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Havelland Großes Geld für die Kleine Grundschule
Lokales Havelland Großes Geld für die Kleine Grundschule
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17:43 24.07.2017
Der Bagger war schon im Einsatz, von links Fred Ziem, Anke Engeleiter, Felix Menzel, Wolfgang Gräfe und Mario Bessert vor der Kleinen Grundschule in Großwudicke Quelle: Bernd Geske
Großwudicke

Die Gemeinde Milower Land nimmt viel Geld in die Hand, um an der Kleinen Grundschule in Großwudicke verschiedene wichtige Bauarbeiten zu finanzieren. Vor wenigen Tagen haben die Handwerker angefangen. Den örtlichen Verantwortlichen ist es gelungen, aus dem Leader-Programm Fördermittel in der stattlichen Höhe von 321 500 Euro allein für die Schule an Land zu ziehen. Zusammen mit dem Eigenanteil der Gemeinde stehen nun 430 600 Euro zur Verfügung.

Als erste Maßnahme wird die Heizung erneuert. Das bisherige Modell, das mit Öl betrieben wurde und ursprünglich ein paar Wohnblocks mit beheizte, ist schon demontiert. Als Brennstoff wird künftig das umweltfreundlichere Erdgas dienen und die neue Heizung wird genau passend nur für die Schule ausgelegt. Hohen Schauwert hatte vor wenigen Tagen für Schüler und Lehrer die Entnahme eines langen Rohres für die alte Heizung aus dem Schornstein, wobei ein sehr hoher Kran zum Einsatz kam.

Schulleiterin Anke Engeleiter. Quelle: Bernd Geske

Abgerissen wird die noch verbliebene zweite Hälfte der alten Baracke aus den achtziger Jahren, die schon lange nicht mehr für Unterrichtszwecke genutzt werden konnte. Deren erste Hälfte war 2010 abgerissen worden. Auf einem schulnahen Teil der Fläche, auf dem der alte Flachbau stand, wird dann ein neues Multifunktionsgebäude errichtet. Es wird zwei Räume für die Schule, einen Raum für die Kita, entsprechende Sanitäranlagen beherbergen und insgesamt eine Grundfläche von rund 200 Quadratmetern haben.

Damit der Weg vom Schulgebäude zum Neubau nebenan so kurz wie möglich ausfallen kann, wird an einer Stelle der Schule ein Durchbruch gemacht. Barrierefrei kommen dann die Kinder mit wenigen Schritten von Haus zu Haus und müssen nicht mehr wie bisher die längere Strecke außen herum benutzen. Ganz bestimmt nicht zuletzt wird ein Treppenlift ins Schulhaus gesetzt, der für Menschen mit körperlichen Einschränkungen vorgesehen ist. Der Plan sieht vor, dass alle Bauarbeiten abgeschlossen sein sollen, wenn 2018 die Sommerferien zu Ende gehen.

„Das ist schon eine große Investition für uns“, gibt Milower-Land-Bürgermeister Felix Menzel (SPD) gern zu. Im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs, erinnert er, habe die Gemeinde sich im vergangenen Jahr eine Zehn-Punkte-Liste erstellt, auf der beide Schulen der Gemeinde ganz oben standen. Durch kluge Projekte und gute Anträge sei es nun gelungen, Fördermittel in stattlicher Höhe zu erlangen.

Kleine Grundschule ist gerade 55 Jahre

Die Kleine Grundschule in Großwudicke hat Ende Juni gerade ihr 55-jähriges Bestehen gefeiert.

Nach dem ersten Spatenstich 1959 zogen sich die Bauarbeiten bis zum Januar 1962 hin.

Mehrmals hatten Kinder Briefe an verschiedene Stellen geschrieben, weil die Bauarbeiten nicht voran kamen.

Eröffnet wurde die Schule mit acht Klassen. 1974 gab es erstmals eine 9. Klasse, ein Jahr später eine 10.

Seit 2010 steht das Schulgebäude unter Denkmalschutz. Es gilt als reformsozialistischer pädagogischer Bau.

Beim 2016 erstmals vom Land ausgerufenen Stadt-Umland-Wettbewerb mussten sich alle Kommunen des Westhavellandes zusammen schließen, da sie sich nur so bewerben durften.

Berücksichtigt wurden sie nicht. Das Milower Land hat dann einige Projekte für andere Programme eingereicht.

Schulleiterin Anke Engeleiter weist darauf hin, dass immer mehr Kinder in der Kleinen Grundschule angemeldet werden. Deren Status „Klein“ basiert auf jahrgangsübergreifendem Unterricht für Klasse 1 und 2, 3 und 4, 5 und 6. Als sie vor zehn Jahren begonnen habe, berichtet Anke Engeleiter, hätten 62 Kinder die Schule besucht. Im nächsten Schuljahr werden es 105 sein. „Die Kinder sind in unserem Einzugsbereich derzeit einfach da“, sagt sie. Dabei müsste eine Kleine Grundschule von den Vorschriften her nur 45 Kinder haben, um den Betrieb aufrecht erhalten zu dürfen.

Und das ist ja noch nicht alles: In der Gemeinde wird fest damit gerechnet, dass in wenigen Wochen ein weiterer Bescheid ins Haus flattern wird, der für die Inge-Sielmann-Grundschule Milow weitere 530 000 Euro locker macht. Damit wird als Hauptmaßnahme an das Gebäude außen ein Fahrstuhl angesetzt, um es von unten bis oben barrierefrei zu machen. Über die Details wird noch zu berichten sein.

Von Bernd Geske

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