zu nutzen. Ingo Bünsch sagte, Blühstreifen sollten in erster Linie auf privaten Flächen angelegt werden. Auch dafür gibt es schon Beispiele in der Gemeinde.

Auch in Gülpe

So leistet auch die Agrargenossenschaft Gülpe ihren Beitrag für eine bienenfreundlichere Landschaft. 21 Hektar Brachland werden nicht bearbeitet, 7,6 Hektar sind Honigbrache mit zehn ausgewählten Pflanzenarten und fünf Hektar sind Blühstreifen, sagte Geschäftsführer Enrico Voigt.

Von Norbert Stein

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