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Havelland Grünes Licht für Karls „Erdbeerland“
Lokales Havelland Grünes Licht für Karls „Erdbeerland“
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02:15 01.07.2017
Bürgermeister Holger Schreiber (l.) freut sich über die Vorhaben von Robert Dahl und dessen Familie in Elstal.
Bürgermeister Holger Schreiber (l.) freut sich über die Vorhaben von Robert Dahl und dessen Familie in Elstal. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark/Elstal

Die Hängepartie ist beendet. Das Raumordnungsverfahren zur Erweiterung von Karls Erlebnis-Dorf am jetzigen Standort sowie zum Bau von Karls Ferienressort „Erdbeerland“ auf dem Areal der Löwenkasernen an der B 5 kann beginnen. Einen entsprechenden Beschluss haben die Wustermarker Gemeindevertreter am Dienstagabend einstimmig gefasst.

Die in der letzten Gemeindevertretersitzung aufgetretenen Unstimmigkeiten und Unklarheiten bezüglich der Verkehrsanbindung sind in soweit geklärt, dass es im Zuge des Gesamtverfahrens eine detaillierte Untersuchung der Verkehrsströme geben wird, die aller Wahrscheinlichkeit eine Ausweitung des Knotens B 5/Ausfahrt Olympisches Dorf zu Folge haben wird. Das hatte Karls-Inhaber Robert Dahl zuletzt auch in der Sondersitzung des Wustermarker Hauptausschusses betont: „Diese Kreuzung wird ausgebaut werden müssen, in welcher Größe und Form muss man dann sehen.“ Aber Dahl sagt zur Finanzierung der Infrastruktur auch: „Karls und alle anderen, die dort in Elstal etwas wollen, müssen mit ins Boot.“ Er meint damit sowohl und vor allem das Outletcenter Elstal, die Eigentümer des Olympischen Dorfes, die Betreiber des Bahntechnologie Campus Havelland, das Land Brandenburg und die Gemeinde Wustermark.

Erste Überlegungen gehen vom Bau eines vierseitigen Kleeblattes an der B 5 aus. Wie Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) versicherte, seien die dafür maximal nötigen Flächen entweder schon gesichert oder die Eigentümer hätten die Bereitschaft zum Verkauf erklärt. In welchen Dimensionen die Ab- und Auffahrten zur B 5 neu gebaut werden, hängt besonders vom Besucherstrom in das künftige Ferienressort „Erdbeerland“ ab. Bis zu 2000 Betten für Gäste, Einzelhandelseinrichtungen und touristische Attraktionen sollen in den nächsten zehn Jahren auf dem Kasernengelände entstehen. Zusammen mit der Erweiterung des Erlebnis-Dorfes – zusätzliche Verkaufsflächen und Manufakturen – werden zwischen 1 und 1,6 Millionen Besucher jährlich erwartet. Baubeginn für das Freizeitressort soll 2019 sein, damit der erste Abschnitt 2021, zum 100. Geburtstag des Unternehmen Karls, fertig ist.

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