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Havelland Hallenbad: Die Falkenseer sollen mitbestimmen
Lokales Havelland Hallenbad: Die Falkenseer sollen mitbestimmen
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18:10 12.01.2017
Auch Falkensee soll ein Hallenbad bekommen. Quelle: dpa
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Falkensee

Das Wort Hallenbad wirkt elektrisierend auf viele Falkenseer. Nun sind sie direkt angesprochen, bei der weiteren Planung mitzureden. Am 7. Februar soll es einen Workshop in der Stadthalle geben. Dabei geht es vorerst um den künftigen Standort der Halle.

„Die Bürgerbeteiligung dient der Einholung von Meinungen und Ideen“, sagte Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD). Er stellte das Konzept des Workshops im Hauptausschuss vor. Die Veranstaltung wird als „Konsultation“ für Verwaltung und Parlament gesehen, die Entscheidung trifft letztlich die Stadtverordnetenversammlung. Aber zuvor wollen die Abgeordneten die Meinung der Falkenseer einholen. Vorbereitet wird die Diskussionsrunde vom Falkenseer Büro der Vielfalt, das sich für verstärkte Bürgerbeteiligung einsetzt.

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Zur Debatte stehen drei Varianten: 1. Das neue Hallenbad steht am Bahnhof Seegefeld, die Kommune verfügt über ein Grundstück nördlich der Bahn; das zur Sommerzeit genutzt Waldbad wird eingestellt. 2. Das Hallenbad wird am Waldbad in der Salzburger Straße gebaut, das Sommerbecken wird in das Konzept integriert. 3. Das Hallenbad entsteht am Bahnhof Seegefeld und das Waldbad wird weiter betrieben.

Alle drei Varianten sollen auf dem Workshop vom Februar mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt werden. Platzverhältnis, Kosten, Verkehrsprobleme und Nachbarschaftskonflikte sind zu betrachten und sollen dann in Gesprächsgruppen erläutert werden. Die Veranstaltung soll kein „Wunschkonzert“ werden, sondern soll Möglichkeiten abwägen. So würde der Standort Waldbad eine verbessere Busanbindung erfordern. Bei der Schließung des Waldbades wären gegebenenfalls günstigere Eintrittspreise möglich. Teile der Konzeptstudie werden auf der Veranstaltung vorgestellt, erarbeitet wurde diese Studie durch die Firma Kplan AG, sie hat die Ergebnisse Ende des Jahres öffentlich gemacht. Die Studie ist über die Internetseite der Stadt Falkensee einsehbar.

Frank Barz (Linke) regte an, nicht nur einen Workshop zu organisieren, sondern auch per Internet die Bürger zu befragen. Und er fragte nach zum Thema Kegelbahn. Darüber ist längst keine Entscheidung gefallen, sagte Heiko Müller, Platz wäre an beiden Standorten für so eine Bahn. Ob sie im Umfeld eines Bades, im Verbund mit Gastronomie, zu realisieren sei, muss später geklärt werden. Nach der Standortfrage soll die Frage der inhaltlichen Ausgestaltung geklärt werden: Welche Bahnen? Welcher Freizeitbadespaß-Bereich? Sauna? Gastronomie? Andere sportliche Angebote? All das wird jedoch noch nicht am 7. Februar Thema der Debatte sein, dort gehe es ausschließlich um den Standort.

Das Planungsbüro Kplan sieht nach seinen Untersuchungen Vorteile für den Standort am Seegefelder Bahnhof. Die ergeben sich vor allem aus der Lage und der guten Erreichbarkeit. Hier wird mit mehr Besuchern und höheren Erlösen gerechnet, 134 000 Besuchern werden bei der Variante 1 für ein Seegefelder-Bad im Jahr prognostiziert.

Derzeit laufen die Bodenuntersuchungen an beiden Standorten, bis zu zehn Metern Tiefe wird der Untergrund geprüft.

Von Marlies Schnaibel