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Havelland Görke und Johlige fordern Geld für kleine Orte im Havelland
Lokales Havelland

Görke und Johlige fordern Geld für kleine Orte im Havelland

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16:31 16.11.2020
Großwudicke könnte von einer Neuregelung, wie sie Görke fordert, profitieren. Quelle: Dirk Fröhlich
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Havelland

Andrea Johlige und Christian Görke greifen damit eine Idee auf, die ehemalige Mitgliedern der Enquete-Kommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ geäußert hatten.

Die Landtagsabgeordmeten schlagen vor, dass Orte mit besonderer Funktion mit jährlich 40 000 Euro dauerhaft unterstützt werden. „Kürzlich haben sich ehemalige Mitglieder der Enquete-Kommission für die weitere Stärkung des ländlichen Raums im Flächenland Brandenburg ausgesprochen“, so Christian Görke dazu.

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Weitere Stärkung

„Nach der Einführung der grundfunktionalen Schwerpunkte und ihrer Förderung mit jährlich 100 000 Euro, die noch unter der rot-roten Landesregierung auf den Weg gebracht wurde, ist die weitere Stärkung der Kommunen im ländlichen Raum auch nach unserer Auffassung erforderlich“, findet nun Andrea Johlige, die kommunalpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Brandenburg ist.

„Die Einstufung der Kommunen als grundfunktionale Schwerpunkte anhand der Kriterien des Landesentwicklungsplanes hat auch im Havelland gezeigt, dass einige Gemeinden durch das Raster fallen, obgleich sie Aufgaben für ihr Umland erfüllen und damit zur öffentlichen Daseinsvorsorge im ländlichen Raum beitragen“ fährt Görke fort und benennt Großwudicke (ein Ortsteil der Gemeinde Milower Land) und Paulinenaue (Amt Friesack).

Mit besonderer Funktion

Um auch diese Kommunen unterhalb der Landes- und Regionalplanung bei der öffentlichen Daseinsvorsorge dauerhaft zu unterstützen, plädieren die beiden havelländischen Landtagsabgeordneten für die Ausweisung einzelner oder mehrerer Gemeinden beziehungsweise Ortsteile als „Orte mit besonderer Funktion“. Da diese Orte verschiedene Versorgungsaufgaben im ländlichen Raum übernehmen, sollen sie durch das Land mit 40.000 Euro im Jahr unterstützt werden.

„Angesichts der zurückgehenden Mittel aus den EU-Fördertöpfen für den ländlichen Raum und des Corona bedingten Rückgangs des Steueraufkommens in den nächsten Jahren benötigen gerade die kleinen Kommunen eine dauerhafte finanzielle Unterstützung, damit sich ihre Aufgaben bei der öffentlichen Daseinsvorsorge erfüllen und damit die Lebensqualität auf dem Land erhalten können“, so Johlige und Görke übereinstimmend.

Von MAZ