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Havelland Äußerung von Dietmar Woidke sorgt für Wirbel
Lokales Havelland Äußerung von Dietmar Woidke sorgt für Wirbel
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00:18 28.07.2017
Brandenburg wäre eine gute Kreisstadt, sagt Dietmar Woidke. Quelle: JACQUELINE STEINER
Rathenow

Nachdem Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in einem Interview mit der Märkischen Allgemeinen erklärt hatte, Brandenburg an der Havel sei nach einer möglichen Kreisgebietsreform und dem Zusammenschluss mit dem Landkreis Havelland „eine gute Kreisstadt“, ist in Rathenow eine Auseinandersetzung um die Deutung dieser Worte entbrannt. Martin Gorholt, Unterbezirksvorsitzender der SPD Havelland beeilte sich zu erklären, dass Ministerpräsident Dietmar Woidke dies bei einem Besuch in Rathenow auch über Rathenow gesagt hätte. „Er war in der Stadt Brandenburg und hat gesagt, Brandenburg wäre eine gute Kreisstadt.“ Er habe, so sieht es Gorholt, „eine neutrale Antwort gegeben“.

Dombrowski glaubt das nicht

Dieter Dombrowski (CDU), Landtagsabgeordneter aus Milower Land und Vizepräsident des Landtages glaubt das nicht. Der Vorsitzende der Havelland-CDU ist entschiedener Gegner einer Kreisgebietsreform. „Für SPD-Politiker gilt anscheinend, den Leuten überall das zu sagen, was sie gerade hören wollen.“ Und Holger Schiebold (CDU), Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneter aus Milow wundert sich nicht: „Erst Herr Holzschuher und nun Herr Woidke, da kommen noch mehr.“ Ralf Holzschuher, Unterbezirksvorsitzender der SPD in Brandenburg/Havel hatte sich schon vor einiger Zeit für Brandenburg als Kreisstadt nach einer Gebietsreform ausgesprochen. Martin Gorholt hingegen verweist darauf, dass der Landtag entscheiden wird, welche Städte Kreisstadt werden. Diese Entscheidung lasse Woidke „bewusst offen“.

Rechnung ohne die Bürger

Dietlind Tiemann (CDU), Oberbürgermeisterin in Brandenburg an der Havel macht den Rathenowern Hoffnung: „Der Ministerpräsident macht die Rechnung ohne die Bürgerinnen und Bürger der beiden Städte., denn die sind sowieso mehrheitlich gegen diese Reform.“

Ralf Holzschuher plädiert für Brandenburg an der Havel als Kreisstadt Quelle: JACQUELINE STEINER

In dem Gespräch mit der Märkischen Allgemeinen, in dem die umstrittene Äußerung fiel, äußerte sich Woidke nicht zu weiteren Bewerbern. Wie bekannt, hat sich die SPD Havelland ebenso wie die Verwaltungen des Kreises und der Stadt Rathenow dafür ausgesprochen, dass Rathenow Kreisstadt bleiben soll – auch nach einer möglichen Fusion.

Deutlicher Hinweis von Woidke

Wenn der Ministerpräsident allerdings einen so deutlichen Hinweis gibt, dann scheint die Linie vorgegeben. Bisher hat sich Rathenow offiziell um den Kreissitz beworben. „Wenn Brandenburg Kreisstadt sein will, muss sie sich um den Kreissitz bewerben“, sagte Woidke und kritisierte die Volksinitiative, die sich in Brandenburg gegen die Kreisreform stellt.

Für Martin Gorholt gibt es nur eine Kreisstadt-Entscheidung. Und die lautet Rathenow. Quelle: Peter Geisler

Spannend wird die Kreisstadtfrage auch deswegen, weil sich zwei CDU-Politiker der Stadt Brandenburg, Walter Paaschen und Jean Schaffer, ebenfalls für einen Kreissitz in der Stadt Rathenow ausgesprochen haben. Die Äußerung des Ministerpräsidenten dürfte der Diskussion um die Kreisreform und ihre Folgen noch einmal Fahrt verleihen. Erst vor zwei Wochen hatte sich der SPD-Unterbezirksvorsitzende Martin Gorholt für Rathenow als Kreisstadt ausgesprochen und zuversichtlich gezeigt, dass dies auch so kommen werde. Zumindest Woidke sieht das offener.

Bürgerinitiative nimmt Arbeit auf

In der Stadt Rathenow gibt es mittlerweile eine Bürgerinitiative, die sich dafür einsetzen will, dass Rathenow Kreisstadt bleibt. Diese wurde auf Betreiben der CDU und begleitet von viel Kritik von der SPD gegründet. Auch Landrat Roger Lewandowski und Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) sind der Überzeugung, dass Rathenow Kreisstadt bleiben sollte. Beide sind allerdings auch Gegner jedweder Kreisreform.

Von Joachim Wilisch

Sie sind Bahnfans, haben zumeist früher selbst auf dem Rangierbahnhof Wustermark in Elstal gearbeitet. Seit 2014 kümmert sich die Gruppe des Bahnsozialwerkes Elstal um den Erhalt des Stellwerkes RS IV. Jetzt wünschen sie sich neue und jüngere Mitglieder.

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