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Havelland Gut aufgestellt, doch neue Leute müssen her
Lokales Havelland Gut aufgestellt, doch neue Leute müssen her
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18:02 13.02.2015
Die Nachbehandlung bekam eine neue Lüftung, die nur noch halb so viel Energie verbraucht. Quelle: B. Geske
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Premnitz

Wurden 2011 für die Faser GmbH einschließlich ihrer Tochterfirma Innovative Kunststoffveredlung (IKV) 400 Beschäftigte genannt, hat sich deren Zahl nun auf 430 erhöht. „Wir entwickeln nach vorn“, lobt der geschäftsführende Gesellschafter Eberhard Brack und bremst dann ab: „Aber wir haben noch viele Hausaufgaben zu machen.“

Was die Herstellung von Farbfasern betreffe, sei das Unternehmen weiter unangefochten die Nummer 1 in Europa, sagt der Chef. Die Kunden würden hervorragende Qualität, Schnelligkeit und Flexibilität erwarten, dem werde die Märkische Faser GmbH gerecht. Auf Basis der üblichen Primärrohstoffe seien 2014 rund 40.000 Tonnen Fasern hergestellt worden.

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Auf Basis von Sekundärrohstoffen, oft PET-Flaschen, seien es rund 15.000 Tonnen gewesen. Es seien nicht mehr so viel wie früher klassische Textilien, für die Fasern geliefert werden, erklärt Brack. Die Bereiche Automobil, Filtration, technische Textilien und immer mehr die verschiedensten Konsumprodukte seien im Kommen. Es sei gelungen, die Rückgänge in den klassischen Bereichen durch Orientierung auf zukunftsträchtige Erzeugnisse wie Vliesstoffe auszugleichen.

All diese positiven Botschaften rückt der Chef dann aber zurecht, indem er von Wermutstropfen spricht. Die Energiekosten seien hoch, weil 2014 die EEG-Umlage gestiegen sei. Der Margendruck auf dem Markt zwinge das Unternehmen zu immer neuen Sparmaßnahmen. Durch eine neue Lüftungsanlage in der Nachbehandlung (Foto oben), bessere Isolierungen und andere Leuchtmittel sei es gelungen, „ordentlich“ Energie einzusparen. Man arbeite ständig an der Optimierung von innerbetrieblichen Abläufen. Die Faserproduktion sei eben eine energieintensive Angelegenheit.

Gesuchte Kräfte

Die Märkische Faser GmbH sucht gegenwärtig Verfahrensingenieure, Technologen, Chemiker, auch klassische Handwerker wie Industrie- oder EMSR-Mechaniker.
Ausgebildet werden Chemikanten, Elektroniker, Laboranten, Industriemechaniker und Industriekaufleute.
Kontakt: Tel.  03386/ 24 32 15

Eine zusätzliche Herausforderung ist der Generationswechsel, in dem die Märkische Faser AG jetzt steckt. „Wir haben schon viele junge Leute eingestellt“, berichtet Eberhard Brack, „wünschen uns aber, dass wir in der Region noch mehr als leistungsstarker und zukunftsträchtiger Arbeitgeber wahrgenommen werden.“ Von den 185 Arbeitskräften, die er vor 13 Jahren hier übernommen habe, seien aus Altersgründen heute nur noch 115 im Unternehmen zu finden.

Es werden aber nicht nur junge Leute gesucht, sagt der Chef. Menschen über 50 seien gern gesehen, die bereit seien, sich auf Neues einzulassen. Auch Leute mit Handicap bekämen eine Chance. Das Unternehmen verkaufe in mehr als 30 Länder weltweit: Wer eine Affinität zu Sprachen und kaufmännischer Tätigkeit habe, könne hier seine Erfüllung finden. Auf Weiterbildung werde viel Wert gelegt. „Ich bin auf meine Mannschaft hier richtig stolz“, geizt Eberhard Brack nicht mit Lob, „aber wir wollen und müssen uns weiter verstärken.“

Von Bernd Geske

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